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Die vierzehn heiligen Nothelfer wurden schon im 9. Jahrhundert angerufen und verehrt. In ihren Legenden baten Dionysius wie auch Blasius, Dorothea und andere vor ihrem Tod um die Gnade der Fürbitte und erhielten die Verheißung, bei Anrufung hilfreich vermitteln zu dürfen.
Die Heiligenverehrung gewann dann vor allem im von der Pest bedrohten 13./14. Jahrhundert stark an Bedeutung. Den einzelnen Heiligen wurden Aufgabenbereiche zugewiesen. So wird Florian, der als Märtyrer ertränkt wurde, angerufen bei Feuersbrunst, doch er wurde auch zum Patron der Bierbrauer, Fassbinder und Schornsteinfeger. Die Menschliche Ohnmacht gegen die Schicksalsschläge und Katastrophen der Zeit wurde mit Hilfe der Nothelfer bekämpft. In der Not einen Heiligen anrufen half im Verständnis des Volkes viel, in der Not viele Heilige anrufen half mehr.
14 Nothelfer mit ihren Attributen in einer Wolke, darunter eine kniende Frau mit
ihrem Kind, in der Ulrichskapelle nahe Ruswil
bei Luzern in der Schweiz ![]()
1377 ordnete der Regensburger
Bischof Konrad von Haimburg die Verehrung der Heiligen Barbara
an, und zwar zugleich mit der Heiligen Katharina
und der Heiligen Margareta.
Der Volksmund schmiedete sich dazu den Merkvers: St. Margaretha mit dem Wurm,
St. Barbara mit dem Turm, St. Katharina mit dem Radl, das sind die
heiligen drei Madl.
Regensburg wurde auch Ausgangspunkt für den sich
verbreitenden Nothelferkult. Das Nothelferfenster in der südlichen Chorschräge
des Regensburger Domes dürfte eine der frühesten Darstellungen dieses Themas
überhaupt sein. Auch in Schlesien war die Anrufung der Nothelfer sehr verbreitet,
mit den Flüchtlingen nach dem 2. Weltkrieg kam der Brauch erneut nach
Deutschland.
Durch eine Vision wurde der Kult um die vierzehn Nothelfer volkstümlich:
Der Legende nach sind dem Klosterschäfer Hermann Leicht der Zisterzienserabtei
Langheim - dem heutigen Klosterlangheim
- in Oberfranken 1445 und 1446 vierzehn Gestalten erschienen, die sich als
vierzehn Nothelfer
zu erkennen gaben und die Errichtung einer Kapelle am Ort
ihrer Erscheinung forderten. 1774 erbaute Balthasar Neumann die noch heute
vielbesuchte Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen.
In der Regel gelten als die vierzehn Nothelfer:
• Achatius,
angerufen gegen Todesangst und Zweifel
•
Ägidius, angerufen zur Ablegung einer
guten Beichte
• Barbara, Patronin der
Sterbenden
• Blasius, angerufen gegen
Halsleiden
• Christophorus,
angerufen gegen unvorbereiteten Tod
• Cyriacus, angerufen
gegen Anfechtung in der Todesstunde
• Dionysius,
angerufen gegen Kopfschmerzen
• Erasmus, angerufen
gegen Leibschmerzen
• Eustachius,
angerufen in allen schwierigen Lebenslagen
• Georg,
angerufen gegen Seuchen der Haustiere
• Katharina,
angerufen gegen Leiden der Zunge und schwere Sprache
• Margareta,
Patronin der Gebärenden
• Pantaleon, Patron der
Ärzte
• Vitus (Veit),
angerufen gegen Epilepsie
Je nach örtlichen Patronaten finden sich anstelle von Erasmus Nikolaus, statt Dionysius Papst Sixtus II. oder in der Funktion des Ägidius Leonhard. Als Nothelfer bezeichnet und zu diesen hinzugerechnet werden gelegentlich auch die vier heiligen Marschälle.
Im Kunstverlag
Josef Fink erschien von Rosel Termolen und Dominik Lutz in prächtiger Ausstattung:
Nothelfer
- Patrone in allen Lebenslagen über rund 2500 Stätten weltweit , an denen die Vierzehnergruppe
Verehrung genießt und über die Rolle dieser Heiligen im Brauchtum und in den Wetterregeln
wie in der Kunst.
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