Brunnenfigur auf dem Sparkassenplatz
in Rattenberg 
Aufgang zur Rottenburg
(im Hintergrund), heute Versöhnungsstiege
genannt, weil Notburga hier die
die Versöhnung der bitter verstrittenen Brüder Heinrich - dem Burgherrn - und
Seifried aus Hall
in Tirol gestiftet habe 
Ruine der Rottenburg

Statue in der Notburgakapelle bei der Rottenburg,
errichtet 1956/57 
Notburgakapelle bei der Rottenburg,
errichtet 1956/57 
K. Rieder: Notburga stiftet die die Versöhnung der bitter verstrittenen
Brüder Heinrich - dem Herrn der Rottenburg
- und Seifried aus Hall
in Tirol, Wandmalerei an der Notburgakapelle bei der Rottenburg

Stich aus den Acta Sanctorum:
Rottenburg
(1) mit dem Dorf Rotholz (3) am Inn (2) 
Notburgabrücke
in Rotholz, erbaut 2005 an der Stelle, an der der Legende nach 1313 der Ochsenkarren
mit Notburgas Leichnam den Inn überquerte auf seinem Weg von der Rottenburg
nach Eben

Notburgakirche
in Eben am Achensee in Tirol, erbaut 1736 bis 1738 an der Stelle des Vorgängerbaus,
der auf eine Rupert von Salzburg
geweihte Kapelle aus dem 14. Jahrhundert zurückging 
Gebetsvorlage in der Notburgakirche
in Eben:
Heilige Notburga,
Anwältin der Arbeitenden - wenn Arbeitslosigkeit uns bedroht, tritt für uns ein.
Zuflucht in all unseren Nöten - wenn Menschen in Hunger und Elend leben,
sei du unser Vorbild der Hilfe.
Beschützerin der Bauern, des Viehs, der Felder und Fluren - wenn Natur und
Umwelt mißachtet werden, rüttle uns auf.
Kämpferin für Freizeit und Sonntag - wenn Sonntag und Freizeit bedroht sind,
sei du uns Mahnung.
Vorbild der Treue zu Gott - wenn unser Gottvertrauen schwindet, sei uns
zugegen.
Heilige Notburga, bitte für uns. Amen.
Bekleidete Notburga-Reliquien
im Hochaltar der Notburgakirche
in Eben, 18. Jahrhundert 
Es gibt sonst keine Kirche, in der die Reliquien eines Heiligen auf dem Hochaltar stehend zur Verehrung aufgestellt sind, denn dies entspricht eigentlich das nicht den kirchlichen Bestimmungen. 1878 wurde in die Kirche eingebrochen und der Notburga aller Votivgaben, die ihr von Wallfahrern gebracht worden waren, beraubt. Das Kleid wurde zerrissen, die Hände, von denen man die Ringe nicht herunterbrachte, einfach abgerissen und im Wald weggeworfen.
Christoph Anton Mayr (?): Das Hobelspanwunder, Deckengemälde, um 1738, in der
Notburgakirche
in Eben 
Das Hobelspanwunder: Als Notburga den Armen Brot und Wein bringen wollte, begegnete ihr Graf Heinrich mit Pferd und Gefolge und stellte sie zur Rede wegen ihrer unerlaubten Handlung. Statt Brot und Wein sah er aber nur Hobelspäne und kostete Lauge. Rechts im Hintergrund der Szene sieht man die Rottenburg, rechts im Vordergrund die arme Bevölkerung.
Christoph Anton Mayr (?): Das Sichelwunder, Deckengemälde, um 1738, in der
Notburgakirche
in Eben 
Das Sichelwunder: Beim Betläuten warf Notburga die Sichel in die
Luft, nachdem der Bauer sie zum Weiterarbeiten beim Getreideschnitt angehalten
hatte. Die Sichel blieb strahlend in der Luft hängen. Auf dem Bild weist
Notburga zum Turm der Kirche
in Eben, aus dem die Glocken zum Betläuten ertönen. Die Mägde und
Knechte waren höchst erstaunt über diese Begebenheit. Im Hintergrund
sieht man Bauernhöfe von Eben, den Achensee, weit hinten Pertisau und
die umrahmenden Berge. Das Bild ist auch Dokument für den Getreideanbau
zu dieser Zeit auf der Hochebene des Achensees.
Christoph Anton Mayr (?): Das Ochsengespann zieht den Notburgas Leichenwagen
durch den Inn, Deckengemälde, um 1738, in der Notburgakirche
in Eben 
Das Ochsengespann zieht den Leichenwagen durch den Inn: Im Vordergrund, am diesseitigen Ufer des Inn, lagert links die arme Bevölkerung, rechts befinden sich Adel und Klerus. Sie begleiteten den Leichenzug der verstorbenen Notburga. Der Inn teilte sich und ließ den geschmückten Ochsenkarren trockenen Fußes ans andere Ufer gelangen. Jenseits des Inn sieht man das Dorf Jenbach, dahinter die Landschaft der Talstufe nach Eben und das Kasbachtal. Aus dem Wald heraus ragen sieht man den Kirchturm der damaligen Rupertuskirche von Eben, von dem Strahlen ausgehen. Den Hintergrund bilden die Berge von Jenbach und dem Achensee.
Christoph Anton Mayr (?): Engel tragen den Sarg mit Notburga in das
Rupertuskirchlein
von Eben, Deckengemälde, um 1738, in der Notburgakirche
in Eben 
Engel tragen den Sarg mit Notburga in das Rupertuskirchlein von Eben: Das Ochsengespann brachte den Sarg von Notburga in die Rupertuskirche von Eben, wo er von Engeln abgeladen wurde. Der Trauerzug erreichte die Kirche, voran ein Geistlicher mit Ministranten, ihm folgen Adelige. Engel streuen vom Himmel her Blumen herab.
Plakat für das Museum im Pfarrhaus neben der Notburgakirche
in Eben 
Ölgemälde im Pfarrhaus neben der Notburgakirche
in Eben 
Das Sichelwunder, Gemälde (Detail) in der Pfarrkirche in Feldkirchen
bei Rosenheim in Bayern 
fotografiert am 15. Juni 2011
Quellen:
• Pater Thoma Naupp und Pfarramt Eben: St.-Notburga-Kirche in Eben am Achensee,
Verlag St. Peter, Salzburg 2002
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