Francisco de Zurbarán: Porträt des Mercedariers Fra Francisco Zumel, aus dem
Porträtzyklus von Mönchen, um 1633, in der Akademie der schönen Künste von San
Fernando in Madrid

Der Männerorden der Mercedarier wurde 1218 durch Petrus
Nolaskus - darum auch häufiger Nolasker genannt - gegründet.
Um 1220 erschien ihm die Gottesmutter
und forderte ihn zur Gründung eines Ordens auf. Gemeinsam mit dem
Dominikaner Raimund
von Peñafort baute er den Ritterorden Ordo Beatae Mariae de Mercede redemptionis
captivorum
, den Orden der Seligen Jungfrau Maria der Barmherzigkeit
vom Loskauf der Gefangenen
, der sich dem Freikauf christlicher
Inhaftierter widmete. 1222 verfasste er die Regel des Ordens, der sowohl
Geistlichen als auch Laien offenstand.
Papst Gregor IX. bestätigte den Orden 1235 endgültig und gab ihm die Regel des Augustinerordens. Zu den üblichen drei Gelübden trat jedoch noch ein viertes, nämlich das Gelübde der Befreiung christlicher Sklaven, nötigenfalls selbst mit dem Einsatz der eigenen Freiheit. Dem Orden, welcher ursprünglich ein Ritterorden war, wurde 1318 durch Papst Johannes XXII. ein Priester als Generalsuperior aufgezwungen, was dazu führte, dass alle Ritter in den Orden von Montesa übertraten. Nun nur noch aus Priestern und Laienbrüdern bestehend, widmeten sich die Ordensmitglieder der Seelsorge. Seit 1690 werden die Mercedarier den Bettelorden zugerechnet. Inzwischen gibt es auch einen weiblichen Zweig.