
Hinweise zu Stadlers Heiligen-Lexikon
Abkürzungen
S. Johannes Camillus Bonus, (10. Jan.), Erzbischof von Mailand, war in
Ligurien - und zwar nach den Acten der Mailänder Kirche zu Genua - geboren. Ob
er seinen Beinamen Bonus von seiner Familie trug, oder ob ihm sein
vortrefflicher Charakter denselben erwarb, ist ungewiß. Er hielt sich längere
Zeit in Rom auf und genoß die Gunst des hl. Papstes Gregorius
des Großen, von welchem er an Theodolinde,
die Gemahlin des Longobarden-Königs Autharis, gesendet wurde. Später zum
Erzbischof von Mailand erhoben, besuchte er im J. 649 eine SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten.
In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet.
zu Rom unter
Papst Martin I. Im Vereine mit dem hl. Bischofe
Johannes von Bergamo (13. Juli) wirkte
er gegen die Monotheleten, war durch die Gabe der Wunder ausgezeichnet und starb
in einem hohen Alter um das J. 659. Nach W.W. (VI. 753) wäre er schon im J. 655
gestorben. Erzbischof Heribert († 1045) fand seinen hl. Leib in Folge
himmlischer Kundgebungen und setzte ihn in der Kirche des hl. Michael
bei. Im J. 1582 wurden seine Reliquien durch den heil.Carolus
Borromäus aus der baufällig gewordenen St. Michaelskirche in die
Kathedralkirche übertragen. Uebrigens finden sich noch andere Johannes Bonus,
z.B. Johannes Estremox, der bei den
Bollandisten am 2. Juli (I. 294) und am 13. Oct. (VI. 166), unter den
Uebergangenen
vorkommt, dann einer am 22. Oct. (IX. 693), der als B.
Janbonus bereits genannt ist. Unser
hl. Johannes Bonus steht auch im Mart. Rom. am 10. Jan. (I. 622.)
