
Hinweise zu Stadlers Heiligen-Lexikon
Abkürzungen
Mechtildis, eine fromme Dominicanerin, welche vierzig Jahre in einem noch
unermittelten sächsischen oder thüringischen Kloster gelebt hat. (Greith, die
deutsche Mystik im Prediger-Orden von 1250-1350, S. 207.) Sie schrieb in
deutscher Sprache geistliche Minnelieder und didaktische Betrachtungen, die ihr
Beichtvater unter dem Titel: das fließende Licht der Gottheit
gesammelt hat.
Zu ihrer Zeit verheerte ein blutiger Krieg das Land, Räuber machten die Straßen
unsicher, die Bilder in den Kirchen wurden zerstört, denn: Gott muß mit Peinen
die Seinen minnen, Er kann sie anders nicht gewinnen.
Sie scheint schon mit
zwölf Jahren ins Kloster getreten zu seyn. Eine große Zahl ihrer schönen
geistlichen Lieder findet sich bei Greith S. 224-277 übersetzt.