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Ökumenisches Heiligenlexikon

Sigisbert III. von Austrasien

Gedenktag katholisch: 1. Februar

Name bedeutet: der glänzende Sieger (althochdt.)

König von Austrasien
* um 630
† 1. Februar 656 in Metz (?) in Frankreich


Sigibert wurde auf Betreiben der Großen in seinem Land schon als Kind im Alter von drei Jahren von seinem Vater Dagobert I. auf den Thron eines Unterkönigs in Austrasien erhoben, Regenten waren Herzog Adalgisel und Bischof Kunibert von Köln. Nach dem Tode des Vaters 639 unternahmen die für ihn Regierenden mehrere - fehlgeschlagene - Versuche zur Erringung der Macht im gesamten Frankenreich, nach der formellen Reichsteilung von 639 war Sigisbert aber unbestrittener König in ganz Austrasien; politisch bestimmend war neben Bischof Kunibert nun Pippin der Ältere.

Desiderius von Cahors war wesentlich beteiligt, dass Sigibert sich der Kirche gegenüber als wohltätig erwies; sein Eintreten zugunsten von Remaclus führten zur Gründung von Klöstern in den Ardennen, zunächst in Cugnon, dann in Stablo - dem heutigen Stavelot - und Malmedy; weitere Klöster und viele Kirchen und Spitäler gehen auf seine Unterstützung zurück.

Sigiberts Sohn Dagobert II. wurde zunächst sein Nachfolger, konnte sich nach dem Tod des Vaters aber erst 673 durchsetzen.

An Sigisberts Grab in der von ihm gegründeten Kirche St-Martin in Metz entwickelte sich eine Verehrung, die durch die im 11. Jahrhundert verfassten Lebensgeschichten, die ihn als heiligen König und Nationalhelden von Lotharingien zeichneten, stark gefördert wurde.

Patron von Lothringen; gegen Regen und Unglück

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Schriften von Sigebert und seine Lebensgeschichte gibt es online zu lesen in den Documenta Catholica Omnia.

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon



Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 26.11.2014
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 9. Herder, Freiburg im Breisgau 2000