Ökumenisches Heiligenlexikon

Arethas und Gefährten

auch: Khirut
arabisch: Harit Ibn Kaʾb

Gedenktag katholisch: 24. Oktober
1. Oktober

Gedenktag armenisch: 20. Oktober

Gedenktag äthiopisch-orthodox: 22. November

Gedenktag syrisch-orthodox: 31. Dezember

Name bedeutet: der Tugendsame (griech.)

Märtyrer
1. November 523Oktober / November 523 in Nadschran in Saudi Arabien


Arethas, der Überlieferung nach der Bürgermeister der damals jemenitischen Stadt Nadschran und mit einer führenden Rolle in der Christengemeinde betraut, erlitt zusammen mit Gefährten das Martyrium in der Christenverfolgung durch den König der Homeriten / Himjariten, Yusuf Asʾar Yathʾar - auch ḏū Nuwās / Dunaan genannt; die Zahl der Gefährten wird mit 340, in anderer Überlieferung auch mit 504 oder 1052, in der orthodoxen Tradition mit 4299, in der armenischen mit 10.200 angegeben.

Yusuf Asʾar Yathʾar regierte als König der Himjariten den gesamten Jemen; er war Jude, möglicherweise aus politischen Gründen zum Judentum konvertiert. 518 griff das chrsitliche aksumitische Reich das Vorgängerreich von Äthiopien - seinen Staat an, wurde aber zum größten Teil von Yusuf Asʾar Yathʾar zurückgeschlagen; 523 konnte er auch Nadschran zurückerobern und ließ dort nun alle Christen töten. Mit Unterstützung durch Byzanz gab es 525 eine zweiten Feldzug der Aksumiten, bei dem Yusuf Asʾar Yathʾar im Kampf fiel; von den neuen Herrschern wurde dann ein Marionettenkönig eingesetzt. Nadschran, durch das zwei wichtige Karawanenrouten führten, wurde zur Zeit des byzantinischen Einflusses zur heiligen Stadt der christlichen Araber; die persische Eroberung 570 und das Aufkommen des Islam beendeten dies.

König Yusuf Asʾar Yathʾar ließ sich mit diesem Namen auf arabischen Inschriften nennen; die islamische Tradition nennt ihn dhū Nuwās, christliche Quellen Simon von Beth-Arscham Dimnon oder Masruq.

Nach Arethas und seinen Gefährten - darunter nach mancher Überlieferung der Bischof Paulus - wurde der Legende nach auch noch die christliche Frau Ruma (Reuma) - in der Orthodoxen Tradition wird sie Syncletia genannt - mit ihren beiden Töchtern dem Feuer übergeben; andere berichten, ihr damals fünfjähriger Sohn habe sich seiner Kindersprache zum Christentum bekannt und sei davon weder durch Lockungen noch durch Drohungen abzubringen gewesen; schließlich stürzte er sich zu seiner Mutter ins Feuer.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 23.11.2021

Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 1. Herder, Freiburg im Breisgau 1993

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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