Ökumenisches Heiligenlexikon

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Melania von Rom (die ältere)


Melania (7. al. 21. Jan.), eine sehr vornehme und fromme Wittwe, welche auf kurze Zeit in die Verirrungen des Origenes verwickelt war, aber dieselben bald wieder verließ. Boll. bemerkt, daß er nicht habe in Erfahrung bringen können, ob sie an irgend einem Orte als Heilige verehrt werde. Ferrarius nennt sie aber am 21. Jan. (I. 354.) Nach dem frühen Tode ihres Mannes (sie zählte damals erst 22 Jahre) und zweier Söhne reiste die fromme Wittwe mit Rufinus von Aquileja im J. 371 über Alexandria nach Palästina und gründete zu Jerusalem ein Kloster für 50 Jungfrauen. Sie gab den nach den hhl. Orten Pilgernden gastfreie Herberge und überschüttete die Umgegend mit Wohlthaten. Jährlich schickte ihr Sohn Publicola von Rom neue Summen Geldes, welche sie an Kirchen, Klöster und Arme vertheilte. (Ad. Buse, Paulin von Nola u. s. Zeit I. 299.) Dem hl. Paulinus von Nola schickte sie einen kleinen Theil vom hl. Kreuze zum Andenken ihrer Pilgerreise (um d.J. 398), den er aufs innigste verehrend bei sich trug und ein Segment davon in goldener Einfassung an seinen Freund Severus sandte. Melania hatte diese kostbare Reliquie von Bischof Johannes von Jerusalem zum Geschenke erhalten (Meßmer, das hl. Land, S. 10). Sie selbst beschränkte sich um Gottes Willen auf die nothwendigsten Lebensbedürfnisse, schlief auf hartem Lager, trug ein Cilicium, und übte strenge Enthaltsamkeit. Sie starb zu Jerusalem im J. 410 in einem Alter von 67 Jahren. (Mg.)




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zuletzt aktualisiert am 00.00.2014
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