Ökumenisches Heiligenlexikon

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Oswin


S. Oswinus, M. (20. Aug., al. 11. Mai). Der heil. Oswin war König der Dänen und Martyrer in England, lebte sieben Jahre unter den Westsachsen in der Verbannung bis er im J. 644 einen Theil des Königreiches, das seinem Vater gehört hatte, wieder in seine Gewalt brachte. Er bewies sich eifrig für die Religion, demüthig, wohlthätig, milde und gütig gegen Jedermann. Einst hatte er dem heil. Bischof Aïdan, der auch in seinem hohen Alter noch oft Reisen für das Seelenheil seiner Angehörigen unternahm, eines seiner Pferde, reichlich geschirrt, zum Geschenke gemacht. Kurz darauf begegnete Aïdan einem Armen, der in äußerster Noth war. Da er ihm nichts anderes geben konnte, gab er ihm das wohl ausgerüstete Pferd. Das verdroß den König; als er den heil. Bischof wieder sah, fragte er ihn, warum er sein Geschenk an einen Bettler hingegeben, für den doch ein gemeines Pferd besser gepaßt hätte. Darauf erwiderte der Bischof, ein Kind Gottes müsse uns viel mehr werth sein, als alle Pferde der Welt. Oswi, ein natürlicher Bruder und Nachfolger des heil. Oswald in einem andern Theile von Northumbrien, griff das Königreich Deira, wo der hl. Oswin herrschte, an. Dieser gerieth in Gefangenschaft und wurde mit einem treuen Diener am 20. August d.J. 651 ermordet. Nur neun Jahre hatte er regiert; der heil. Aïdan überlebte ihn bloß zwölf Tage. Eanfleda, Oswi's Gemahlin, erhielt von diesem, nachdem er sich bekehrt hatte, die Erlaubniß, an dem Orte ein Kloster zu stiften, wo der hl. Oswin war ermordet worden. Am 11. Mai wird seine Translation begangen. (Jan. II. 62.)




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zuletzt aktualisiert am 00.00.2014
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