Ökumenisches Heiligenlexikon

Internationaler Tag zum Gedenken an die Opfer von Gewalttaten aus Gründen der Religion oder des Glaubens


Der 22. August wurde mit Beschluss vom 28. Mai 2019 als Internationaler Tag zum Gedenken an die Opfer von Gewalttaten aus Gründen der Religion oder des Glaubens von der Generalversammlung den Vereinten Nationen eingeführt, um auf die religiös motivierte Verfolgung von Menschen aufmerksam zu machen und daran zu erinnern, den Opfern sowie deren Familien Unterstützung zu bieten. Er knüpft direkt an das im Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verbriefte Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit an und findet bewusst einen Tag nach dem Internationalen Tag des Gedenkens und Tributs an die Opfer des Terrorismus statt.

Zu Anfang des 21. Jahrhunderts gibt es Länder, in denen die Diskriminierung und Unterdrückung bis hin zu offener Gewalt vom Staat ausgeht, wie etwa Nicaragua, China und Nordkorea. Andernorts seien es religiös-extremistische Gruppen, die Angriffe auf Andersgläubige verübten: der Hindu-Nationalismus schränkt die Freiheiten der nicht-hinduistischen Religionen in Indien immer weiter ein. Im Heiligen Land betreibt die Hamas mit brutalen Mitteln ein national-religiöses Projekt und die immer gewalttätiger auftretende israelische Siedlerbewegung im Westjordanland greift offen die religiösen Gebäude und damit auch die religiöse Identität der Muslime und Christen an.



Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 26.08.2026

Quellen:

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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