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Ökumenisches Heiligenlexikon

Isaak und Joseph

Gedenktag orthodox: 16. September

Gedenktag armenisch: 22. Januar
liturgische Feier am 3. Donnerstag nach Pfingsten

Name bedeutet: I: Gott ist gnädig (hebr.)
J: Gott hat hinzugefügt (hebr.)

Märtyrer
* vor 751 in Theodosiopolis (Karnu) in Armenien, heute Erzurum in der Türkei
† 19. Oktober 808 daselbst

Kartenskizze

Die Brüder Isaak und Joseph waren Söhne eines arabischen Fürsten, der in Theodosiopolis in Armenien - dem heutigen Erzurum - lebte in der Zeit, als die Stadt von 655 bis 751 unter der Herrschaft der arabbischen Umayyaden stand. Er heiratete eine Christin, der er erlaubte, ihren eigenen Glauben zu bewahren. Aus dieser Ehe wurden drei Kinder geboren, die die Mutter im christlichen Glauben erzog, die aber ihr Bekenntnis aus Furcht verbargen, da nach dem muslimischen Gesetz die Kinder den Glauben des Vaters hätten annehmen müssen. Als sie volljährig geworden waren, beschlossen sie daher, zum byzantinischen Kaiser nach Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - zu fliehen. Doch der Vater verhinderte ihre Abreise: nur einer der drei konnte fliehen; Joseph, der älteste, war verheiratet und wollte seine Kinder nicht zurücklassen; Isaak wollte bei seinem Bruder bleiben und mit ihm eine günstige Zeit abwarten, um den Plan auszuführen. Diese schien gekommen, als der armenische Fürst Kurt Mamikonian mit seiner ganzen Familie zu den Byzantinern floh; die beiden Brüder durften sich ihm anschließen. Unterwegs aber nahm sie der arabische Statthalter von Armenien fest und steckte sie ins Gefängnis, wo er versuchte, sie zum Islam zu bekehren.

Alle Versprechungen und Drohungen blieben aber nutzlos, ebenso die Bitten des Vaters, der seine Söhne anflehte, Mitleid mit seinem Alter zu haben, für den Augenblick ihren christlichen Glauben zu verbergen und ihnen versprach, bei ihrem Vorhaben zu helfen, sobald sie aus dem Kerker entlassen wären. Isaak und Joseph aber blieben unerschütterlich, wurden enthauptet und ihre Leichname auf Befehl des Statthalters offen liegen gelassen und den Christen streng verboten, sie zu bestatten. In der Nacht ging ein himmlisches Licht von den Leibern der beiden Märtyrer aus und der durch dieses göttliche Zeichen verängstigte Statthalter befahl nun die Bestattung; Glaubensgenossen setzten sie in einer Kapelle bei.

Bald schon seien am Ort ihres Begräbnisses wunderbare Heilungen geschehen. Die Verehrung von Isaak und Joseph verbreitete sich in der ganzen Armenischen Kirche, sie wird im Gottesdienst in der zweiten Woche nach dem Fest der Verklärung begangen.




Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 00.00.2014
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel

Quellen:
• Bibliotheca Sanctorum, Vol VII, Istituto Giovanni XXIII nella Pontificia Università Lateranense, Roma 1966