Gedenktag orthodox: 16. September |
Gedenktag armenisch: 22. Januar
liturgische Feier am 3. Donnerstag nach Pfingsten |
Name bedeutet: I: Gott ist gnädig (hebr.)
J: Gott hat hinzugefügt (hebr.) |
Märtyrer
* in Theodosiopolis (Karnu) in Armenien, heute Erzurum
in der Türkei
† 19. Oktober 808 daselbst |
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Die Brüder Isaak und Joseph waren Söhne eines arabischen Fürsten, der sich in
Armenien in der Stadt Theodosiopolis in Armenien, dem heutigen Erzurum
in der Türeki - niederließ und eine Christin heiratete, der er erlaubte, ihren
eigenen Glauben zu bewahren. Aus dieser Ehe wurden drei Kinder geboren, die die
Mutter im christlichen Glauben erzog, die aber ihr Bekenntnis aus Furcht vor
ihren Landsleuten verbargen, da nach dem moslimischen Gesetz die Kinder den
Glauben des Vaters hätten annehmen müssen. Als sie volljährig geworden waren,
beschlossen sie daher, zum byzantinischen Kaiser nach Konstantinopel - dem
heutigen Ístanbul
- zu fliehen. Doch der Vater verhinderte ihre Abreise: nur einer der drei konnte
fliehen; Joseph, der älteste, war verheiratet wollte seine Kinder nicht
zurücklassen, Isaak wollte bei seinem Bruder bleiben und mit ihm eine günstige
Zeit abwarten, um den Plan auszuführen. Die günstige Gelegenheit schien gekommen,
als der armenische Fürst Kurt Mamikonian mit seiner ganzen Familie zu den
Byzantinern floh; die beiden Brüder durften sich ihm anschließen. Unterwegs aber
nahm sie der arabische Statthalter von Armenien fest und steckte sie ins
Gefängnis, wo er versuchte, sie zum Islam zu bekehren.
Alle Versprechungen und Drohungen blieben aber nutzlos, ebenso die Bitten des
Vaters, der vor seine Söhnen anflehte, Mitleid mit seinem Alter zu haben, für
den Augenblick ihren christlichen Glauben zu verbergen und ihnen versprach, bei
ihrem Vorhaben zu helfen, sobald sie aus dem Kerker entlassen wären. Isaak und
Joseph aber blieben unerschütterlich, wurden enthauptet und ihre Leichname auf
Befehl des Statthalters offen liegen gelassen und den Christen streng verboten,
sie zu bestatten. In der Nacht ging ein himmlisches Licht von den Leibern der
beiden Märtyrer aus und der durch dieses göttliche Zeichen verängstigte
Statthalter befahl nun die Bestattung; Glaubensgenossen setzten sie in einer
Kapelle bei.
Bald schon seien am Ort ihres Begräbnisses wunderbare Heilungen geschahen.
Die Verehrung von Isaak und Joseph verbreitete sich in der ganzen armenischen
Kirche, sie wird im Gottesdienst in der zweiten Woche nach dem Fest
der Verklärung begangen.
Quellen:
• Bibliotheca Sanctorum, Vol VII, Istituto Giovanni XXIII nella Pontificia Università Lateranense, Roma 1966