Gedenktag evangelisch: 18. Januar
Name bedeutet: berühmter Krieger (althochdt.)
Ludwig Steil
Ludwig Steil war Pfarrer im Stadtteil Wanne-Eickel in Herne. Nach dem Aufkommen des Nationalsozialismus schloss er sich der Bekennenden Kirche an und übernahm in ihr schon früh Verantwortung, hielt Vorträge, sprach auf Bekenntniswochen und half bei der Ausbildung junger Theologen. Steil nahm 1934 bis 1936 an den Bekenntnissynoden in Barmen - ein Stadtteil von Wuppertal -, Berlin-Dahlem, Augsburg und Bad Oeynhausen sowie 1937 an der in Halle teil und vertrat den westfälischen Präses Koch 1935/36 bei der vorläufigen Kirchenleitung in Berlin. Mehrfach wurde er bereits in den 30-er Jahren durch die Geheime Staatspolizei vorgeladen und vernommen. Im September 1944 wurde er nach einer Vortragsreihe in Herne von der Gestapo verhaftet, im Dezember ins Konzentrationslager nach Dachau gebracht und schwerkrank in der überfüllten Krankenbaracke untergebracht. Hier starb er an Lungenentzündung.
Die nach dem Krieg ab 1948 vom Evangelischen Hilfswerk für Flüchtlinge auf
dem Gelände des ehemaligen Munitionslagers Espelkamp
gebaute Siedlung ist nach Ludwig Steil Steilhof
benannt. Heute ist der
Steil-Hof ein großes diakonisches Unternehmen, das unter anderem auch ein
Pflegeheim beherbergt.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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