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Sennis und Abdo waren nach der Legende Unterkönige, tatsächlich wohl orientalische Sklaven oder Freigelassene. Unter Kaiser Decius oder Valerian - nach anderen Quellen erst unter Kaiser Dokletian - wurden sie demnach um ihres Glaubens willen im Amphitheater in Rom von Gladiatoren im Kampf getötet.
Die Gebeine von Sennis und Abdo
wurden in den Katakomben
des Ponzianus beigesetzt, was seit dem 7. Jahrhundert durch die Depositio
martyrum
bezeugt ist. Papst Damasus I.
ließ das Grab mit einer Inschrift versehen. Im 5. / 6. Jahrhundert kam ein Freskobild
an ihrem Grab hinzu. Eine ihnen geweihte Basilika stand über den Katakomben,
sie wurde von Papst Hadrian I. restauriert. Papst Gregor IV. übertrug 826 die
Reliquien in die Kirche S.
Marco Evangelista in Rom, danach ist die ihnen geweihte Kirche nicht mehr
bezeugt. Im 10. Jahrhundert kamen Gebeine auch nach Arles-sur-Tech
in Südfrankreich. Ihr Fest wurde schon 354 begangen, es war dann in allen
liturgischen Büchern enthalten, wodurch sich die Verehrung weit ausbreitete,
vor allem in Frankreich und Spanien.
Attribute:
als Könige oder Fürsten, mit Schwert
Patron
der Kinder, Böttcher und Gärtner, bei Augenkranheiten
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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