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Thomas lebte der Überlieferung nach als Mönch und Narr
um Christi willen
bei Emesa - dem heutigen Hims
- in Syrien. Eines Tages wurde er beauftragt, in Antiochia - dem heutigen
Antakya
- Geld für sein Kloster abzuholen; der Priester, der ihm dort das Geld gab,
ohrfeigte ihn, deshalb prophezeite Thomas diesem und sich selbst einen baldigen
Tod; der Priester starb am nächsten Tag, Thomas am übernächsten als Opfer der
Pest. Er wurde in einem Massengrab bestattet; alle weitern Leichen, die man auf
ihn ins Grab legen wollten, wurden wundersamerweise aus dem Grab hinausgestoßen.
Nun benachrichtigte man Bischof Ephraim, dieser ließ Thomas' Leichnam auf den
offiziellen Friedhof von Antiochia bringen; in dem Moment hatte die furchtbar
krassierende Pestepidemie ein Ende. Ab sofort feierte man jährlich Thomas' Fest.
Die Nachrichten über Thomas stammen von Evagrius dem Scholastiker. Die Pest
suchte Antiochia - das heutige Antakya
- im Jahr 542 heim. Der ursprüngliche Gedenktag - manchmal fälschlich als
wenige Tage vor dem 5. Juli
bezeichnet - ist nicht mehr bekannt.
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon noch nicht online
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