Ökumenisches Heiligenlexikon

Thomas von Emesa

Gedenktag katholisch: 18. November
Name bedeutet: der Zwilling (hebr.)
Mönch, Narr um Christi willen
† 542 in Antiochia, heute Antakya in der Türkei
Kartenskizze Kartenskizze

Thomas lebte der Überlieferung nach als Mönch und Narr um Christi willen bei Emesa - dem heutigen Hims - in Syrien. Eines Tages wurde er beauftragt, in Antiochia - dem heutigen Antakya - Geld für sein Kloster abzuholen; der Priester, der ihm dort das Geld gab, ohrfeigte ihn, deshalb prophezeite Thomas diesem und sich selbst einen baldigen Tod; der Priester starb am nächsten Tag, Thomas am übernächsten als Opfer der Pest. Er wurde in einem Massengrab bestattet; alle weitern Leichen, die man auf ihn ins Grab legen wollten, wurden wundersamerweise aus dem Grab hinausgestoßen. Nun benachrichtigte man Bischof Ephraim, dieser ließ Thomas' Leichnam auf den offiziellen Friedhof von Antiochia bringen; in dem Moment hatte die furchtbar krassierende Pestepidemie ein Ende. Ab sofort feierte man jährlich Thomas' Fest.

Die Nachrichten über Thomas stammen von Evagrius dem Scholastiker. Die Pest suchte Antiochia - das heutige Antakya - im Jahr 542 heim. Der ursprüngliche Gedenktag - manchmal fälschlich als wenige Tage vor dem 5. Juli bezeichnet - ist nicht mehr bekannt.

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Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 9. Herder, Freiburg im Breisgau 2000


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