
Hinweise zu Stadlers Heiligen-Lexikon
Abkürzungen
Hildebaldus, Aëp. (3. Sept. al. 2. Oct.) Vom Altd. Child = Schlacht, und bald
= mächtig etc. - Dieser Hildebaldus, welcher auch Hildeboldus, Hyldebaldus,
Hildibaldus, Hildivaldus, Hildialdus, Hildepold, Hiltibald, Hiddibald, Addebald
geschrieben wird, war der erste Erzbischof von Köln, nachdem bis dahin bloß
Suffragane von Trier, dann von Mainz jenen Stuhl eingenommen. Castellanus und
Gelenius zählen ihn zu den Heiligen. Er lebte unter den Kaisern Karl
d. Gr. und Ludwig dem Frommen. Auf dem
Stuhle Kölns saß er nach W. W. (XII. 557) vom J. 784-819. Im J. 802 weihte er
den hl. Bischof Liudger von Münster (Mart. III.
635). Im J. 813 hatte er den Vorsitz auf einem Provincial-Concil zu Mainz. Karl
d. Gr., dessen Erzkaplan er war, und der auf ihn immer sein volles Vertrauen
setzte, empfing aus seinen Händen die Wegzehrung und letzte Oelung. Vom Jahr
803-814 war er über das Kloster Mondsee gesetzt. Im J. 817 war er auf dem Concil
zu Aachen. Sein Grab ist bei St. Gereon,
ehedem zu den goldenen Martyrern
genannt. Die Inschrift desselben trug bis zum
J. 1638 den Titel heilig
. Von da lautete sie in einem lateinischen
Chronologicum: Ehre, der du vorüber gehst, die Gebeine des Kölnischen Bischofes
Hildeboldus, welche hier in Herrlichkeit ruhen.
Jedoch gingen den Bollandisten
im J. 1745 die bestimmtesten Nachrichten zu, daß von einer öffentlichen
Verehrung des Genannten keine Spur sich finde, und selbst obige Inschrift nicht
mehr bestehe. Dagegen war in einem Glasfenster der Mauritius-Kapelle das Bildniß
eines Bischofes mit der Unterschrift S. Hildeboldus
zu sehen. Weil aber sonst
seiner in keiner Weise in den Kirchenbüchern gedacht wird, haben die
Bollandisten ihn übergangen. In einem handschriftlichen Heiligen-Verzeichnisse,
das sie benützten, steht er am 2. Oct. Er starb nach Ebeling (I. 201) im J. 819
(nach Migne im J. 818) und war in der Reihe der Kölner Bischöfe der 25ste. Auch
in W. W. steht dieses Todesjahr. Nach Zedler aber, der ein solches nicht von ihm
angibt, wohl aber von dessen Vorgänger Ricolf, wäre er der 21ste in der Reihe
und hätte viel später gelebt. (I. 599.)
