
Hinweise zu Stadlers Heiligen-Lexikon
Abkürzungen
S. Taso, Abb. (11. Jan.). Von diesem hl. Abte heißt es bei
Lechner: Im Kloster St. Vincenz am Volturno im (vormaligen) Königreiche Neapel
der Hintritt des heil. Taso, Abtes und jüngern Bruders des hl. Tato.
Als der hl. Paldo, erster Abt des besagten Klosters
gestorben (war), ward er als der Eifrigste unter allen Brüdern zu dessen
Nachfolger gewählt. Da er jedoch sehr strenge auf Ordensdisciplin hielt,
zog er sich die Abneigung derselben in dem Grade zu, daß sie ihn absetzten
und seinen Bruder Tato wählten. Dieses uncanonische Verfahren wurde vom Papste
Gregor II. durch Auferlegung einer strengen Buße
bestraft. Noch schärfer strafte Gott, indem Er die Schuldigen eines schnellen
Todes sterben ließ. Ihnen folgte im heiligen Eifer verharrend alsbald auch
der heil. Taso im J. 729
. Andere wissen von seiner Absetzung nichts
und zählen ihn als dritten Abt des Klosters. Seine Lebensstrenge war
außerordentlich: er trug einen Panzer unter seinem Habit, legte sich nie
ins Bett, aß wenig und schlecht, schnitt sich niemals den Bart, und soll
sich sogar des Waschens seines Angesichtes enthalten haben. Vgl. S.
Paldo.
