Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
Lesen Sie vorher bitte unsere Erläuterungen auf der Seite Warum Werbung und wie sie funktioniert.


 


Ökumenisches Heiligenlexikon

August Friedrich Christian Vilmar

Gedenktag evangelisch: 30. Juli

Name bedeutet: A: der Erhabene (latein.)
F: der Friedensreiche (althochdt.)
C: der Christ (griech. - latein.)

Theologe, Staatsrat, Literaturwissenschaftler 
* 21. November 1800 in Solz in Hessen
† 30. Juli 1868 in Marburg


August Vilmar
August Vilmar

Der Pfarrersohn August Vilmar studierte ab 1818 Theologie in Marburg. Er konnte sich aber mit den herrschenden theologischen Strömungen nicht anfreunden, deshalb wurde er nach einer dreijährigen Hauslehrertätigkeit Lehrer und Direktor verschiedener Schulen in Hessen.

Von 1831 an betätigte sich Vilmar in der Politik, war Mitglied der hessischen Ständeversammlung, ab 1832 Hülfsreferent im Ministerium des Innern in Kassel. Im Revolutionsjahr 1848 gründete er die Zeitung Hessischer Volksfreund, die 1853 wieder eingestellt wurde; ihre politische Programmatik war restaurativ-konservativ und antirevolutionär; republikanische Ideen galten ihm als Teufelswerk. 1850 wurde er vortragender Rat für Kirchen- und Schulangelegenheiten im Ministerium und damit Stellvertreter des hessischen Generalsuperintendenten, er ordnete das Schulwesen neu und reformierte die hessischen Gymnasien. 1855 wurde Vilmar wegen verfassungs- und konfessionspolitischer Differenzen mit Kurfürst Friedrich Wilhelm des Amtes enthoben, er erhielt eine Stelle als Theologieprofessor in Marburg, wo er bis zu seinem Tod lehrte.

Vilmar verfasste zahlreiche Schriften in der Linie des hochkirchlichen Luthertums. Seine mehrfach aufgelegte Theologie der Tathsachen war zugleich Apologie und Programmschrift: er sah die Kirche als Heilsanstalt, unterstrich die göttliche Stiftung des geistlichen Amtes und vertrat eine orthodoxe und hierarchische, fast katholische Lehre von der Kirche. Er plädierte für eine Trennung von Kirche und Staat, da dieser in die Widergöttlichkeit abgesunken sei. Seine 1845 erschienene Geschichte der deutschen Nationalliteratur ist bis zum Jahr 1913 in 27 Auflagen erschienen, darin wurden die Deutschen als ein besonderes und herausragendes Volk beschrieben.

  Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon





DVD Heiligenlexikon als DVD oder USB-Stick als USB-Stick


Seite zum Ausdruck optimiert

Empfehlung an Freunde senden

Artikel kommentieren/Fehler melden

Suchen bei amazon: Bücher über August Friedrich Christian Vilmar

Wikipedia: Artikel über August Friedrich Christian Vilmar

Fragen? - unsere FAQs antworten!

Im Heiligenlexikon suchen

Impressum

Schauen Sie sich zufällige Biografien an:
Märtyrer in der Thebais
Xena
Meinwerk von Paderborn


        Für Ihren Datenschutz: mit 2 Klicks empfehlen!

Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 11.11.2014

Quellen:

• http://www.philippinum.de/s/hist/dir/dir.html

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.