Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
Lesen Sie vorher bitte unsere Erläuterungen auf der Seite Warum Werbung und wie sie funktioniert.


 


Ökumenisches Heiligenlexikon

Sophia von Mailand

auch: Serapia, Sapientia
auch: von Rom

Gedenktag katholisch: 30. September
Übertragung der Gebeine nach Eschau im Elsass: 9. Mai
Niederlegung der Gebeine in Hagenau im Elsass: 10. Mai

Gedenktag orthodox: 17. September
Weihe des Tempels in Kiew 960: 11. Mai

Gedenktag armenisch: 4. August
liturgische Feier am 3. Donnerstag nach dem Verklärungssonntag

Gedenktag koptisch: 25. Januar

Gedenktag syrisch-orthodox: 25. Januar, 16. September, 17. September

Name bedeutet: die Weisheit (griech.)

Witwe, Märtyrerin
* in Mailand (?) in Italien
† um 130 in Rom


Die Legende erzählt, dass die christliche Witwe nach dem Tode ihres wohlhabenden Mannes ihren Besitz an die Armen austeilte und dann Mailand verließ. In der Absicht, das Martyrium zu erleiden, ging sie mit ihren Töchtern Fides, Spes und Caritas nach Rom. Unter Kaiser Hadrian angeklagt, wurden die Töchter nach vielen Martern hingerichtet und an einem 30. September von ihrer Mutter in den Katakomben des Callistus bestattet; drei Tage später wurde auch sie selbst enthauptet.

Albrecht Dürer: Kaiser Hadrian und Sophia vor dem Grab von Fides, Spes und Caritas, Holzschnitt, 1501
Albrecht Dürer: Kaiser Hadrian und Sophia vor dem Grab von Fides, Spes und Caritas, Holzschnitt, 1501

Nach anderen Verzeichnissen der Märtyrerstätten ruhten die vier unter griechischem Namen an der Via Aurelia in den Katakomben unter der heutigen Kirche San Pancrazio; dies beruht darauf, dass hier tatsächlich das Grab einer - sonst unbekannten - Sophia ist.

Die Legende erläutert damit, was Paulus im Hohen Lied der Liebe (1. Korintherbrief 13, 12 - 13) erläutert: in der Ewigkeit werde ich völlig erkennen (Sophia, die Weisheit) … Nun aber bleibt Glaube (Fides), Hoffnung (Spes), Liebe (Caritas), diese drei. Die Legende ist ohne jeglichen historischen Wert, wurde aber in viele Sprachen übertragen und weithin überliefert.

Sophias Kult ist in Rom im 6. Jahrhundert bezeugt. Sie wird oft mit der größten frühchristlich-byzantinischen Kirche, der Hagia Sophia in Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - in Verbindung gebracht; in Wirklichkeit gab es den Vorgängerbau schon vor der Verehrung der Sophia, sie ist die Kirche der heiligen Weisheit, nicht der heiligen Sophia.

Der Überlieferung nach wurde ein Teil der Reliquien von Sophia - auch von denen ihrer Töchter Fides, Spes und Caritas wird dabei erzählt - 777 ins Frauenkloster nach Eschau im Elsass übertragen, wo sich die Überlieferung aber mit der über Sophia von Rom vermischt. Von dort hat sich der Kult in Deutschland verbreitet.

Besonders im Mittelalter ließen Menschen in Not und Bedrängnis Sophien-Messen lesen, um sich ihrer Fürbitte zu versichern.

Patronin der Witwen; in Not und Bedrängnis

Die vom Kloster verbliebene Kirche in Eschau ist im Sommer von 7 Uhr bis 21 Uhr, im Winter von 8 Uhr bis 19 Uhr geöffnet.





USB-Stick Heiligenlexikon als USB-Stick oder als DVD


Seite zum Ausdruck optimiert

Empfehlung an Freunde senden

Artikel kommentieren / Fehler melden

Suchen bei amazon: Bücher über Sophia von Mailand

Wikipedia: Artikel über Sophia von Mailand

Fragen? - unsere FAQs antworten!

Im Heiligenlexikon suchen

Impressum - Datenschutzerklärung

Schauen Sie sich zufällige Biografien an:
Petrus Diakon
Eutychius von Rom
Eugendus von Condat


        Zum Schutz Ihrer Daten: mit 2 Klicks empfehlen!

Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 12.05.2017

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XVII, Herzberg 2000

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.