Ökumenisches Heiligenlexikon

Maria

Gedenktag katholisch: 1. Januar
Hochfest Mutterschaft Mariens, gebotener Feiertag (= Tag mit Sonntagspflicht)
Diözesankalender von Zamość-Lubaczów, Ordenskalender der Jesuiten, der Marianer von der Unbefleckten Empfängnis und der Bethlehemschwestern
Fest I. Klasse      Im alten Messbuch entspricht die I. Klasse einem Hochfest. (Oktavtag von Weihnachten)
bedacht im Eucharistischen      Die Eucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23. Hochgebet I, im Ambrosianischen      Die Ambrosianische Liturgie entstand im 8. Jahrhundert unter orientalischem Einfluss, sie wird auf Ambrosius von Mailand zurückgeführt, von dem wohl die meisten Texte auch stammen. Sie wird v. a. in der Kirchenprovinz Mailand und im Bistum Lugano benutzt. Karl Borromäus förderte diese Sonderform, im Mittelalter wurde aus ihr auch die Gleichwertigkeit des Mailänder Erzbistums gegenüber Rom abgeleitet. Hochgebet I, im mozarabischen      Der mozarabische Ritus, auch „westgotisch” oder „altspanisch” genannt, ist eine Liturgie in der römisch-katholischen Kirche, die sich im 4./5. Jahrhundert auf der Iberischen Halbinsel entwickelt hat und heute noch an einigen Orten in Spanien praktiziert wird. Der Name entstand nach dem Einfall der Mauren im Jahr 711, als die unter maurischer Herrschaft lebenden Christen – die „Mozaraber” – weiter ihren Glauben ausüben durften und damit auch diese Liturgie feierten. Hochgebet und im Keltischen Hochgebet I

die weiteren Gedenktage

Gedenktag orthodox: 26. Dezember
bedacht in der Proskomidie      Die Proskomidie ist die Vorbereitung der Gaben Brot und Wein vor der Eucharistie in den Orthodoxen Kirchen
die weiteren Gedenktage

Gedenktag armenisch: 10. September
Fest
bedacht in der armenischen Anaphora

die weiteren Gedenktage

Gedenktag koptisch: 21. Tag jedes koptischen Monats
bedacht in der Basilius-Anaphora
die weiteren Gedenktage

Gedenktag äthiopisch-orthodox: 16. Mai
Erscheinung in Dabra Metmaq

Gedenktag syrisch-orthodox: 1. Januar
Tag der Beschneidung des Herrn
Mittwoch nach Ostern, Freitag nach Ostern, 8. Mai, 3. Juli
bedacht in der Jakobus-Anaphora
die weiteren Gedenktage

Gedenktag Syrische Kirche des Ostens: 1. Januar
Tag der Beschneidung des Herrn
26. Dezember
Verherrlichung der Gottesmutter

Name bedeutet: die Beleibte / die Schöne / die Bittere / die von Gott Geliebte (aramäisch)

Mutter Jesu
* um 22 v. Chr. in Jerusalem oder in Nazaret in Israel
15. August (?) 48 (?) in Jerusalem in Israel oder in Ephesus beim heutigen Selçuk in der Türkei (?)


Übersicht: Leben - Bedeutung - Verehrung - Gedenktage

Leben:

Über Abstammung und Jugend Marias findet sich in der Bibel nichts; die Stammbäume für Jesus im Matthäus- und Lukasevangelium wollen Jesu Abstammung von Joseph und damit aus dem Geschlecht Davids aufzeigen. Von Maria wird nur berichtet, dass sie in Nazaret zuhause, mit Joseph verlobt und mit Elisabeth verwandt war; vermutlich stammte sie also aus priesterlichem Geschlecht, da Elisabeth mit dem Priester Zacharias verheiratet war. Quelle für das Leben von Maria sind deshalb nicht nur die biblischen Evangelien, sondern vor allem apokryphe Schriften, insbesondere das sogenannte Evangelium des Jakobus.

Giovanni da Milano: Geburt der Maria, Fresko, 1365, in der Rinuccini-Kapelle in der Kirche Santa Croce in Florenz
Giovanni da Milano: Geburt der Maria, Fresko, 1365, in der Rinuccini-Kapelle in der Kirche Santa Croce in Florenz

Die Vorgeschichte beginnt demnach mit dem Elternpaar Joachim und Anna, die kinderlos blieben. Joachims Altaropfer wies der Hohepriester zurück. Joachim verbarg sich bei seinen Herden, ein Engel verkündete ihm, dass er zu seiner Frau zurückkehren und ihr an der Goldenen Pforte begegnen solle. Auch Anna, die trauernd ein Vogelnest mit den die Jungen fütternden Alten betrachtete, erschien der ihr trotz ihres Alters Nachkommen verheißende Engel. Das Kind Maria wurde geboren. Von Anna sorgfältig unterwiesen und dem Tempeldienst gewidmet, schritt die Dreijährige selbständig die Treppen empor, wo der Hohepriester sie mit den Tempelfrauen empfing - als Mariä Tempelgang ist diese Szene bekannt.

Meister des Pfullendorfer Altars (Bernhard Strigel ?): Geburt der Maria, um 1500, in der Stadtkirche St. Jakob in Pfullendorf, heute in der Staatsgalerie in Stuttgart
Meister des Pfullendorfer Altars (Bernhard Strigel ?): Geburt der Maria, um 1500, in der Stadtkirche St. Jakob in Pfullendorf heute in der Staatsgalerie in Stuttgart

Nun berichten die Überlieferungen die Szene mit den 12 Auserwählten aus den zwölf Stämmen Israels, die ihre Stäbe zum Orakel in den Tempel brachten. Allein der Stab des alten Joseph aus dem Geschlecht Davids erblühte; eine Taube erschien darauf, Maria, die Jungfrau, wurde ihm angetraut - so fand die Verlobung, lateinisch Sponsalia, statt.

Es folgt die im Neuen Testament bezeugte Verkündigung des Erzengels Gabriel an Maria mit der Begrüßung Ave Maria (Lukasevangelium 1, 26 - 38). Maria wurde - wohl im damals üblichen Alter von 15 Jahren - mit Jesus schwanger. Lukas- und Matthäusevangelium bemühen sich, diese Schwangerschaft und bei Lukas die Geburt als ein wunderbares, von Gott gewirktes Ereignis darzustellen, um damit auch die besondere Bedeutung Jesu erkennbar zu machen: das Leben des Kindes in ihrem Schoß ist durch den Heiligen Geist in der Kraft Gottes geweckt worden, das Kind wird deshalb Sohn Gottes genannt werden (Lukasevangelium 1, 35). Im Markus- und Johannesevangelium sowie in den Briefen des Apostels Paulus fehlen entsprechende Hinweise. Im Traum wurde Joseph vom Engel angewiesen, die schwangere Maria nicht zu verlassen (Matthäusevangelium 1, 19 - 24) - dies wird als Rechtfertigung bezeichnet.

Eine Cousine von Maria war Elisabeth, die Mutter Johannes' des Täufers. Die Heimsuchung bezeichnet die Begegnung von Maria und Elisabeth, die Lukas in seinem Evangelium (1, 39 - 56) schildert.

Joseph und Maria machten sich dann der Überlieferung im Lukas- und Matthäusevangelium nach auf den Weg nach Betlehem; kurz vorher machten sie der Überliefderung zufolge ruhten sie unterwegs am Rastplatz der Maria 1 - heute im Stadtgebiet von Jerusalem. In Betlehem wurde dann das Jesuskind geboren. Die Geburt und die Verkündigung der Engel an die Hirten und deren Verehrung des Neugeborenen, die berühmte Weihnachtsgeschichte, ist überliefert im Lukasevangelium 2, 1 - 20.

Nach der Überlieferung im Matthäusevangelium folgt die Verehrung der Weisen - der heiligen drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar -, ihre Begegnung mit Herodes, dessen - angeblicher, historisch aber nicht zu belegender - Befehl zum Kindermord, der Traum der Könige und der Traum Josephs, der die Flucht nach Ägypten veranlasste, um Jesus vor dem Mordkommando des Herodes zu schützen (Matthäusevangelium 2).

Statue, 13. Jahrhundert, im Museum der Kathedrale in Santiago de Compostela
Statue, 13. Jahrhundert, im Museum der Kathedrale in Santiago de Compostela

Diese Flucht ist von einer Reihe apokrypher Legenden umrahmt: ein aufwachsendes Ährenfeld verbarg die Flüchtenden; ein Palmbaum neigte sich ehrerbietig; Götter stürzten um; Räuber bekehrten sich; das Jesuskind spielte mit aus Ton geformten Vögeln, die lebendig wurden; Maria strickte einen Rock, der mit dem heranwachsenden Jesus stets mitwuchs; in Heliopolis - dem heutigen El Matareya - ratete die Familie in einem Sykomore-Baum, der seinen Stamm geöffnet hatte, um sie vor nachstellenden Räubern zu verbergen und daneben entsprang dann auf Marias Gebet eine Quelle, beide sind heute dort noch immer in der Kirche der seligsten Jungfrau zu sehen.

Acht Tage nach der Geburt erfolgte die Namensgebung und Beschneidung Jesu (Lukasevangelium 2, 21). Die Darbringung im Tempel, das jüdische Reinigungsopfer der Mutter, ist wieder im Lukasevangelium (2, 22- 40) erzählt; dabei erkannte der greise Simeon Jesus als den erwarteten Heilsbringer, sagte aber auch sein Leiden und das Leid von Maria voraus: auch durch deine Seele wird ein Schwert dringen. Ausführlich als Lichterfest geschildert ist diese Szene in der Legenda Aurea, sie trägt daher auch die Bezeichnung Mariä Lichtmess.

Cristoforo Benedetti: „Mondliebe-Madonna”, 1705, auf der Annasäule in Innsbruck
Cristoforo Benedetti: Mondliebe-Madonna, 1705, auf der Annasäule in Innsbruck

Das Ehepaar suchte eines Tages den Sohn und fand Jesus als Zwölfjährigen mit den Schriftgelehrten im Tempel (Lukasevangelium 2, 41 - 52). Von Joseph wird danach nichts mehr berichtet. Maria dagegen ist im späteren Leben Jesu bei allen wichtigen Situationen gegenwärtig, ohne im Vordergrund zu stehen. Vom 12. Jahrhundert an wird Maria mit dem Kind als Madonna verehrt; dem tritt eine Vorstellung aus der Apokalypse (Offenbarung 12) zur Seite: die vom Drachen verfolgte Frau, die das Kind zur Welt bringt, das Michael rettete, und die von der Sonne bekleidet, von Sternen bekrönt auf dem Monde steht, als Mondliebe-Madonna bezeichnet.

Nach dem Tod Jesu ging Maria der Überlieferung zufolge zwischen den Jahren 37 und 48 mit Johannes, dem Lieblingsjünger Jesu, nach Ephesus - heute Ruinen bei Selçuk. Dass sich hier ihr Grab befindet wird erstmals 431 beim Konzil von Ephesus benannt. Älter ist die Überlieferung, Maria sei in Jerusalem gestorben, dort wird ihr Grab nahe des Löwentors am östlichen Rand der Altstadt verehrt in der Krypta einer Kirche, die südlich des Ölberges im 4. Jahrhundert erbaut und um 1130 von den Kreuzfahrern erneuert wurde.

Lindenholz-Schnitzwerk: Marias Tod, um 1493, in der Kirche in Kefermarkt in Oberösterreich
Lindenholz-Schnitzwerk: Marias Tod, um 1493, in der Kirche in Kefermarkt in Oberösterreich

Der Tod der Maria - byzantinisch Koimesis, orthodoxe Kirchengebäude tragen diesen Namen - ist ein großes Thema von später entstandenenen Legenden: Maria erschien am Berg Zion - oder in Ephesus - ein Engel mit leuchtendem Palmzweig und verkündete ihr den Tod. Sie bat, dass die Apostel zugegen sein sollten; diese wurden von Wolken herbeigetragen und umstanden das Lager der Sterbenden; Christus nahm die Seele der Entschlafenen auf den Arm. Die Hände des Hohenpriesters, der den Leichnam vernichten und mit Bewaffneten verhindern wollte, dass er in das Tal Josaphat - den Ort, an dem nach dem alttestamentlichenWir verwenden den Begriff Altes Testament, wissend um seine Problematik, weil er gebräuchlich ist. Die hebräische Bibel, der „Tanach” - Akronym für „Torah” (Gesetz, die fünf Bücher Mose), „Nevi'im” (Propheten) und „Kethuvim” (Schriften) - hat aber natürlich ihre unwiderrufbare Bedeutung und Würde. Buch Joel (4, 12) das göttliche Endgericht stattfinden soll - gebracht wird, blieben an der Bahre kleben, bis Petrus sie löste, ihn heilte und bekehrte.

Meryem ana Evi, das angebliche Haus der Maria bei Ephesus
Meryem ana Evi, das angebliche Haus der Maria bei Ephesus

Im Ruinenfeld von Epheus - beim heutigen Selçuk - befinden sich gut erhaltene Reste der Marien-Kirche, die auf eine römische Basilika aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. zurückging. In dieser Kirche fand 431 das Konzil von Ephesus statt, das den Titel Marias als theotokos, Gottesgebärerin, bestätigte. Ihr angebliches letztes Wohnhaus, das Meryem ana Evi, das Marien-Haus liegt am Bülbül-Dag, dem Nachtigallenberg, 6 km vom Ruinenfeld von Epheus entfernt; dessen heutige Verehrung geht zurück auf Visionen von Anna Katharina Emmerick über die letzte Wohnstätte und das Grab der Gottesmutter; nach Hinweisen sandte der Superior der Lazaristen in Smyrna - dem heutigen Ízmir - 1891 eine Kommission nach Ephesus, die tatsächlich eine Hausruine ganz nach der visionären Beschreibung fand. Auch viele Muslime verehren dort die Mutter des Propheten. => Das Marienhaus bei Ephesus

Eine ähnlich umfangreiche Tradition entwickelte sich um das Geburtshaus der Maria. Demnach wurde Kaisermutter Helena während ihrer Wallfahrt ins Heilige Land - wohl im Jahr 326 - beim Anblick einer Hütte in Nazaret überwältigt von der Erkenntnis, die Geburtsstätte der Maria vor sich zu haben. Knapp tausend Jahre später, im Jahr 1291, trugen Engel das Heilige Haus zur Rettung vor den in Nazaret eingefallenen Muslimen nach Trsat bei Rijeka in Kroatien, besannen sich dann drei Jahre später und setzten es jenseits der Adria im italienischen Loreto ab. 16 Bürger der Stadt fuhren daraufhin nach Nazaret, entdeckten das Fundament mit übereinstimmendem Grundriss und einer Inschrift, die besagte, dass das Häuschen verschwunden sei. Später baute man in Loreto eine Kathedrale um das heilige Haus, das bis heute ein wichtiges Wallfahrtsziel ist. => Wallfahrtstätte Geburtshaus der Maria in Loreto

Luciano Pavarotti singt 1994 in Los Angeles Schuberts Ave Maria. Tatsächlich komponierte Franz Schubert 1825 das Lied Ellens dritter Gesang, D839, Op. 52 no. 6, 1825; einer nicht-Schubertschen späteren Fassung dieses Liedes wurde dann der Text des Mariengebetes unterlegt.

Die Marienverehrung in Loreto setzte Anfang des 14. Jahrhunderts ein. 1554 kamen Jesuiten nach Loreto, die die Verehrung des heiligen Hauses förderten. Nach dem Petersdom in Rom ist Loreto heute der zweitwichtigste Wallfahrtsort in Italien und einer der wichtigsten der katholischen Welt. Durch die Jesuiten entstanden in vielen Ländern Nachbildungen der Loretokapelle, zu denen eigene Wallfahrten veranstaltet werden. = > Loreto im Marienlexikon

Bedeutung:

Maria gilt als Vorbild des Glaubens und als Mittlerin und Fürbitterin, deshalb ist sie die unter allen Frauen Gepriesene (Lukasevangelium 1, 42). Im Magnificat bringt sie das selbst zum Ausdruck: Von nun an werden mich selig preisen alle Geschlechter (Lukasevangelium 1, 48) - dieser Hymnus zeigt, dass schon die Urkirche die besondere Verehrung der Maria kannte und die anhaltende Verehrung voraussetzte. Mit Ihrem Ja zu Gott hat Maria Gott in sich Raum gewährt, hat ihn in sich wachsen lassen, hat sich von ihm einnehmen lassen. Gleichzeitig hat sie Gott ein menschliches Gesicht gegeben, hat ihn unter Menschen erfahrbar und erlebbar gemacht und damit den Mitmenschen geholfen, ihrerseits befreit und erlöst und damit richtig Mensch zu werden.

Weil sie so von Anfang an in die Menschwerdung und das Erlösungshandeln Gottes in Jesus Christus unmittelbar einbezogen war, war sie sozusagen die geschichtlich-irdische Urheberin des Heils. Anselm von Canterbury lehrte, dass alle Gaben Gottes in Jesus Christus - die Versöhnung des Sünders, neues Leben und Versöhnung im Endgericht - erst durch Maria, indem sie Jesus gebar, in die Welt kamen. Daraus resultiert dann ihre Rolle als Mittlerin und wirkungsvollste Fürbitterin; im Mittelalter konnte sie sogar zur Miterlöserin und Mithelferin werden. Das Mitleiden Marias bei der Passion Christi wurde schließlich fast ebenso wie Christi Leiden selbst als heilswirksam betrachtet.

Peter Paul Rubens (Werkstatt): Maria als „Zeichen am Himmel” nach Offenbarung 12 , 1 - 10, 1625, Bild am Hochaltar des Domes in Freising
Peter Paul Rubens (Werkstatt): Maria als Zeichen am Himmel nach Offenbarung 12 , 1 - 10, 1625, Bild am Hochaltar des Domes in Freising

So wurde Maria zur Mutter der Kirche (vgl. Johannesevangelium 19, 26) - eine Auffassung, die auch Philipp Melanchthon in der Reformation teilte: Alles, was in der Gestalt Marias geschieht, geschieht auf ähnliche Weise in der Kirche, denn Maria ist das Bild der ganzen Versammmlung, die Kirche Gottes heißt. 2

Wie bei keiner anderen biblischen Gestalt vereinen sich in Maria Glaubenslehren und Formen persönlicher Frömmigkeit in nahezu allen Ausprägungen christlicher Spiritualität: Anrufung, Lobpreis, Feste, Ordensleben, Kunst oder volkstümliches Brauchtum, oft sehr emotional geprägt und als Kraftquelle für den einzelnen Menschen, die seinesgleichen sucht. Besonders die römisch-katholische Kirche hat - im Unterschied zu den Orthodoxen Kirchen und den Kirchen der Reformation - deshalb die Mariologie als eigene theologische Disziplin entwickelt, in der biblische, kirchengeschichtliche, systematische, spirituelle und symbolische Zugänge aufgezeigt werden.

Bartolomé Esteban Murillo: Mariä Himmelfahrt, um 1675, in der Hermitage in St. Petersburg
Bartolomé Esteban Murillo: Mariä Himmelfahrt, um 1675, in der Hermitage in St. Petersburg

Dogmatische Aussagen der katholischen Kirche über Maria, die im Laufe der Kirchengeschichte formuliert wurden, sind:
• Maria ist wahre Gottesmutter;
• sie hat Jesus jungfräulich durch den Heiligen Geist empfangen;
• sie ist auch bei und nach der Geburt Jungfrau geblieben;
• Maria blieb in ihrem Leben ohne Sünde;
• auch sie selbst wurde empfangen, ohne in die Erbsünde verstrickt zu sein;
• sie ist mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden.

Vor dem Hintergrund des Streites, ob Jesus göttlicher oder menschlicher Natur sei, wurde Maria im 4. Jahrhundert in theologischen Schriften als theotokos, Gottesgebärerin, bezeichnet. Der syrische Mönch Nestorius, gestorben um 451, lehnte diese Bezeichnung ab und hielt daran fest, dass Maria zwar die Mutter Jesu, nicht aber Gottes sei. Das Konzil von Ephesus verurteilte 431 die nestorianische Auffassung und bestätigte den Titel, der seitdem sowohl in der orthodoxen wie in der römisch-katholischen Kirche verwendet wird.

Schon sehr bald entstand in der jungen Kirche die Überlieferung von der jungfräulichen Geburt durch Maria, mit der die Göttlichkeit Jesu aufgezeigt werden soll. Sie beruhte auf der Auffassung, nicht Joseph, sondern Gott selbst sei durch den Heiligen Geist der wahre Vater Jesu gewesen (Lukasevangelium 1, 35). Auch der Islam verehrt Maria als sündenfreie Jungfrau Marjam.

Die Lehre von der Jungfräulichkeit Mariens wurde dann ausgeweitet zur Lehre von ihrer immerwährenden Jungfräulichkeit. Sie findet sich nicht im Neuen Testament, sondern erstmalig um 175 im Jakobus zugeschriebenen Protoevangelium (Kapitel 19 - 20), dann um 200 bei Origenes und Ende des 4. Jahrhunderts bei Petrus I. von Alexandria, Epiphanios von Konstantia, Johannes „Chrysostomus” und Augustinus von Hippo; sie kommt in den 373 bis 374 beschlossenen Taufbekenntnissen Zyperns, Syriens, Palästinas und Armeniens zum Ausdruck, wo von άειπάρθενος, immerwährender Jungfräulichkeit, gesprochen wird sowie 392 beim römischen Bischof Siricius. 553 wurde diese Lehre auf dem 2. Konzil von Konstantinopel anerkannt. Papst Martin I. erklärte 649 auf der unter seinem Vorsitz abgehaltenen SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. im Lateranspalast in Rom die immerwährende Jungfräulichkeit Marias zum Dogma. 680 schuf das 3. Konzil von Konstantinopel den Titel der heiligen unbefleckten Jungfrau.

Diese Lehre steht natürlich der Rede von Geschwistern Jesu entgegen; hinfort wurden die im Markusevangelium (6, 3) und an mehreren anderen Stellen der Evangelien, so z. B. im Matthäusevangelium 12, 46, erwähnten Geschwister Jesu als Halbgeschwister - Kinder aus einer ersten Ehe des bei der Verlobung mit Maria ja wohl schon alten Joseph - so einige ostkirchliche Väter - oder als Vettern und Basen von Jesus - so Hieronymus und heute der Katechismus der römisch-katholischen Kirche - bezeichnet.

Im frühen Mittelalter wurde Maria zum Urbild des glaubenden Menschen und so der Kirche als solcher und zur Fürsprecherin für die Bedrängten. Andreas von Kreta nannte sie erstmals Mittlerin, Augustinus Mutter der Glieder; im Osten wird damit v. a. Glaubenspraxis, im Westen eher die dogmatische Lehre von ihrer Erlösungskraft verbunden.

Die Vorstellung von der Jungfräulichkeit Marias wurde dann ausgeweitet auf ihre eigene unbefleckte Empfängnis, d. h. dass Marias Mutter Anna die Tochter empfangen habe, ohne dass damit die Erbsünde weitergegeben wurde. Das Fest der Empfängnis der Gottesmutter Maria hat Wurzeln bis zurück ins 8. Jahrhundert, auch in der Ostkirche. Unter dem Einfluss des schottischen Theologen Duns Scotus vertraten dann insbesondere die Franziskaner die Auffassung, dass Maria nicht mit Erbsünde behaftet sei. Das Konzil von Basel fasste darüber einen Beschluss.

Das Dogma von der unbefleckten Empfängnis dagegen wurde erst 1854 durch Papst Pius IX. verkündet. Die blaue Farbe ihres Mantels in zahlreichen Darstellungen ist das Symbol dieser Reinheit. Damit wurde das Marianische Jahrhundert in der katholischen Kirche eingeleitet, das seinen Höhepunkt fand in der Lehre von der leiblichen Aufnahme in den Himmel, dem jüngsten der Mariendogmen, verkündet 1950 von Papst Pius XII. Erste Überlieferungen von einem leeren Mariengrab gab es schon im 6. Jahrhundert. Der Psychologe Carl Gustav Jung gab diesem viel kritisierten Lehrsatz seine Deutung: Die Menschheit braucht in der Gestalt der göttlichen Frau eine transzendente Verankerung, um heil, um ganz zu werden.

Das der Überlieferung zufolge von Lukas gemalte Marienbild in der Kathedrale in Mdina auf Malta
Das der Überlieferung zufolge von Lukas gemalte Marienbild in der Kathedrale in Mdina auf Malta

Viele der Vorstellungen und Lehren über Maria haben Ur- und Vorbilder in anderen Religionen. In fast allen Völkern und Religionen findet sich die Vorstellung, dass besondere Menschen ohne menschlichen Erzeuger von einer Jungfrau geboren werden. Buddhas Mutter war ein reines Gefäß natürlicher Tugendhaftigkeit, frei von körperlichen Plagen und Begierden. 3 Die altägyptische Göttin Isis war Jungfrau und Mutter; auf ihrem Schoß sitzt ihr Knabe Horus, die Welt in der einen, das Zepter in der anderen Hand. Anath und Astarte waren Göttinnen, die nicht empfangen, aber gebären; alle Göttinnen der alten ägäischen Kulte waren Jungfrauen und Frauen ohne Ehemänner. Die babylonische Ischtar / Astarte galt als Herrin des Himmels; ihr Standbild gelangte im 7. Jahrhundert v. Chr. sogar in den Tempel nach Jerusalem, dort als Himmelskönigin verehrt (Jeremia 7, 18). Auf den Resten des Tempels der Göttin Artemis in Ephesus - der Göttin der Amazonen, der kriegerischen Jungfrauen des alten Griechenland - baute man - wohl nach dem Konzil von Ephesus - die Marienkirche.
vgl. hierzu => Diskussion zu Maria

Christa Mulack 4 schrieb: Mit der Verehrung der Gottesmutter gelingt wohl die grandioseste Auferstehung der Muttergöttin früherer Jahrtausende, deren Symbole und Titel sie übernimmt; sie wird zur liebreichen Herrin, thronenden Göttin, Gnadenspenderin, Retterin, Erhörerin von Gebeten, Meereskönigin, Maienkönigin, Herrin des Grünens und Blühens, sancta regina, stella maris, mater dolorosa.
vgl. auch hierzu => Diskussion zu Maria

Verehrung:

Die erste Maria geweihte Kirche in Rom errichtete der römische Bischof Julius I. um 345, die heutige Kirche Santa Maria in Trastevere.

Sowohl die Ost- wie auch die Westkirche führte zwischen dem 4. und dem 7. Jahrhundert eine Reihe von Marienfesten ein, die sich auf spezielle Ereignisse im Leben der Jungfrau bezogen. Dabei standen die wundersame Empfängnis und die im Protevangelium des Jakobus und im Pseudo-Matthäusevangelium beschriebene Geburt Marias am 8. September, die Verkündigung am 25. März sowie Marias Tod und ihre Himmelfahrt am 15. August im Mittelpunkt.

Das Marienlied Wunderschön prächtige (früher GL 892, seit 2013 nur noch in verschiedenen Refgionalteilen des GL)
ganzer Text mit Noten

Vom 3. bis ins 5. Jahrhundert stellten Predigten und Kunstwerke als eine Gegenreaktion auf den Arianismus die göttliche Natur Jesu in den Vordergrund. Byzantinische Darstellungen zeigten Christus als Pantokrator, als universellen und allmächtigen Herrscher. Während Jesus Christus in der Kunst so als ehrfurchtgebietende, richterliche Gestalt dargestellt wurde, fiel Maria mehr und mehr die Rolle der Fürsprecherin der Menschen in Not zu.

Durch an die Jungfrau Maria gerichtete Gebete und Fürbitten hoffte man, Gottes strenges Gericht zu mildern. Zu dieser Zeit kam der Rosenkranz auf, eine Perlenschnur, nach der 150 Ave-Maria und später zusätzlich 15 Vaterunser gebetet wurden. Aus der gleichen Zeit stammt der Angelus sowie verschiedene Litaneien und Anrufungen, die sich der biblischen Metaphorik bedienten und Maria als mystische Rose und Turm Davids verehrten.

Fra Angelico: Maria mit dem Jesuskind, umringt von Heiligen, mit Hinweis auf die Kreuzigung, 1438 - 40, im Museum von San Marco in Florenz
Fra Angelico: Maria mit dem Jesuskind, umringt von Heiligen, mit Hinweis auf die Kreuzigung, 1438 - 40, im Museum von San Marco in Florenz

Aufgrund der Lehre von der leiblichen Himmelfahrt Mariä kann es keine Körperreliquien von Maria geben. Hoch verehrt ist aber der Gürtel der Maria, den sie der Überlieferung nach während ihrer Schwangerschaft aus Kamelhaar selbst anfertigte. Weil Thomas demnach bei ihrer leiblichen Aufnahme in den Himmel nicht anwesend war und auch diese bezweifelte, erschien ihm Maria und überreichte ihm diesen Gürtel. Er wird im Kloster Vatopedíou auf dem Athos bewahrt; auch in Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - wurde der angeblich echte Gürtel seit um 400 und dann in der 458 dafür errichteten Vlachernen-Kirche Kirche verehrt.

Altar mit der Gürtelreliquie im Dom in Prato
Altar mit der Gürtelreliquie im Dom in Prato

Die Reliquie im Dom in Prato in der Toskana erhebt ebenfalls den Anspruch, Marias Gürtel zu sein. Weitere Gürtelreliquien liegen in Santa Maria Maggiore in Rom, in Aachen, im Dom in Köln, im Kloster Andechs in Oberbayern, in Brügge, Arras und Praha / Prag.

In vielen Teilen der Welt existieren Marienwallfahrtsstätten. Im spanischen Kloster Montserrat verehrt man seit dem 12. Jahrhundert die Schwarze Madonna. Die Ikone der Jungfrau von Częstochowa zieht in Polen seit dem 14. Jahrhundert zahlreiche Pilger an; als 1655 die lutherischen Schweden vor Częstochowa standen, aber nach 40 Tagen die Belagerung abbrachen, wurde dies der schwarzen Madonna zugeschrieben; daraufhin stellte der polnische König Jan III. Kazimierz die Länder seines Königreichs unter ihren Schutz und erhob sie zur Königin Polens.

Die Schwarzen Madonnen sind auch anderswo nur selten durch Farbveränderung, Alter, Kerzen oder Weihrauch geschwärzt, sondern schwarz angelegt mit Beziehung auf das Hohelied 1, 5: Ich bin schwarz, aber schön. Schwarze Göttinnen lagen vielen antiken Kulten zugrunde. Das Bild Unserer Jungfrau von Guadalupe erinnert an eine Erscheinung, die 1531 stattgefunden haben soll. Auch im 19. Jahrhundert kam es zu einer Reihe solcher Visionen, die zur Entstehung neuer Wallfahrtszentren führten, so in Paris seit 1830, in Lourdes auf Grund der Visionen der Bernadette Soubirous seit 1858, im irischen Knock im County Mayo seit 1879, in Fátima in Portugal nach den Marienerscheiningen vor Lucia de Jesus und ihren Verwandten seit 1917.

Gnadenkapelle in Altötting
Gnadenkapelle in Altötting

Von den (im Jahr 2020) 9.943 Pfarreien in Deutschland stehen laut den Zahlen der Deutschen Bischofskonferenz 1379 unter Marias Patronat, damit lässt sie alle anderen – überwiegend männlichen – Heiligen deutlich hinter sich. Der bedeutendste Marienwallfahrtsort in Deutschland ist Altötting, wo in der Gnadenkapelle das Bild der Schwarzen Muttergottes aufbewahrt ist. Die Gnadenkapelle stammt in ihrem Grundbestand aus dem 8. Jahrhundert; um 1330 kam das in Burgund oder am Oberrhein entstandene frühgotische Bild einer stehenden Muttergottes mit dem Jesuskind nach Altötting, seitdem ist die Wallfahrt bezeugt. Die Wallfahrt in Kevelaer am Niederrhein geht zurück auf eine Vision des Kaufmanns Hendrick Busman, der danach 1642 die Kapelle errichtete, und einer weiteren Vision seiner Frau, die zum Erwerb eines Abbildes des Luxemburger Gnadenbildes Maria Consolatrix Afflictorum, Maria Trösterin der Betrübten führte. Nachdem 1647 die SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. in Venlo die Vorgänge geprüft und den Wallfahrtsort anerkannt hatte, entwickelte sich die Zahl der Besucher auf heute 800.000 pro Jahr und werden eine große Zahl von Wunderheilungen berichtet.

Die Verehrung der Maria eröffnet den Gläubigen, Trost, Beistand und Hilfe aus weiblich-mütterlicher Sicht zu erfahren. Maria bringt das fürsorglich-zärtliche Element in eine sonst weithin von Männern beherrschte Kirche und in eine weitgehend von männlichen Bildern geprägte Gottesvorstellung. Auch Protestanten lernen - nach den Exzessen der Reformation - die Bedeutung Marias zu erkennen als Frau, die alle Leiden des weiblichen Geschlechts durchgestanden hat: Schwangerschaft, uneheliche Mutterschaft, Armut, Flüchtlingselend, Witwendasein, Unverständnis bis zur Zurückweisung durch den Sohn (Markusevangelium 3, 31 - 35) und schließlich den schrecklichen Tod ihres Kindes. Neu zu entdecken ist Maria auch als Frau, die geschildert wird als zum Kreis der Apostel gehörend (Apostelgeschichte 1, 13f); überdeutlich ist die Tendenz der Zeugnisse, die Rolle von Frauen in der jungen Kirche kleinzureden an vielen Stellen des Neuen Testaments; Paulus erwähnte Marias Namen nicht ein einziges Mal.

Unabhängig von allen konfessionellen und dogmatischen Differenzen bleibt Maria die Frau, die als Mädchen aus dem Volk von Gott begnadet wurde, im Glauben lernen und reifen konnte und zu den ersten Nachfolgern und Zeugen ihres Sohnes wurde - somit allen Christen und besonders den Frauen ein bleibendes Vorbild.

Rogier van der Weyden: Lukas malt Maria mit dem Jesuskind, 1435, Museum of Fine Arts in Boston
Rogier van der Weyden: Lukas malt Maria mit dem Jesuskind, 1435, Museum of Fine Arts in Boston

In Mitteleuropa wurde die Schwalbe zu einem Attribut von Maria, weil sie um Mariä Verkündigung aus dem Süden kommen und um Mariä Geburt wieder dorthin abfliegen.

katholische Gedenktage:

Die katholische Kirche verehrt mit besonderer Liebe Maria, die selige Gottesgebärerin, die durch ein unzerreißbares Band mit dem Heilswerk ihres Sohnes verbunden ist (Sacrosanctum Concilium). Diese Verehrung stellt nach den Worten von Papst Paul VI. die goldene Regel christlicher Frömmigkeit dar (Marialis cultus, 1974)

Die Daten der Marienfeste wurden während des 2. Vatikanischen Konzils durch die KalenderreformNach Abschluss und im Auftrag des => 2. Vatikanischen Konzils wurde im Jahr 1969 eine Liturgiereform in der römisch-katholischen Kirche durchgeführt; in diesem Rahmen wurden auch Änderungen im Römischen Generalkalender vorgenommen; der erneuerte wurde mit dem 1. Januar 1970 in Kraft gesetzt. bestätigt oder neu festgelegt.

Relief: Verkündigung an und Krönung von Maria, 12. Jahrhundert, im Kreuzgang des Klosters Santo Domingo de Silos
Relief: Verkündigung an und Krönung von Maria, 12. Jahrhundert, im Kreuzgang des Klosters in Santo Domingo de Silos
  • Der 25. März ist Annunziata, das Hochfest der Verkündigung des Herrn an Maria.
  • Im Servitenorden wird das Gedenken an die Sieben Schmerzen Mariens auch am Freitag vor Palmsonntag begangen.
  • Am Samstag vor Palmsonntag, feiert der Kartäuserorden das Fest Mitleiden der allerseligsten Jungfrau.
  • Der Jesuitenorden feiert Maria als Mutter der Gesellschaft Jesu am 22. April mit einem Fest.
  • Am 26. April wird seit dem 17. Jahrhundert Consuleo, das Fest Unsere Liebe Frau vom Guten Rat, begangen.
  • Am 27. April, dem Nationalfeiertag, wird in Katalonien Unsere Liebe Frau von Montserrat verehrt.
  • Im Bistum Jaén wird am letzten Samstag im April das Hochfest Unsere Liebe Frau von la Cabeza gefeiert, am Sonntag findet dann die große Wallfahrt zum Santuario Virgen de la Cabeza statt.
  • In Nordafrika wird am 30. April das Hochfest Unsere Liebe Frau von Afrika gefeiert.
  • Am Sonntag nach Ostern wird im ehemals zum Kloster San Filippo d'Argiro gehörenden Bauernhof nahe Canolo bei Gerace in Kalabrien, heute Santuario Unsere Liebe Frau von Prestarona verehrt.
  • Der Samstag der zweiten Osterwoche ist im Bistum Barbastro-Monzón der gebotene Gedenktag Unsere Liebe Frau von El Puevo, und in der Stadt Palencia das Hochfest Unsere Liebe Frau von Puerto.
  • Als gebotenen Gedenktag begeht am Dienstag der dritten Osterwoche das Erzbistum Bologna den Tag Selige Jungfrau der Hilfe.
Mariano Bellver (1817 - 1876): Maria, Mutter des Göttlichen Hirten, im Seminar der Kapuziner im Stadtteil El Pardo in Madrid
Mariano Bellver (1817 - 1876): Maria, Mutter des Göttlichen Hirten, im Seminar der Kapuziner im Stadtteil El Pardo in Madrid Foto: Håkan Svensson (Xauxa)
  • am Samstag der dritten Osterwoche wird Maria, Mutter des Göttlichen Hirten begangen als Hochfest bei den Missionsfranziskanerinnen des Göttlichen Hirten und bei den Kapuzinerinnen der Mutter des Göttlichen Hirten, als Fest bei den Kapuzinern und bei den Franziskaner-Terziarinnen der Herde Mariens, als gebotener Gedenktag im Erzbistum Sevilla und bei den Söhnen der Heiligen Familie, als nicht gebotener Gedenktag im Bistum Asidonia-Jerez de la Frontera.
  • Der Samstag vor dem vierten Ostersonntag ist bei den == Rogationisten ein gebotener Gedenktag als Maria, Königin und Mutter des Rogate, Bittet
  • Der 1. Mai wird an manchen Orten als Maria Königin, ein nichtkanonisches Marienfest, begangen.
  • Die marianischen Sühneschwestern feiern am 2. Mai das Hochfest Maria Sühnerin (Reparadora).
  • Am 3. Mai wird in Polen das Hochfest Maria, Königin von Polen gefeiert.
Der „Schrein der Maria von Europa” in Gibraltar, errichtet nach der ersten Rückeroberung von den Mauren 1309, wiedereröffnet 1967
Der Schrein der Maria von Europa in Gibraltar, errichtet nach der ersten Rückeroberung von den Mauren 1309, wiedereröffnet 1967
  • Im Dominikanerorden wird am 8. Mai Maria als Ordenspatronin mit einem nicht gebotenen, aber empfohlenen Gedenktag gedacht.
    Je nach lokaler Tradition werden mit einer Messe verschiedene Marienfeste gefeiert: Unsere Liebe Frau vom heiligen Herzen Jesu, Mutter der schönen Liebe, Königin aller Heiligen.
    Im Bistum Lausanne-Genf-Fribourg und im Bistum Sion / Sitten, im Erzbistum Sevilla (gebotener Gedenktag), im Erzbistum Pamplona y Tudela (nicht gebotener Gedenktag) und im Bistum Cuenca (nicht gebotener Gedenktag), im Servitenorden, im Orden der Augustiner-Eremiten, bei den Monfortanern (gebotener Gedenktag), bei den Herz-Jesu-Priestern (SCJ) (gebotener Gedenktag), bei den Franziskaner-Observanten (nicht gebotener Gedenktag) und mit Messe an einigen Orten wird an diesem Tag der Maria, Mittlerin aller Gnaden gedacht (nicht zu verwechseln mit „Gratia Maria”).
    Im Erzbistum Valencia, im Erzbistum Pamplona y Tudela und bei den Augustiner-Eremiten wird der Tag auch als Maria, Mutter der Gnade begangen.
Unsere Liebe Frau von Monte-Toro
Unsere Liebe Frau von Monte-Toro
    Als Hochfest wird auf Menorca Unsere Liebe Frau von Monte-Toro gefeiert, die == Dienerinnen Marias feiern das Hochfest Unsere Liebe Frau der Gesundheit.
    Der Theatinerorden feiert als Fest Selige Jungfrau Maria, reinste Mutter, der Piaristenorden das Fest Selige Jungfrau Maria, Mutter der frommen Schulen.
  • Bei den Brüdern der christlichen Schulen wird an diesem Tag, dem 8. Mai, das Fest Maria, Jungfrau vom Stern gefeiert. Stella maris, Meerstern, ist die vermeintliche Übersetzung des Namens Maria; Maria wird unter diesem Titel verehrt, da sie die Gläubigen zu Christus führt, so wie ein Stern auf dem Meer den Seeleuten die Orientierung ermöglicht und sie so an ihr Ziel führt; ferner wird Maria in der Lauretanischen Litanei unter dem Titel Morgenstern angerufen, weil sie Christus, der Sonne der Gerechtigkeit vorangeht, wie der Morgenstern der Sonne vorangeht.
  • Der Samstag vor dem 2. Sonntag im Mai wird gefeiert als Unsere Liebe Frau von Argeme mit Hochfest in der Stadt Coria und Fest im übrigen Bistum Coria-Cáceres sowie als Unsere Liebe Frau der Verlassenen mit Fest im Bistum Orihuela-Alicante; dieses Fest wird einen Tag darauf gefeiert auch als Hochfest in der Stadt Valencia und als Fest im übrigen Bistum Valencia.
  • Der 12. Mai ist bei den Marianisten gebotener Gedenktag für Maria, Mittlerin aller Gnaden. Im Bistum Rimini und bei den == Missionaren vom kostbaren Blut wird an diesem Tag Maria, Mutter der Barmherzigkeit als nicht gebotener Gedenktag begangen. Die Töchter der Mutter der Kirche feiern das Hochfest Maria, Mutter der Kirche.
  • Am 13. Mai ist der Gedenktag der Erscheinungen in Fátima vor Lúcia de Jesus und ihren Verwandten. In Rom wird an diesem Tag - und am 1. November - die Weihe der Kirche zu den Märtyrern, des früheren Pantheon an Maria bedacht. Bei den == Eucharistinern wird das Fest Unsere Liebe Frau vom Allerheiligsten Sakrament gefeiert, bei den Augustiner-Eremiten Maria - Auxilium - Hilfe der Christen.
  • Am 15. Mai wird das Gedenken ihrer Erscheinung an der Stadtmauer in Pera, einer Vorstadt von Konstantinopel - dem heutigen Stadtteil Beyoğlu in Ístanbul - begangen.
  • Am Samstag der vierten Osterwoche wid in Luxemburg das Hochfest Maria, Trösterin der Betrübten gefeiert.
  • Am Donnerstag der sechsten Osterwoche (also an Christi Himmelfahrt, die in Italien erst am darauffolgenden Sonntag gefeiert wird) feiert das Erzbistum Bologna Selige Jungfrau von San Luca.
  • Am Samstag nach Christi Himmelfahrt wird an manchen Orten Maria als Königin der Apostel gedacht.
  • Am 22. Mai wird Marias Verehrung in der Hagia Sophia in Konstantinopel begangen auf Veranlassung von Sophia, der Frau von Kaiser Justinian.
  • Der 24. Mai ist das Fest Auxilium - Maria, Hilfe der Christen, auch Schutzmantelfest. Die Missionare vom Kostbaren Blut feiern an diesem Tag das Fest Unsere Liebe Frau vom Kostbaren Blut, im Jesuitenorden wid Unsere Liebe Frau vom Weg als nicht gebotener Gedenktag begangen, im Bistum Jerez de la Frontera und im Kartäuserorden das Hochfest Unsere Liebe Frau der Verteidigung gefeiert und in Tunis Unsere Liebe Frau von Karthago bedacht.
  • Der 4. Freitag im Mai ist ein gebotener Gedenktag im Bistum Altamura-Gravina-Acquaviva delle Fonti und im Erzbistum Bari-Bitonto als Maria, Königin von Apulien.
Santuario Maria delle Milizie bei Scicli auf Sizilien
Santuario Maria delle Milizie bei Scicli auf Sizilien, gebaut 1721, bis 1915 Franziskanerkloster
  • Am letzten Samstag im Mai feiern die == Missionare des Heiligen Herzens das Hochfest Unsere Liebe Frau vom Heiligen Herzen; die == Combonimissionare begehen den Tag als gebotenen Gedenktag. In Scicli auf Sizilien wird am selben Tag die Marienstatue Madonna delle Milizie, die Madonna des Volksheeres gefeiert, die dort in der Kirche San Guglielmo bewahrt wird; dies geht zurück auf das in einer Legende des 17./18 Jahrhunderts erzählte Erscheinen der Maria hoch zu Ross beim Kampf gegen die Muslimen 1091 an der Stelle des heutigen Santuario Maria delle Milizie oberhalb der Küste - ähnlich wie Jakobus in der Schlacht bei Clavijo -; so ermutigt eroberte Normannenfürst Roger I. die Insel.
  • Im Marianistenorden wird am 25. Mai der gebotene Gedenktag Maria, Helferin begangen.
  • In Genua wird seit 1637 am 27. Mai Maria als Königin Genuas gefeiert.
  • Am 28. Mai gibt es im Bistum Segovia den nicht gebotenen Gedenktag Unsere Liebe Frau von Hormuez
  • Am 31. Mai wird mit dem Fest Visitatio, der Heimsuchung Mariä, also der Begegnung zwischen Maria und Elisabeth gedacht. In Deutschland ist dieser Festtag am 2. Juli.
  • Am 1. Juni wird in Kevelaer der Einsetzung des Gnadenbildes Maria – Trösterin der Betrübten im Jahr 1642 gedacht und in der Stadt Cuenca das Hochfest Unsere Liebe Frau vom Licht (de la Luz) gefeiert.
  • Am 9. Juni wird in Rom und zahlreichen Diözesen der Welt Gratia Maria, das nichtkanonische Fest Maria, Mutter der Gnade gefeiert. Die == Monfortaner begehen diesen Tag als gebotenen Gedenktag Maria, Sitz der Weisheit.
  • Mit einer Messe an einigen Orten wird am 12. Juni der Tag als Maria von der Hilfe - nicht zu verwechseln mit Maria - Auxilium am 24. Mai und Maria von der immerwährenden Hilfe am Sonntag vor dem 24. Juni - begangen.
  • Am Samstag der Woche nach Fronleichnam wird der Gedenktag Unbeflecktes Herz Mariä begangen.
  • Hochfest bei den Palottinern und den Misioneras Cruzadas de la Iglesia, den Missionarinnen des Kreuzzugs für die Kirche, Fest im Ordensverband der Paulaner und gebotener Gedenktag bei den == Monfortanern ist am Samstag vor Pfingsten das Gedenken an Maria, Königin der Apostel; am selben Tag feiern die == Jüngerinnen Jesu das Hochfest Maria, Mutter der Kirche.
  • Maria, Mutter der Kirche wird seit 2018 in der ganzen katholischen Kirche am Pfingstmontag gefeiert als Fest. Schon seit längerem wurde dies an diesem Tag als Fest in Polen und Hochfest in den Bistümern Szczecin-Kamień, Drohiczyn und Ełk gefeiert. In der Stadt Santander ist der Tag der gebotene Gedenktag Unsere Liebe Frau, die Jungfrau vom Meer.
  • Am 16. Juni wird Maria in Verehrung in Steno bei Konstantinopel in der von Kaisergattin Eudokia gegründeten Kirche verehrt.
  • Am Samstag nach Trinitatis ist in Ágreda bei Soria und Umgebung das Hochfest Unsere Liebe Frau von den Wundern
  • Mit Messe an einigen Orten und als Hochfest bei den Missionaren von Maria, der Trösterin der Betrübten wird am 20. Juni Maria vom Trost begangen.
  • Das Bistum Opole / Oppeln feiert am 21. Juni die Hauptpatronin der Stadt Opole, Maria von Oppeln, mit einem Hochfest in der Stadt Oppeln und gebotenem Gedenktag im Bistum
  • Die automobilisierten Streitkräften des Landheeres im spanischen Militärerzbistum feiern am 23. Juni das Hochfest Unsere Liebe Frau von den Engeln.
  • Am Sonntag vor dem 24. Juni ist der Gedenktag Maria von der immerwährenden Hilfe.
  • Im Erzbistum Poznań / Posen wird am 25. Juni der gebotene Gedenktag Maria von Święta Góra (Heiligberg) in Gostyń begangen.
  • Am 27. Juni ist örtlich der Tag des Gedenkens an Maria von der immerwährenden Hilfe.
  • Am 2. Juli wird in Deutschland das Fest Visitatio gefeiert.
Lukas Cranach der Ältere: Gnadenbild „Maria Hilf”, 1537, im Dom in Innsbruck
Lukas Cranach der Ältere: Gnadenbild Maria Hilf, 1537, im Dom in Innsbruck
  • Am Samstag vor dem ersten Sonntag im Juli wird in Innsbruck des Gnadenbildes Mariahilf gedacht. Erzherzog Leopold V. brachte es 1619 in die Hofburg nach Innsbruck, sein Sohn Ferdinand Karl ließ es am 3. Juli 1650 in die Pfarrkirche St. Jakob - den heutigen Dom - übertragen.
  • Am 5. Juli wird seit Anfang unseres Jahrhunderts Lätizia, das Gedächtnisfest an die sieben Freuden Marias, gefeiert.
  • Am 9. Juli feiern die Arnsteiner Patres das Fest Königin des Friedens als Fest der Ordenspatronin; an einigen anderen Orten wird eine Messe gelesen. Im Passionistenorden wird an diesem Tag Maria als Mutter der Hoffnung bedacht. An diesem Tag wird auch an einigen Orten eine Messe gefeiert in Erinnerung an das Wunder im von Napoleon bedrängten Rom, als - beginnend am 9. Juli 1796 - mehrere Marienbilder die Augen bewegten; das Wunder wurde mit päpstlichem Dekret 1797 anerkannt, die Messfeier von Papst Pius VI. 1797 genehmigt.
  • Am 11. Juli begehen die Marianer von der Unbefleckten Empfängnis den nicht gebotenen Gedenktag der Tugenden der allerseligsten Jungfrau Maria.
Ex voto an der Gnadenkapelle in der Klosterkirche Einsiedeln
Ex votoMit Ex voto (lateinisch: „aufgrund eines Gelübdes”) oder Votivtafel bezeichnet man Tafeln, die nach erfolgreicher Hilfe zur Erfüllung eines Gelübdes an den Ort der Gnade gebracht und dort ausgestellt werden, oft mit Darstellung der abgewendeten Notsituation. an der Gnadenkapelle in der Klosterkirche Einsiedeln
  • Der 16. Juli ist seit Anfang des 18. Jahrhunderts Carmen, das Fest Unsere Liebe Frau auf dem Berge Karmel.
    Im Bistum Chur wird an diesem Tag das vor 1440 entstandene Gnadenbild der Schwarzen Madonna, die Die Muttergottes von Einsiedeln mit gebotenem Gedenktag gefeiert.
  • Der 17. Juli ist der Gedenktag Mariä Demut.
  • Am Samstag vor dem vierten Sonntag im Juli wird fallweise Maria als Mutter der Barmherzigkeit verehrt.
  • Am 2. August wird das Portiuncula-Fest begangen zum Andenken an das von Franziskus benutzte Kirchlein Santa Maria degli Angeli, Unserer lieben Frau von den Engeln.
  • Am 5. August wird mit dem Fest Maria Schnee der Jahrestag der Neueinweihung der Basilika S. Maria Maggiore in Rom begangen; ihrer wird auch in der Stadt Vitoria als Patronin gedacht, wo die weiße Jungfrau verehrt wird. Im Bistum Ibiza wird an diesem Tag Maria von Ibiza gefeiert, in der Stadt Ceuta Unsere Liebe Frau von Afrika, in der Stadt Alicante seit 1535 Virgen del Remedio, Jungfrau von der Hilfe / Arznei.
  • Am 11. August wird im Bistum Warmia / Ermland in Polen Maria von Święta Lipka / Heiligelinde gefeiert mit einem gebotenen Gedenktag.
  • Am 13. August wird mancherorts Maria als Zuflucht der Sünder geehrt.
  • Der 15. August ist mit Assunta, dem Hochfest Aufnahme Marias in den Himmel, der wohl wichtigste Marien-Feiertag. In der Stadt Sevilla wird zudem das Hochfest Unsere Liebe Frau der Könige gefeiert, im Bistum Asidonia-Jerez de la Frontera das Hochfest Unsere Liebe Frau der Liebe.
Marienkrönung durch Christus (links) und Gottvater (rechts), 1477 - 1389, in der Marienkirche in Krakau
Marienkrönung durch Christus (links) und Gottvater (rechts), 1477 - 1389, in der Marienkirche in Krakau

  • Auf den 22. August legte das 2. Vatikanische Konzil das Fest Regina, Maria, Königin des Himmels.
  • Am 26. August wird mit einem Hochfest in Częstochowa / Tschenstochau die Schwarze Madonna von Częstochowa, die Hauptpatronin der Stadt, gefeiert.
  • Am 28. August wurde gelegentlich das Fest der Erinnerung an alle Feste der Heiligen Jungfrau Maria gefeiert.
  • Am Samstag vor dem letzten Sonntag im August wird in einigen Kirchen der Tag Heil der Kranken und am Samstag nach dem 28. August, dem Fest des Augustinus, der Tag der Maria vom Trost gefeiert.
  • Am letzter Samstag im August wird in der Stadt Almería das Hochfest Unsere Liebe Frau vom Meer gefeiert.
  • Am 30. August feiert der == Birgittenorden das Fest der Verherrlichung Mariä.
  • Am 31. August wird traditionell - in Belgien bis heute - der nicht gebotene Gedenktag Maria, Mittlerin der Gnade begangen.
Agustín der Ridaura: Unsere Liebe Frau von den Engeln von Puig, 17. Jahrhundert, in der Kathedrale in Valencia
Agustín der Ridaura: Unsere Liebe Frau von den Engeln von Puig, 17. Jahrhundert, in der Kathedrale in Valencia
  • Am 1. September feiert das Erzbistum Valencia Unsere Liebe Frau von den Engeln von Puig als Fest; im Mercedarierorden wird der Tag als gebotener Gedenktag begangen. Am selben Tag ist im Erzbistum Warmia / Ermland der Gedenktag Königin des Friedens und im Bistum Lugano das Fest Maria del Sasso, Maria vom Felsen.
  • Der Gedenktag Maria, Mutter des göttlichen Hirten am 3. September wird im Allgemeinen nur noch selten begangen; in der Paulinischen Familie - den durch Jakob Alberione gegründeten Kongregationen - ist der Tag aber gebotener Gedenktag unter dem Namen Mutter des guten Hirten.
  • Der erste Sonntag im September ist in El Escorial bei Madrid der Tag Nuestra Señora de la Herrería, Unsere Liebe Frau vom Schmiedehammer.
  • Als Hochfest wird am 4. September im Orden der Augustiner-Eremiten und bei den Schwestern Unserer Lieben Frau vom Trost Maria als Mutter des Trostes mit einem Hochfest gefeiert.
  • Gebotener Gedenktag ist bei den Marianisten der 5. September als Maria, Königin der Apostel.
  • Am 6. September feiert man Unsere Liebe Frau vom Gürtel als Hochfest in der Stadt Tortosa und als Fest im übrigen Bistum Tortosa.
Kirche Our Lady of Victories in Valletta
Kirche Our Lady of Victories in Valletta
  • Am 8. September begeht die katholische Kirche das Fest Mariä Geburt, schon seit dem 6. Jahrhundert zunächst in der Ostkirche gefeiert, ab dem 10. Jahrhundert auch in der Westkirche verbindlich.
    In den Erzbistümern Mérida-Badajoz und Toledo sowie in den Bistümern Coria-Cáceres und Plasencia wird an diesem Tag die Jungfrau Maria von Guadalupe gefeiert.
    Die Katholische Kirche in Malta feiert an diesem Tag das Fest Unsere Frau der Siege. Nach ihr ist auch die Kirche Our Lady of Victories - das älteste im Kern erhaltene Gebäude in Valletta - benannt. In Kuba wird die 1916 von Papst Benedikt XV. zur kubanischen Schutzpatronin ernannte Virgen de la Caridad del Cobre, die Jungfrau von der Barmherzigkeit in der Kupfermine gefeiert.
  • Im Bistum Albacete in Spanien wird an diesem Tag die Jungfrau von Los Llanos, als Hochfest gefeiert, sie ist auch Patronin der Stadt Albacete. In der Stadt Albarracín bei Teruel wird Maria von Albarracín als Hochfest begangen, im Bistum Canarias - dem Bistum für die Kanarischen Inseln - Unsere Liebe Frau von der Kiefer (del Pino) als Hochfest, im Bistum Ciudad Rodrigo und in der Provinz Salamanca Unsere Liebe Frau von la Peña de Francia als Hochfest im Bistum und als Fest in der Provinz, in der Stadt Córdoba Unsere Liebe Frau von Fuensanta als Hochfest und in den Gemeinden rund ums Santuario nahe Villanueva del Arzobispo als Fest, in der Stadt Huelva Unsere Liebe Frau vom Gürtel als Hochfest, in der Stadt Lora del Río im Erzbistum Sevilla Unsere Liebe Frau von Setefilla als Fest, in der Stadt Maó / Mahón auf Menorca Unsere Liebe Frau der Gnade als Hochfest, im Bistum Málaga und im Paulanerorden Unsere Liebe Frau vom Sieg als Hochfest im Bistum und als Fest im Orden, im Bistum Mondoñedo-Ferrol: Unsere Liebe Frau von den Heilmitteln als Fest der Mitpatronin des Bistums, in der Stadt Orihuela: Unsere Liebe Frau von Montserrat als Hochfest der Stadtpatronin, im Bistum Oviedo: Unsere Liebe Frau von Covadonga als Hochfest, in der Stadt Salamanca Maria von der Au (de la Vega) als Hochfest der Stadtpatronin, in der Stadt San Sebastian Unsere Liebe Frau vom Chor (del Coro) als Fest, im Bistum Segovia Unsere Liebe Frau von Soterraña als Fest, im Bistum Urgel Unsere Liebe Frau von Núria als Hochfest und im Bistum Valladolid Unsere Liebe Frau von Sankt Laurentius von Rom als Hochfest der Stadtpatronin.
Maria von Valvanera, dem Kloster bei Anguiano, „die Sonne von La Rioja (der spanischen autonomen Gemeinschaft)”
Maria von Valvarena, dem Kloster bei Anguiano, die Sonne von La Rioja, (der spanischen autonomen Gemeinschaft)
  • Am Sonntag nach dem 8. September feiert das Bistum Calahorra y La Calzada - Logroño Maria von Valvanera mit einem Hochfest. => ULF von Valvanera im Marienlexikon. In Murcia im Bistum Cartagena wird das Hochfest der Jungfrau de la Fuensanta, der Jungfrau von der heiligen Quelle, gefeiert; diese wird im Santuario Virgen de la Fuensanta auf einem Hügel südlich der Stadt verehrt, seit sie dort 1694 an einer Quelle erschien und eine langanhaltende Dürre beendete. Im Ortsteil Orito von Monforte del Cid bei Alicante wird im dortigen Santuario die Jungfrau von Orito gefeiert, eine 1555 aufgefundene, nur 42 Millimeter große Alabaster-Statue.
  • Am 9. September wird in Solsona in Spanien Unsere Liebe Frau vom Kreuzgang (del Claustro) als Hochfest gefeiert; im Mercedarierorden, in Aragón, in Katalonien und in der Region Valencia Unsere Liebe Frau vom Olivenhain (del Olivar) als gebotener Gedenktag begangen, im Bistum San Sebastián das Fest Unsere Liebe Frau von Aránzazu gefeiert und im Bistum Segovia der nicht gebotene Gedenktag Unsere Liebe Frau von Hontanares begangen.
  • Am 10. September begeht das Erzbistum Bologna den gebotenen Gedenktag Maria vom Leben.
  • Am 11. September wird im Bistum Segorbe-Castellón der Gedenktag Unsere Liebe Frau von der Heiligen Höhle begangen.
  • Am 12. September wird mit Mariä Namen auch des Sieges über die Türken bei Wien im Jahr 1683 gedacht. Im Bistum Sigüenza-Guadalajara wird Unsere Liebe Frau der Gesundheit als Fest in der Stadt Siguenza und als gebotener Gedenktag im übrigen Bistum gefeiert.
Gnadenbild „Maria ad Rupes” im Santuario in Castel Sant'Elia
Gnadenbild Maria ad Rupes im Santuario in Castel Sant'Elia
  • Ebenfalls am 12. September wird im Bistum Vitoria Maria von Estíbaliz als Fest gefeiert; im Bistum Segovia wird Unsere Liebe Frau von Henar als nicht gebotener Gedenktag begangen; bei den Missionaren der Heiligen Herzen und im Bistum Mallorca wird die Muttergottes von Lluc verehrt; im Kartäuserorden in den Erzbistümern Barcelona und Valencia wird Maria von Montealegre als Hochfest gefeiert; im Bistum Gliwice / Gleiwitz Maria, Mutter der sozialen Gerechtigkeit und Liebe, die Muttergottes von Piekar, als gebotener Gedenktag der Diözesanpatronin und im Erzbistum Katowice / Kattowitz Maria von Piekar als Hochfest der Hauptpatronin; im Bistum Rzeszów Maria von Rzeszów als gebotener Gedenktag; im Bistum Civita Castellana wird Maria ad Rupes, Maria zu den Felsen, als Diözesanpatronin in ihrem Santuario in Castel Sant'Elia.
„Jungfrau von der guten Erscheinung” im Santuario Bien-Aparecida
Jungfrau von der guten Erscheinung im Santuario Bien-Aparecida
  • Der 15. September mit dem Fest Maria Dolores, dem Gedächtnis der Sieben Schmerzen der seligen Jungfaru Maria, wurde 1814 von Papst Pius VII. eingeführt, zuvor wurde der Tag seit 1724 am Freitag vor Karfreitag und am dritten Sonntag im September begangen. In Malta liegt der gebotene Gedenktag noch immer auf diesem Termin.
    Im Bistum Santander und in Kantabrien wird an diesem Tag, dem Tag ihrer Erscheinung im Jahr 1605 vor Hirtenkindern, die Bistumspatronin und Patronin von Kantabrien, die Jungfrau von der guten Erscheinung gefeiert, die im Santuario Bien-Aparecida bei Ampuero verehrt wird.
  • Am 16. September wird in Kolumbien Unsere Liebe Frau von Las Lajas begangen.
  • Am 19. September feiern die Missionare Unserer Lieben Frau von La Salette das Hochfest Unsere Liebe Frau von La Salette
    Die Marienerschei­nung von La Salette
    La Salette im Marien­lexikon

  • Der 24. September ist seit Ende des 17. Jahrhunderts Mercedes, das Fest Barmherzige Maria, auch Maria vom Loskauf der Gefangenen. In England wird an diesem Tag der gebotene Gedenktag Unsere Liebe Frau von Walsingham begangen.
Aquädukt</a> in Segovia; in der Nische an dessen höchstem Bogen steht die Statue Unsere Liebe Frau von Fuencisla
Aquädukt in Segovia; in der Nische an dessen höchstem Bogen steht die Statue Unsere Liebe Frau von Fuencisla
  • Am 25. September feiert das Bistum Segovia Unsere Liebe Frau von Fuencisla als Hochfest in der Stadt Segovia und Fest im übrigen Bistum; in Reus im Erzbistum Tarragona wird Unsere Liebe Frau der Barmherzigkeit als Hochfest gefeiert.
  • Am 26. September feiert das Bistum Siedlice Maria von Leśna Podlaska als gebotenen Gedenktag.
  • Am 27. September wird im Somaskerorden das Hochfest Maria, Mutter der Waisen gefeiert.
  • Am 28. September wird im Bistum Segovia Unsere Liebe Frau von la Peña de Francia als nicht gebotener Gedenktag begangen.
  • Am 1. Oktober feiert das Bistum Lleida Unsere Liebe Frau von der Akademie als Hochfest in der Stadt Lleida und als gebotener Gedenktag im übrigen Bistum.
  • Am 2. Oktober wird in Catania der Übertragung des wundersamen Bildes der Maria Hodegetria gedacht.
  • Am 7. Oktober wird Rosa gefeiert, das Rosenkranzfest mit dem Rosenkranzgebet im Mittelpunkt.
  • Am 10. Oktober wurde in Como der Erscheinung Marias gedacht.
  • Der 11. Oktober wurde seit 1931 als Mutterschaft Marien begangen; er ist heute ein nichtkanonisches Marienfest, weil nun der Tag auf den 1. Januar gelegt wurde. Im Bistum Eichstätt wird der Tag als nicht gebotener Gedenktag Maria, dreimal wunderbare Mutter begangen, im Bistum Bilbao als Unsere Liebe Frau von Begoña. Die == Monfortaner begehen den gebotenen Gedenktag Maria, Mutter der Kirche.
  • Am 12. Oktober ist Pilár, das nichtkanonische Fest des Heiligtums Unsere Liebe Frau von der Säule in Saragossa.
    Am selben Tag wird in Brasilien Unsere Liebe Erschienene Frau als Hochfest gefeiert. In Aparecida bei São Paulo erschien 1717 Maria drei Fischern in einer Marienstatue, an der in der Folge zahlreiche Wunder geschahen. Die heutige Basilika ist ihrem Volumen nach noch vor dem Petersdom die größte katholische Kirche der Welt und hat Platz für bis zu 70.000 Menschen, sie steht an dritter Stelle in der Statistik der Wallfahrtorte mit jährlich 7,3 Millionen Pilgern.
  • Mariä Reinheit wird an einigen Orten am 16. Oktober gedacht.
  • Der Erscheinung vor Bernhard von Clairvaux wird am 18. Oktober gedacht.
  • Im Bistum Girona wird am 25. Oktober der gebotene Gedenktag Unsere Liebe Frau del Collell begangen.
  • In Rom wird am 1. November - und am 13. Mai - die Weihe der Kirche zu den Märtyrern, des früheren Pantheon an Maria bedacht.
  • Das Bistum Eisenstadt feiert am 3. November im Eisenstädter Dom den gebotenen Gedenktag Allerseligste Jungfrau Maria von den armen Seelen als Weihetag der Domkrypta.
Statue der Maria von Almudena in der Kathedrale in Madrid
Statue der Maria von Almudena in der Kathedrale in Madrid
  • Am 9. November wird in Madrid, wo ihr die Kathedrale geweiht ist, Maria von Almudena gefeiert. Almudena war die Bezeichnung für die muslimische Medina, die an der Stelle des heutigen Königspalastes und der neuen Kathedrale von Madrid stand; bei der Eroberung der Stadt durch König Alfons VI. 1085 wurde dort an der damaligen Stadtmauer das Gnadenbild der Maria gefunden, das die Volksfrömmigkeit dann unter dem Namen der alten Stadt verehrte. Die alte muslimische Moschee wurde daraufhin zur ihr geweihten Kirche; diese wurde 1868 für den Bau der neuen Kathedrale abgerissen, dort steht nun der alte Altar mit dem Gnadenbild. Heute wird der Tag als Hochfest im Bistum Madrid und als Fest im Bistum Getafe begangen.
  • Am Sonntag nach Allerheiligen wird an einigen Orten, besonders in Spanien, Maria von der Fürbitte (für die Armen Seelen im Fegefeuer) begangen.
  • Auch die katholische Kirche gedenkt Mariä Schutz und Fürbitte, nämlich am zweiten Samstag im November.
  • Der 2. Sonntag im November ist gebotener Gedenktag in der Stadt San Marino als Selige Jungfrau der Barmherzigkeit
  • An einigen Orten wird am Samstag vor dem dritten Sonntag im November der Gedenktag Mutter der Göttlichen Vorsehung gefeiert; bei den Pavonianern ist dies ein gebotener Gedenktag.
  • Der 15. November wird bei den Barnabiten und den Englischen Schwestern des heiligen Paulus, den Angeliken, als Hochfest und bei den == Monfortanern als gebotener Gedenktag Maria, Mutter der Göttlichen Vorsehung gefeiert. Die Söhne des Kleinen Werkes der Göttlichen Vorsehung, die Kleinen Missionsschwestern von der Liebe und die Blinden Sakramentinerinnen feiern an diesem Tag das Fest Unsere Liebe Frau der Göttlichen Vorsehung.
  • Am 16. November feiern die Kamillianer das Fest Maria, Heil der Kranken. Die Marianer von der Unbefleckten Empfängnis begehen an diesem Datum den gebotenen Gedenktag Unsere Liebe Frau der Barmherzigkeit. Maria, Mutter der Barmherzigkeit wird als Hochfest im Erzbistum Białystok und in der Stadt Skarżysko-Kamienna, als Fest in den Bistümern Drohiczyn, Ełk - Lyck, Łomża, Szczecin - Kamień und Warmia - Ermland, als gebotener Gedenktag im Bistum Warszawa-Praga und als nicht gebotener Gedenktag im Bistum Warschau gefeiert.
  • Der 21. November ist der Gedenktag Maria - Unsere liebe Frau in Jerusalem, früher Mariä Tempelgang oder Mariä Opferung.
  • Auch ein nur noch selten begangener Tag ist am 27. November der Gedenktag Unbefleckte Empfängnis von der wunderbaren Medaille.
  • Im Malteserorden wird am 2. Dezember der gebotene Gedenktag selige Jungfrau Maria, Ursache unserer Freude begangen.
  • Am 10. Dezember wird der Übertragung des heiligen Hauses, in dem Maria wohnte und Jesus aufwuchs, nach Loreto gedacht. Der Gedenktag ist im Martyrologium Romanum von 2001/2004 nicht mehr enthalten, 2019 wurde er per Dekret der Gottesdienstkongregation wieder in den Kalender aufgenommen.
  • Am 8. Dezember, neun Monate vor Mariä Geburt, wird Conception, das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, gefeiert.
  • Der 12. Dezember ist seit 2002 in den Römischen Kalender als Tag der Jungfrau Maria von Guadalupe aufgenommen.
  • Am 18. Dezember, eine Woche vor Weihnachten, wird Mariä Erwartung begangen.

orthodoxe Gedenktage:

  • Auch die Orthodoxen Kirchen feiern den Tag der Beschneidung des Herrn am 1. Januar.
  • Der 25. März ist Annunziata, das Hochfest der Verkündigung des Herrn an Maria.
  • Der dritte Sonntag der Osterzeit ist Sonntag der Myrrhophoren.
  • Am 8. Mai wird in Kassiopi auf Korfu die Wundersame Heilung von Stephanos dem Erblindeten durch die Heiligste Gottesmutter gefeiert.
  • Der Niederlegung des Kleides der Gottesmutter im Blachernen-Palast in Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - wird am 2. Juli gedacht. Die Blachernen-Kirche beim kaiserlichen Palast wurde 452 von Kaiserin Pulcheria Aelia errichtet, um das Kleid Marias und ihre Tücher, die man nach ihrer Entschlafung im leeren Grab fand, aufzubewahren. 473 ließ Kaiser Leo I. eine neue Kirche in der Nähe der Kapelle der Pulcheria erbauen, der er den Namen Sankt Maria von Blachernae gab und deren Weihe am 31. Juli gedacht wird. Seit dem späten 5. Jahrhundert wurde hier auch das Maphorion, der lange blaue Schleier der Maria, verwahrt.
  • Der 15. August ist auch in der Orthodoxen Kirche mit Dormition - Entschlafung, ein wichtiger Marien-Feiertag.
  • Das Fest der Niederlegung des Gürtels in Konstantinopel in den Jahren 395 bis 408 wird am 31. August - in der griechisch-orthodoxen Kirche am 12. April - gefeiert.
  • Am 1. September wird der Erscheinung der Gottesmutter in Miasena in Armenien bei Melitene - dem heutigen Malatya in der Türkei - im Jahr 864 gedacht.
  • Am 1. Oktober feiert die Orthodoxe Kirche das Fest Maria Schutz und Fürbitte.
  • Am 28. Oktober gedenkt die griechische Orthodoxe Kirche des Schutzes der Gottesmutter, insbesondere im Gedenken an den Schutz vor dem faschistischen Italien 1940

armenische Gedenktage:

  • allgemeine Gedenktage für Maria sind in der Armenischen Kirche auch der 15. Februar, der 9. April und der 26. Dezember.
  • Der Tag der Beschneidung des Herrn wird am 1. Januar gefeiert.
  • Der Auffindung von Marias Schleier in einem Kästchen wird am 2. Juli gedacht. Die liturgische Feier hierzu findet am 5. Sonntag nach Pfingsten statt. Der Gedenktag wurde von den Orthodoxen übernommen, die die Auffindung des Schleiers feierten; bei der Übersetzung gab es einen Fehler, so dass aus Schleier Kästchen/Schatulle wurde; dies wurde schließlich dahingehend korrigiert, daß nun die Auffindung des Kästchens, in dem sich der Schleier befunden haben soll, gefeiert wird.
  • In den Acta Sanctorum wird der 21. Juli als Festtag der Gottesgebärerin aufgeführt.
  • Gedenktag für die Auffindung des Gürtels und seine Niederlegung in der Gottesmutterkirche von Chalcopratiae ist der 31. August. Die liturgische Feier hierzu ist am 3. Assumptionssonntag.
  • Das Fest der Gottesmutter, von Gregor dem Erleuchter eingeführt, wird am 25. August gefeiert.

koptische Gedenktage:

  • Als Tag der Beschneidung des Herrn wird der 1. Januar gefeiert.
  • Als Unsere Liebe Frau der Saaten wird der 15. Januar als Fest gefeiert. Am selben Tag wird der Wallfahrt zur Gottesmutter in Jabal al-Tayr gedacht.
  • Ein allgemeiner Gedenktag für Maria ist der 25. Januar.
  • Maria als Fürsprecherin wird am 10. Februar angerufen.
  • Der Beginn der Erscheinungen auf der Kuppel der Maria geweihten Kirche in Zeitoun - dem Vorort von Kairo - im Jahr 1968 wird am 20. März bedacht.
  • Zur Erinnerung an das Wunder, durch das Maria bei der Rückkehr aus Ägypten bei El-Mahama/Mostorod - heute im Stadtgebiet von Kairo - eine Quelle hervorsprudeln ließ und an die Weihe ihrer Kirche dortselbst wird der 2. Juni begangen.
  • Am 22. August wird Unsere Liebe Frau in Kappadokien gefeiert.
  • Am 31. August wird der Gürtung ihrer Hüften durch ihre Eltern gedacht.

Syrisch-orthodoxe Gedenktage:

  • Am 8. Januar wird der Mutterschaft Mariä gedacht.
  • Am 15. Januar wird der Gedenktag Unsere Liebe Frau der Saaten begangen.
  • Am 25. März ist Annunziata; dessen wird auch am 2. (von 6) Adventssonntag gedacht.
  • Am 1. Sonntag im Mai ist der Gedenktag Unsere Liebe Frau des Libanon.
  • Am 15. Mai wird der Gedenktag Unsere Liebe Frau der Ähren begangen.
  • Der Donnerstag nach Pfingsten gedenkt Marias Taufe durch die Apostel.
  • Der 17. Juni wird als Weihetag ihres Tempels begangen.
  • Am 15. August ist das Fest Hinübergang Mariä, auch Unsere Liebe Frau der Weinstöcke.
  • Am 31. August ist das Gedenken an die Gürtung ihrer Hüften durch ihre Eltern
  • Am 1. September und am 15. September wird der Gottesmutter gedacht.
  • Am 17. September wird der Auferweckung eines Toten durch die Gottesmutter gedacht.
  • Am 18. September wird ihr Fest in Zeugma gefeiert.
  • Am 3. (von 6) Adventssonntag wird der Visitatio gedacht.
  • Der 26. Dezember ist das Fest des Lobpreises der Gottesmutter.
Sandro Bottichelli: Maria mit dem Kind (mit dem Buch), 1483, Museo Poldi Pezzoli, Mailand
Sandro Bottichelli: Maria mit dem Kind (mit dem Buch), 1483, Museo Poldi Pezzoli in Mailand

Attribute: mit Kind, auf Mondsichel, auf Weltkugel, 7 Schwerter in der Brust, Sternenkranz, Weintrauben, Schwalbe

Patronin der (katholischen) Kirche und der ganzen (katholischen) Christenheit; von Polen, von Bayern, von Oppeln / Opole; der Priester, Hebammen, Gastwirte, Köche, Kürschner, Tuchmacher, Töpfer, Schiffer, Lebkuchenbäcker, Seidenarbeiter, Essigbrauer; gegen Gewitter und Blitz; in allen Nöten; gegen Krankheiten allgemein; des Erzbistums Freiburg i. Br.; als Maria von Konstantinopel Hodegetria des Bistums Bari-Bitonto, als Maria von San Luca des Bistums Bologna, als Königin von Polen der Diözesen Częstochowa / Tschenstochau und Przemyśl, als Mutter der Liebe und sozialen Gerechtigkeit des Bistums Gliwice / Gleiwitz, als Maria von Piekar des Bistums Katowice / Kattowitz, als Mutter der Kirche des Bistums Szczecin-Kamień / Stettin-Kammin

1 Über den Rastplatz der Maria und die Ruine der dort im 3. Jahrhundert errichteten Kirche berichtet Ulrich W. Sahm:   Ein kaum bekannter Po-Abdruck der Maria.

2 Corpus Reformatorum 14

3 Paul Schwarzenau: Das göttliche Kind - der Mythos vom Neubeginn

4 Maria, die geheime Göttin im Christentum

Literatur zu Maria

Wallfahrtstätte Geburtshaus der Maria in Loreto


Einzelheiten zur Diskussion über Marias Grab


Das Marienhaus bei Ephesus


Die Marienkirche und der Bischofspalast in Ephesus


Orte von Marienerscheinungen

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Zu diesem Artikel verfasste unsere Mitarbeiterin C. S. einen Kommentar, v. a. zu den Ausführungen über religionsgeschichtliche Hintergründe. Darauf geantwortet hat nun unser Mitarbeiter Prof. Helmut Bouzek. Wir stellen beide Arbeiten zur Diskussion zu Maria nebeneinander.

Catholic Encyclopedia
Catholic Encyclopedia: Verehrung

Alban Butler: The Lives …

  Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet bietet in seinem Artikel über Maria umfassende und fundierte Informationen.

  Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon

Die Gnadenkapelle in Altötting ist täglich von 12 Uhr bis 17 Uhr, freitags erst ab 14 Uhr geöffnet. (2020)

Web 3.0 - Leserkommentare:

Dr. Ludwig Neidhart argumentiert in der Zeitschrift Theologisches (Seite 393) sehr schön, wer die vier Brüder und mindestens zwei Schwestern Jesu sein können, außer leibliche Geschwister von Jesus Christus. So weit kann ich ihm folgen. Bei seiner Schlussfolgerung betreffend Marias ewiger Jungfräulichkeit kann ich allerdings nicht mitgehen. Ewige Enthaltsamkeit - ich meine Abstinenz im Bezug auf die Auslebung der ehelichen Sexualität zwischen Maria und Joseph wäre theoretisch möglich, aber das ist nicht dasselbe. Auf jeden Fall war nach der natürlichen Geburt von Jesus die Jungfräulichkeit Mariens nicht mehr gegeben (da das Jungfernhäutchen bei einer Geburt vollständig zerstört wird).

Ich glaube an die Empfängnis durch den Hl. Geist nach dem Zeugnis vom Neuen Testament und in Anlehnung an Jesaja 7, 14 (eine junge Frau wird schwanger werden) und finde die Präzisierung in der griechischen Übersetzung (LXX griechisch parthenos = Jungfrau) korrekt. Inhaltlich stimme ich also dem katholischen Dogma der unbefleckten Empfängnis zu, lehne aber das Dogma der immerwährenden Jungfräulichkeit Marias ab, da ich Jungfräulichkeit mit Intaktheit des Hymen gleichsetze.

Iwan Meier, MTh über E-Mail, 14. Detzember 2019





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 25.09.2020

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Messbuch. Für die Bistümer des deutschen Sprachgebietes
• http://ocafs.oca.org/FeastSaintsViewer.asp?FSID=100001
• Prof. Helmut Bouzek aus Wien XIII, E-Mail vom 17. Februar
• http://kcm.co.kr/HolyLand/ho041.html
• Chronik-Kalender 2005, Harenberg, Dortmund 2004
• Maria in der Theologie Melanchthons. In: Materialdienst des Konfessionskundlichen Instituts Bensheim 3/1998
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 6., Herder, Freiburg im Breisgau 1997
• Simone Honecker (Hg.): Maria 2008, St. Benno Verlag, Leipzig 2007
• http://www.vaticannews.va/de/vatikan/news/2018-03/vatikan-dekret-maria-mutter-der-kirche-sakrament-liturgie.html
• https://www.katholisch.de/artikel/25843-so-viele-pfarreien-stehen-unter-dem-patronat-der-gottesmutter-maria

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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