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Ökumenisches Heiligenlexikon

Julius I.

Gedenktag katholisch: 12. April

Gedenktag orthodox: 12. April

Gedenktag syrisch-orthodox: 19. Dezember
bedacht in der Jakobus-Anaphora

Name bedeutet: aus dem Geschlecht der Julier (latein.)

Bischof von Rom
* in Rom
† 12. April 352 in Rom


Julius wurde 337 Bischof von Rom. In seine Amtszeit fiel ein entscheidender Teil der Auseinandersetzung der noch jungen Kirche mit der sie zu zerreißen drohenden Lehre des Arianismus. Die Leistung von Julius bestand in dieser Auseinandersetzung weniger in großen theologischen Schriften, sondern in klugem, sachlichem und vor allem entschiedenem Handeln. Er stellte sich deutlich hinter Athanasius, der in erster Linie den harten Kampf ausfocht, und dem Julius in Rom Asyl gewährte. Bei der SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. von 340 am damals neuen Papstsitz an San Giovanni in Laterano in Rom wurde Athanasius' Position und sein Patriarchat bestätigt. Wie selbstverständlich berief sich Julius dabei auf seine Autorität als Nachfolger von Petrus. In einem Brief an die Bischöfe der Synode von Antiochia - dem heutigen Antakya - gewährte Julius allen von Arianern vertriebenen Bischöfen die Gemeinschaft mit der Kirche.

Julius forderte von den Kaisern Konstantin II. und Konstans die Einberufung einer reichsweiten SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet.; Sie fand 343 in Sardica - dem heutigen Sofia - statt. Dabei verurteilten die Vertreter der östlichen Kirchen Julius und die westlichen Bischöfe wegen ihrer Unterstützung von Athanasius. Die westlichen Bischöfe beschlossen auf Julius' Initiative, dass das Absetzungsurteil einer Regionalsynode vom Bischof von Rom verworfen werden könne und stärkten damit die zentrale Macht Roms. In der Folge kam es zum Schisma zwischen Ost- und Westkirche. Julius legte Wert auf die Ausübung eines römischen Wächteramtes zur Kontrolle über die Synodenbeschlüsse in der ganzen Kirche.

Medaillon, um 1848, in der Basilika San Paolo fuori le Mura in Rom
Medaillon, um 1848, in der Basilika San Paolo fuori le Mura in Rom

In Julius' Amtszeit wurde der Überlieferung zufolge in Rom die nach ihm benannte Basilika Julia gebaut, der Vorgängerbau der heutigen Kirche Santi Dodici Apostoli, zu den heiligsten Zwölf Aposteln, der im 5. Jahrhundert den Aposteln geweiht und um 560 von Papst Pelagius I. als Dank für die Vertreibung der Goten aus Rom neu errichtet wurde. Die der Überlieferung zufolge schon auf Callistus I. zurückgehende Kirche Santa Maria in Trastevere, die erste Maria geweihte Kirche in Rom, geht sicher auf Julius zurück.

Julius bemühte sich nachdrücklich um Stärkung der Stellung des Bischofs von Rom. Er wurde von den Römern schon früh als Heiliger verehrt.

Patron der Latrinenreiniger

Catholic Encyclopedia

  Schriften von Julius und seine Lebensgeschichte gibt es online zu lesen in den Documenta Catholica Omnia.

  Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon

Die Kirche Santi Dodici Apostoli in Rom ist täglich von 7 Uhr bis 12 Uhr und von 16 Uhr bis 19 Uhr geöffnet. (2017)
Die Kirche Santa Maria in Trastevere in Rom ist täglich von 7 Uhr bis 20 Uhr, im Sommer bis 21 Uhr, geöffnet. (2017)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 06.07.2017

Quellen:
• Adolf v. Harnack: Die Mission und Ausbreitung des Christentums. J. C. Hinrich, Leipzig 1924
• Karl Heussi: Kompendium der Kirchengeschichte. J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1976
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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