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Ökumenisches Heiligenlexikon

Ingbert Naab

Taufname: Karl Borromäus

Gedenktag katholisch: 28. März

Name bedeutet: I: Glanz durch den germanischen Stammesgott Ingwio (althochdt.)
K.B.: nach Karl Borromäus

Ordensmann, Priester
* 5. November 1885 in Dahn in Rheinland-Pfalz
† 28. März 1935 in Straßburg in Frankreich


Geburtshaus von Karl Naab in Dahn
Geburtshaus von Karl Naab in Dahn

Karl Naab wurde 1906 Kapuziner mit dem Ordensnamen Ingbert. Er studierte in Eichstätt und wurde 1910 zum Priester geweiht. Er wirkte als Seminardirektor in Regensburg und als Guardian in Passau und Eichstätt, war Präses der Marianischen Studenten-Kongregation und leitete verschiedene Jugendzeitschriften. Die Liebe zur Kirche weiterzugeben war ihm Herzensanliegen. Um die Rechte und Interessen der Kirche zu verteidigen, warnte er schon 1923 vor dem Nationalsozialismus. Im Kreis um Therese Neumann von Konnersreuth lernte er Fritz Gerlich kennen, in dessen Zeitschrift Der gerade Weg er vor der politischen Entwicklung warnte.

Klosterkirche der Kapuziner in Königshofen
Klosterkirche der Kapuziner in Königshofen

1932 schrieb Ingbert Naab einen offenen Brief an Adolf Hitler, den er mit tiefem Ernst … an sein Gewissen und an Gott erinnern wollte. Dieser Brief wurde in über 1000 Zeitungen über 20 Millionen Mal gedruckt: Ihre politische Tätigkeit hat eine Seite, die zutiefst in das Gewissen hineingreift, in die Verantwortung vor Gott. Ab 1933 war Naab Herausgeber der Zeitschrift Der gerade Weg, bald darauf wurden die Redaktionsräume gestürmt. Der Mitherausgeber Fritz Gerlich wurde bald schon verhaftet und später im KZ Dachau erschossen. Ingbert Naab flüchtete im Juni 1933 unter dem Namen Peregrinus in die Schweiz, die Tschechoslowakei, nach Italien und schließlich ins Elsass. Im Juni 1934 legte er der deutschen Bischofskonferenz die Denkschrift Der Kampf Hitlers gegen die katholische Kirche vor. In seinen letzten Lebensmonaten arbeitete er als Lektor der Theologie mit pastoraltheologischen Vorlesungen im Kloster seines Ordens in Königshofen - dem heutigen Stadtteil Koenigshoffen in Straßburg.

1953 wurden Ingbert Naabs Gebeine nach Eichstätt übertragen und dort beigesetzt.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 02.11.2016

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Erich Naab. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. VI, Herzberg 1993

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.