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Ökumenisches Heiligenlexikon

Das Marienhaus bei Ephesus


Das Haus der Maria - türkisch: Meryem ana Evi - steht hoch auf dem Bülbül-Dağ, dem Berg über den Ruinen des antiken Ephesus. Die deutsche Nonne, Dulderin, Mystikerin und Stigmatisierte Anna Katharina Emmerick hatte die Vision - die wie ihre anderen Schauungen 1818 bis 1824 von Clemens von Brentano aufgeschrieben und ausgestaltet wurde -, wie das Wohnhaus der Maria in Ephesus aussehe und wo genau es zu finden sei. 1891 sandte Eugène Poulin, der Superior der Lazaristen in Smyrna - dem heutigen Ízmir - eine Delegation unter Leitung von Henri Jung nach Ephesus, die dort tatsächlich eine Hausruine entsprechend der visionären Beschreibung fand. 1892 wurde über den gefundenen Grundmauern die heutige Kapelle errichtet. 1951 wurden die Besitzverhältnisse vom türkischen Staat anerkannt, seitdem gehört das Meryemana Evi einer privaten Vereinigung.

Gedenktafel an die Förderer und Erbauer des Marienhauses
Gedenktafel an die Förderer und Erbauer des Marienhauses

Tatsächlich ist es völlig unklar, wo und wie lange Maria nach dem Tode Jesu gelebt hat. Es gibt diesbezüglich weder im Neuen Testament noch in frühchristlichen Werken Nachrichten. Im Unterschied zum in Jerusalem verehrten Grab gibt es in Ephesus keine archäologischen Befunde und keinerlei Zeugnisse früherer Verehrung. Gregor von Tours, der kirchengeschichtsschreiber des 6. Jahrhunderts, notierte: Auf einem Berggipfel in der Nähe von Ephesus sind vier Mauern ohne Dach erhalten. Johannes (!) hat innerhalb dieser Mauern gewohnt. Vielleicht hat Maria einige Zeit mit Johannes in diesem Haus gelebt, gestorben aber ist sie wohl in Jerusalem: die frühchristliche Tradition ist hier eindeutig.

Neben dem Marienhaus wurde für den Papstbesuch und größere Gottesdienste dieser überdeckte Altar aufgebaut
Neben dem Marienhaus wurde für den Papstbesuch und größere Gottesdienste dieser überdeckte Altar aufgebaut

1896 erklärte Papst Leo XIII. das Haus zum Marien-Wallfahrtsort; dessen Nachfolger, Pius X. gewährte den Besuchern einen vollständigen Ablass von Sündenstrafen. Papst Paul VI. besuchte das Haus 1967 und bestätigte seine Echtheit, Papst Johannes Paul II. war 1979 dort, Papst Benedikt XVI. im Jahr 2006.

Auch der Koran kennt Maria: O Maria, siehe, Allah hat dich auserwählt und hat dich gereinigt und hat dich erwählt vor den Weibern aller Welt (Sure 3, 42) O Maria, siehe, Allah verkündet dir ein Wort von ihm, sein Name ist der Messias Jesus, der Sohn der Maria, angesehen hinieden und im Jenseits und einer der Allah Nahen. (Sure 3, 45); insgesamt berichten 70 Koranverse von ihr. Entsprechend wird der Ort auch von vielen Muslimen besucht.

US-amerikanische Christen haben 1996 unten am Berg dieses Mariendenkmal errichtet
US-amerikanische Christen haben 1996 unten am Berg dieses Mariendenkmal errichtet

Das Marienhaus bei Ephesus / Selçuk kann jeden Tag von 8 Uhr bis 18 Uhr besichtigt werden. Betont wird, dass der Eintritt zum Marienhaus frei ist; der Eintritt in den umgebenden Park und die Parkgebühr belaufen sich auf 6 €. (2013)

fotografiert am 5. Juli 2013

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 18.05.2016
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:
• http://www.kath.net/news/15314