Ökumenisches Heiligenlexikon

Constantin Brâncoveanu

Gedenktag orthodox: 16. August

Name bedeutet: der Beständige (latein.)

Fürst (Woiwode), Märtyrer
* 1654 in Brâncoveni bei Olt in der Walachei in Rumänien
15. August 1714 in Konstantinopel, heute Ístanbul in der Türkei


Constantin war ein Sohn des Fürsten Matei Brâncoveanu und dessen Frau aus der Fürstenfamilie Cantacuzino; nachdem noch in seinem Geburtsjahr sein Vater in Bukarest von aufständischen Söldnern ermordet worden war, wurde Constantin von seiner Mutter und seinem Onkel erzogen. Im November 1688 wurde er der Fürst der Walachei, als der er Kunst und Kirchen förderte; so gründete er die Klöster Horezu bei Vâlcea und Mamu in Stănești-Lunca und ließ in Bukarest die Neue St.-Georgs-Kirche erbauen. Politisch war Constantin abhängig von den Osmanen, als Entschädigung für die innere Autonomie seines Fürstentums musste er ihnen Tribut zahlen. Deshalb führte er mit dem russischen Zaren und dem österreichischen Kaiser Geheimverhandlungen und unterstützte heimlich deren Truppen; Ziel war die Selbständigkeit der Walachei und ihr Anschluss an die christlichen Mächte. Als die Osmanen dies aufdeckten, ließ Sultan Ahmed III. Constantin, seine vier Söhne Constantin II. Ștefan, Radu und Matei sowie seinen Berater Ianache Văcărescu in Bukarest festnehmen und in Konstantinopel monatelang foltern, schließlich hinrichten.

Constantin Lecca: Das Martyrium der Brâncoveni, 19. Jahrhundert
Constantin Lecca: Das Martyrium der Brâncoveni, 19. Jahrhundert

In Brâncoveni sind noch heute auf dem heutigen Friedhof Ruinen des Königshofes zu sehen. Der rumänische Staat beschloss, ab 2020 jährlich den Gedenktag für Constantin und seine Gefährten auch als Tag des Gedenkens an verfolgte Christen zu begehen.

Kanonisation: Die Rumänisch-Orthodoxe Kirche sprach 1992 Constantin Brâncoveanu und seine Gefährten als die Heiligen Märtyrer von Brâncoveni heilig.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 27.11.2020

Quellen:
• https://ro.wikipedia.org/wiki/Constantin_Br%C3%A2ncoveanu
• https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-08/rumaenien-gedenktag-verfolgte-christen.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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