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Ökumenisches Heiligenlexikon

Gibrian

auch: Abran, Gebrian
französisch: Gibrien

Gedenktag katholisch: 8.Mai
1. Übertragung der Gebeine: 16. April
2. Übertragung der Gebeine: 27. September

Name bedeutet: ?

Priester, Einsiedler
* in Irland
† 509 in Cosse, heute St-Gibrien bei Châlons-en-Champagne in Frankreich


Gibrian kam gegen das Ende des 5. Jahrhunderts zur Zeit von König Chlodwig nach Frankreich, um dort als Einsiedler und Glaubensbote zu leben; er wurde dabei von seinen sechs - der Überlieferung zufolge leiblichen - Brüdern Helan (Helenus, Helain, Elan), == Trasan (Tressan, Trésan), German, Veran, Abran (Atran) und Petran sowie seinen drei Schwestern Francia (Franca, Franda), Posenna und Promptia begleitet. Bischof Remigius gab ihnen in der Gegend von Reims verschiedene, nicht zu weit voneinander entfernte Plätze zur Errichtung von Einsiedeleien, so dass sie sich gegenseitig besuchen konnten; Gibrian als der älteste von allen war ihr geistlicher Leiter, siedelte an der Mündung des Baches Pisseleu in die Marne in Cosse - dem heue nach ihm benannten St-Gibrien - an und bekehrte viele Menschen. Helan siedelte im heutigen Bisseuil,

Wappen der Gemeinde St-Gibrien mit dem irischen Kleeblatt zur Erinnerung an Gibrian
Wappen der Gemeinde St-Gibrien mit dem irischen Kleeblatt zur Erinnerung an Gibrian

Nach Gibrians Tod wurde über seinem Grab in Cosse eine kleine Kapelle errichtet; diese wurde zwischen 888 und 892 von den Normannen zerstört, seine Gebeine aber blieben erhalten. Nachdem eine Reihe von Wundern geschehen waren, wurden die Reliquien auf Initiative von Graf Haideric nach Reims gebracht, wo sich eine lebhafte Verehrung entwickelte. Odo, der Abt des Remigius-Klosters in Reims, ließ 1145 Reliquien ins neue Kartäuserkloster nach Le Mont-Dieu in den Ardennen übertragen. Allein zwischen deren Ankunft am 16. April und dem 24. August wurden dann durch den Mönch Balduin nicht weniger als 102 Wunder im Umkreis von 60 Kilometern aufgezeichnet. Nachdem die Zahl der Pilger abgenommen hatte, wurden die Reliquien 1325 durch eindrücklichere erneuert.

Nach Helan und Posenna sind mehrere Kirchen in der Gegend um Reims und Châlons-en-Champagne benannt. Veran ist wohl der Namensgeber der Veranuszelle des Klosters in Herbrechtingen bei Heidenheim.

Nach J. Heuclin 1 ist nur die Existenz von Gibrian, Helan und Trasan nachgewiesen.

1 J. Heuclin: Aux origines monastiques de la Gaule du Nord. Ermites et reclus du ve au xie siècle, Lille, 1986





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 17.07.2017

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 2. Band: E-H. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1861
• https://en.wikipedia.org/wiki/Gibrian
• http://www.catholic.org/saints/saint.php?saint_id=5657
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Saint-Gibrien

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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