Ökumenisches Heiligenlexikon

Hemma

auch: Emma

1 Gedenktag katholisch: 31. Januar

Name bedeutet: Koseform für Wilhelma: Helm und Schutz (althochdt.)

Königin, Wohltäterin
* um 808
31. Januar 876 in Regensburg in Bayern


Grabplatte im Kloster St. Emmeram in Regensburg, 13. Jahrhundert
Grabplatte im Kloster St. Emmeram in Regensburg, 13. Jahrhundert

Hemma, Tochter des bayrischen Grafen Welf und der edlen Sächsin Eigilwich / Heilwich und Schwester von Judith, der Frau des Kaisers Ludwig dem Frommen, wurde 827 die Frau von König Ludwig dem Deutschen und dann Mutter von drei Söhnen und vier Töchtern, darunter von Karlmann, dem späteren König des ostfränkischen Reiches und von Irmgard von Chiemsee. Hemma kümmerte sich um Bedürftige und veranlasste ihren Mann, 833 die Marienkapelle und das damalige Frauenkloster Obermünster in Regensburg zu kaufen, das sie später selbst leitete und zu großer Blüte führte; sie gilt deshalb als dessen zweite Gründerin. Nach einem Schlaganfall 874 verlor sie die Sprache und ihr Bewusstsein. Gerühmt wurde ihr edler Sinn.

Hemmas Grabmal in der Klosterkirche von St. Emmeram in Regensburg gilt als eines der bedeutendsten Monumente des 13. Jahrhunderts, wobei die Identifizierung nicht gesichert ist.

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Die Klosterkirche von St. Emmeram in Regensburg ist montags bis donnerstags ab 10 Uhr, freitags und sonntags ab 12 Uhr und samstags ab 9 Uhr, jeweils bis 16 Uhr, im Sommer bis 18 Uhr, geöffnet. (2021)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 02.10.2023

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• Eugen Trapp: Welterbe Regensburg, Schnell + Steiner Regensburg 2008
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XVI, Herzberg 1999
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 4. Herder, Freiburg im Breisgau 1995

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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