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Ökumenisches Heiligenlexikon

James Hudson Taylor

Gedenktag evangelisch: 3. Juni

Name bedeutet: ? (englisch)

Missionar in China
* 21. Mai 1832 in Barnsley in Yorkshire in England
† 3. Juni 1905 in Changsha in China


James Hudson Taylors Vater war Laienprediger in der == Methodistischen Kirche. Zunächst stand Hudson Taylor dieser Frömmigkeit der angelsächsischen Erweckungsbewegung ablehnend gegenüber; mit 17 Jahren erhielt er in mehreren Visionen Weisung für seinen Lebensweg und ging demgemäß nach einer medizinischen Ausbildung 1853 als Missionar im Auftrag der Chinese Evangelization Society nach China. 1857 löste er sich von seiner Missionsgesellschaft wirkte als freier Missionar in der Hafenstadt Ningpo und heiratete die Missionarstochter Maria Dyer. 1860 ging er aus gesundheitlichen Gründen nach England zurück, vollendete seine medizinische Ausbildung, arbeitete an der Übersetzung des Neuen Testaments im Ningpo-Dialekt, warb neue Mitarbeiter und bildete sie aus. 1865 gründete er die China-Inlandsmission. Mit einigen Helfern nahm er 1866 die Missionsarbeit wieder auf und drang ins Innere des Landes vor.

Grundsätze der China-Inlandsmission:
1. Geld darf nur von Gott, nicht von Menschen erbeten werden. Die Mission bezahlt keine festen Gehälter, sie vermittelt nur Gaben.
2. Freiheit von konfessionellen und nationalen Bindungen, Mannigfaltigkeit der Glaubenspraxis.
3. Glaube an die Inspiration der ganzen Heiligen Schrift als alleiniger Regel für Leben und Glauben.

Taylor entwarf einen Plan für die umfassende Evangelisation von ganz China: durch 1000 Missionare könne China in nur drei Jahren christianisiert werden. Er reiste durch Europa, Amerika und Australien und warb für die China-Mission. Selbst wirkte er elf Mal, teilweise jahrelang, in China. Innerhalb von zwanzig Jahren wuchs die Zahl seiner Mitarbeiter auf einhundert; auf der Shanghaier Missionskonferenz 1890 konnte die Zahl von tausend Mitarbeitern verkündet werden. Predigten auf Reisen und Schriftenverbreitung waren ihm wichtiger als ortsgebundene Arbeit und Kirchenbildung.

Hudson Taylors Kräfte ließen nach, er gab das Werk in jüngere Hände. Als ihm 1896 einhunderttausend Pfund geschenkt wurden, ging er noch einmal nach China. Der erneute Vormarsch wurde durch den Boxeraufstand von 1900 gebremst, 58 Missionare und 21 Kinder wurden zu Märtyrern. Mit dreiundsiebzig Jahren ging Taylor noch einmal nach China und kam tief in das Landesinnere, wo er starb.

Teestunde an seinem Todestag: Taylor (Mitte) im Kreis einiger der von ihm rekrutierten Missionare
Teestunde an seinem Todestag: Taylor (Mitte) im Kreis einiger der von ihm rekrutierten Missionare

Seine starke Persönlichkeit und sein Glaube verliehen Tayler großen Einfluss in der Evangelischen Allianz. Seine Missionsmethode und die von ihm entwickelten Grundsätze wurden Vorbild für ähnliche Gründungen, so der Afrika-Inland-Mission und der Sudan-Interior-Mission.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 30.06.2015

Quellen:
• http://www.glaubenszeugen.de/kalender/t/kalt007.htm
• Burkard Krug. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XI, Herzberg 1996

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.