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Ökumenisches Heiligenlexikon

Jakob Andreä

Gedenktag evangelisch: 7. Januar

Name bedeutet: der Nachgeborene
oder: Gott schützt (hebr.)

Theologe, Reformator
25. März 1528 in Waiblingen in Baden-Württemberg
† 7. Januar 1590 in Tübingen in Baden-Württemberg


Jakob Andreä, Sohn eines Schmieds, konnte Dank eines Stipendiums schon 1541 bei Erhard Schnepf in Tübingen Theologie studieren. 1546 - mit achtzehn Jahren - konnte er sein Studium abschließen. Er heiratete - 18 Kinder, 73 Enkel und mehr als 200 Urenkel gingen aus dieser Ehe hervor - und wurde als Diakon in Stuttgart angestellt. Herzog Ulrich musste im Schmalkaldischen Krieg die Eroberung seines Landes durch den katholischen Kaiser erleben und sich diesem 1547 im Vertrag von Heilbronn unterwerfen, Andreä aber blieb standhaft. Er war dann an verschiedenen Orten tätig, wurde Mitarbeiter von Johannes Brenz, dem er auch bei der Einführung der Reformation in mehreren Nachbarländern half. 1553 wurde er Superintendent, bald darauf Generalsuperintendent in Göppingen und 1561 Kanzler der Universität Tübingen.

Als engagierter Reformator war Jakob Andreä an zahlreichen Lehrgesprächen und Einigungsverhandlungen zwischen den in lutherische und reformierte Richtungen gespaltenen evangelischen Kirchen beteiligt. Er reiste nach Straßburg, nach Norddeutschland, nach Dänemark, Kursachsen, Brandenburg und nach Prag. Als die Einigungsbemühungen scheiterten, schuf er mit der Konkordienformel und 1577 mit dem Konkordienbuch eine Zusammenfassung der lutherischen Lehre; dieses Werk wurde am 25. Juni 1580 immerhin von allen deutschen lutherischen Landeskirchen unterzeichnet und bildet bis heute die für die meisten Lutheraner maßgebliche Bekenntnisschrift, an der Lehrfragen zu messen sind. Auch in Richtung der Orthodoxie wandte sich sein Blick: dem Patriarchen von Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - sandte er die lutherischen Bekenntsnisschriften, sogar mit der Äthiopischen Kirche veruchte er in Kontakt zu treten.

Jakob Andreäs Grab im Eingang der Stiftskirche in Tübingen
Jakob Andreäs Grab im Eingang der Stiftskirche in Tübingen

Andreä hinterließ über 150 Werke. Auf seinem Grabstein in der Tübinger Stiftskirche steht: Er war der Allergetreueste.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 04.09.2016
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:

• Hans-Jürgen Ruppert: Der Mythos der Rosenkreuzer. Evang. Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (Hg.): EZW-Texte 160. Berlin 2001