Ökumenisches Heiligenlexikon

Jovinus

auch: Juvinus, Vivinus
französischer Name: Juvin le porcher, der Schweinehirte

Gedenktag katholisch: 3. Oktober

Name bedeutet: der freudvolle Wein (latein.)

Einsiedler, Bekenner
* um 897 im Dormois - der Gegend um Fontaine-en-Dormois in Frankreich
3. Oktober 961 in St-Juvin in den Ardennen in Frankreich


Statue, 16. Jahrhundert, in der Jovinus geweihten Kirche in St-Juvin
Statue, 16. Jahrhundert, in der Jovinus geweihten Kirche in St-Juvin

Der im Dormois - der Gegend um Fontaine-en-Dormois lebende Jovinus war der Überlieferung zufolge Sklave und als Hirte der Schweine seines Herrn, des Grafen Marc von Dormois tätig. Eines Tages erblickte er im Wald Serra einen Platz, von dem ihm prophezeiht wurde, dass er dort einst begraben werde. Deshalb ging er mit seiner Herde dorthin und begann mit dem Bau einer Kapelle an der Stelle des heute nach ihm benannten St-Juvin. Seine Mithirten verrieten dies ihrem Herrn, der ritt zu Jovinus und stellte ihn zornentbrannt zur Rede. Jovinus betete und steckte seinen Stab in die Erde, der umgehend zu einem Baum mit drei Ästen und herrlichen Blüten wuchs; auf dieses Wunder hin gab der Graf ihn frei. Jovinus bezog seine Einsiedelei, lebte mit Wachen, Beten, Fasten und andern gottseligen Werken und bekehrte viele Menschen, brachte sie vom Weg der Sünde ab und führte sie auf den Pfad der Tugend, Tausende von Menschen wurden dann getauft.

Nach seinem Tod wollten die Leute Jovinus an der Kirche in Chéhéry bei Sedan oder in der Kirche im nahen Fléville bestatten, aber sein Leichnam ließ sich nicht von der Stelle bewegen, deshalb wurde er in seiner Kapelle beerdigt. Dort ereigneten sich dann viele Wunder, viele Menschen kamen an sein Grab, eine geräumigere Kirche wurde dort gebaut und Ort nach ihm benannt. Auch die Kirche in Juvigny ist ihm geweiht.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 10.09.2021

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 3. Band: [I]K-L. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1869
• http://popfigaro.free.fr/asso/saintpatron.htm
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Juvin_le_porcher
• Infotafel in der Kirche in St-Juvin

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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