Rabula
spanischer Name: Rabulas, Raboulas, Rabbula
Gedenktag katholisch: 19. Februar
Gedenktag orthodox: 19. Februar
Name bedeutet: ?
Rabulas wurde Mönch in einem Kloster, das der Syrer Barypsabas leitete und lebte dann als Einsiedler auf Bergen und in Höhlen. Nach einigen Jahre ging er mit einem Gefährten nach Phönizien, wo er die Bekanntschaft hoch gestellter Männer machte. Mit Hilfe des von 474 bis 491 herrschenden oströmischen Kaisers Zeno und des Statthalters Johannes von Berytus - dem heutigen Beirut - baute er auf einem Berg ein großes Kloster, von dem aus er mit seinen Mönchen Heiden missionierte. Der römische Kaiser Anastasius I, der 491 bis 518 herrschte, unterstützte Rabulas bei der Gründung mehrerer Klöster in Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul. Eines davon, das nahe des Fetihkapı-Tores - auch Romanus-Tor genannt - lag, wurde später ihm geweiht.
Gerühmt wurden Rabulas Bescheidenheit, sein Sanftmut und seine Liebe gegen die Brüder. Als er schon über 80 Jahre alt war,
hörte er eine Stimme vom Himmel, die ihm zurief: Kommt zu mir, all ihr Geplagten und Beladenen: Ich will euch erquicken.
(Matthäusevangelium 11, 28). Er starb dann nach kurzer Krankheit.
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 02.08.2026
Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 5. Band: Q-Z. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von
J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1882
• Otto Wimmer, Hartmann Melzer: Lexikon der Namen und Heiligen, bearb. u. erg. von Josef Gelmi. Tyrolia, Innsbruck 1988
• https://www.oca.org/saints/lives/2024/02/19/100567-saint-rabulas-of-samosata - abgerufen am 02.08.2026
• Raymond Janin: La Géographie ecclésiastique de l'Empire byzantin I: Le Siège de Constantinople et le Patriarcat
œcuménique, Band 3: Les Églises et les Monastères, 2. Aufl. Institut Études Byzantines, Paris 1969
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.