Ökumenisches Heiligenlexikon

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10. April

1. † heute gedenkt die Kirche der in Karthago um 250 unter Kaiser Decius enthaupteten heiligen Märtyrer, nämlich Terentius, Africanus, Maximus, Pompeius, Alexander und vierzig Gefährten, die den Verfolgungsdekreten widerstanden und weder durch Schande noch durch Folterungen zum Abfall vom Glauben gezwungen werden konnten.

2. † wohl an einem 10. April, wurde in Alexandria zum Märtyrer, der heilige Priester Apollonius. Apollonius war ein vornehmer und gebildeter, zum Christentum gekommener Römer. Er wurde von einem Sklaven denunziert, vom Senat verurteilt und enthauptet. Seine herausragende Verteidigungsrede ist erhalten geblieben.

3. † am Dienstag, dem 10. April 658, entschlief in Auxerre, der heilige Bischof Palladius, Saint Pallade, der zuvor Abt des Klosters Saint Germain gewesen war, der als Bischof an sehr vielen SynodenSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. teilgenommen hat, mehrere Klöster gebaut hat und sich sehr verdient gemacht hat um die Ereneuerung der kirchlichen Disziplin.

4. † am Mittwoch, dem 10. April 883, entschlief in Gavello bei Venedig, der heilige Mönch Beda der Jüngere, San Beda junior, der 45 Jahre im Dienst bei Königen verbrachte, den Rest seines Lebens in dieser Abtei für Gottes Dienste zu leben wünschte.

5. † am Donnerstag, dem 10. April 1012, entschlief in Gent, in Flandern, der heilige Pilger Macarius, ein gebürtiger Armenier, der als Bischof sein Bistum liebevoll führte, dann als Pilger ins Heilige Land zog, dann in Bayern das Evangelium verkündete, schließlich in Gent von den Mönchen an Sankt Bavo freundlicherweise aufgenommen, ein Jahr später an der Pest gestorben ist.

6. † am Donnerstag, dem 10. April 1029, entschlief in Chartres, der heilige Bischof Fulbert, der aus Germanien stammte, in Reims Schüler des Gerbert war, der Papst Silvester II. (12. Mai 1003) wurde, der ihn nach Rom holte, der dann in Paris Erzieher am Hof Louis’ Capet wurde, der 1007 vom König zum Bischof von Chartres ernannt wurde, der dort eine Schule gründete, in der neben der Theologie auch Geometrie und Medizin und Philosophie gelehrt wurde, der mit seinem Wissen sehr vieler Durst gestillt hat. Als 1020 die Kathedrale abbrannte, hat er mit Gaben und Fleiß den Neu-Anfang gewagt und sie gotisch aufgebaut; und er hat die Verehrung der Allerseligsten Jungfrau Maria als Königin der Barmherzigkeit gefördert.

7. † am Gründonnerstag, dem 10. April 1460, wurde in Tunis zum Blutzeugen, der selige Priester und Märtyrer Antonio Neyrot, 37 J., gebürtig aus der Gegend um Turin, der jung in Florenz in den Predigerorden eintrat und dort, im Kloster San Marco, als Mitbrüder den heiligen Antoninus (2. Mai 1459/8) und den seligen Fra Angelico (18. Februar 1455/6) erlebte; versetzt nach Sizilien, wurde er auf der Rückfahrt auf dem Schiff nach Neapel, von Seeräubern überfallen und gewaltsam nach Nordafrika verschleppt, dort vom Glauben abgefallen ist, weil er nicht Sklave werden wollte, und geheiratet hat, aber nicht glücklich geworden ist. Als er vom Tod seines verehrten Freundes Antoninus, der Bischof von Florenz geworden war, hörte, hat er, durch Gottes Gnadenhilfe, am Donnerstag vom Abendmahl des Herrn, öffentlich sein Ordensgewand wieder angelegt und ist daraufhin zum Tode durch Enthauptung verurteilt worden, aber, als er sich vor dem Henker niederkniete, wurde er von der blindwütenden Volksmasse mit Messern zerschnitten und gesteinigt, danach wurde seine Leiche durch die Straßen geschleift.

8. † am Samstag, dem 10. April 1479, entschlief in Piacenza, der selige Priester Marco Fantuzzi da Bologna, aus dem Orden der Minoren, berühmt wegen seiner Frömmigkeit, Klugheit und wegen seiner Predigten.

9. † am Donnerstag, dem 10. April 1625, entschlief in Valladolid, der heilige Priester Michael de los Santos, 33 J., aus dem Trinitarierorden, der sich ganz verausgabt hat in Werken der Nächstenliebe und in der Verkündigung des Wortes Gottes.

10. † am Freitag, dem 10. April 1835, entschlief in Verona, die heilige Jungfrau Maddalena di Canossa, 61 J., die spontan allen Reichtum ihres Erbes abgelegt hat, um Christus nachzufolgen, die dann zwei geistlichen Gemeinschaften gegründet hat, nämlich das Istituto delle Figlie della Carità Canossiane, für die christliche Erziehung von Mädchen und Figli della Carità Canossiane, für die von Jungen.

11. † am Freitag, dem 10. April 1942, wurde im Konzentrationslager Dachau zugrundegerichtet, der selige Ordensbruder und Märtyrer Piotr Bonifacy Zukowski, 29 J., aus dem Orden der Franziskaner-Conventualen, der im Krieg aus seiner polnischen Heimat verschleppt, im Lager unter den Quälereien zerbrochen ist.
Siehe auch 28. Mai, 14/39


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln





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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 04.04.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
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