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Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

24. Januar

1. † am 24. Januar 1623 wurde in Annecy feierlich beigesetzt, der am Mittwoch, dem 28. Dezember 1622 in Lyon entschlafene heilige Bischof und Kirchenlehrer Franz von Sales, François de Sales (28. Dezember/5), 55 J., der, geboren auf der Burg Sales in Haut-Savoie, studierte Jurisprudenz in Paris und Padua und wurde Senator seines Heimatlandes Savoyen. Durch die reformatorischen Wirren provoziert, bereitete er sich auf die Priesterweihe vor und empfing sie durch die Handauflegung des Bischofs Garnier von Genf, der nach Annecy hatte flüchten müssen; dieser ernannte ihn zum Seelsorger für den nahen Chablais, der fast ganz an die Calviner verloren gegangen war; er ließ sich nieder in der Festung Allinges, die die Stadt Thonon überragt. Weil er die meisten seiner Bevölkerung fast nicht erreichen konnte, fing er an, persönliche Briefe an ihm Bekannte, besonders an die Ratsherren von Thonon, zu schreiben und zu veröffentlichen und druckte für die Allgemeinheit Glaubensinformationen, in etwa eine erste Art katholischer Zeitung. Mit Unterstützung des Herzogs von Savoyen erreichte er in zwei Jahren, dass das Chablais wieder katholisch wurde. 1602 wurde er, 35-jährig, zum Weihbischof und Coadjutor des Bischofs Granier von Genf, geflüchtet nach Annecy, und trat bald dessen Nachfolge an. Mit aller Kraft führte er die Beschlüsse des Trienter Konzils in seiner Diözese Genf soweit möglich aus und war nebenbei viel unterwegs, als Prediger oder auch in kirchendiplomatischem Dienst in Paris und Rom. Für Madame de Charmoisy verfasste er die Introduction à la Vie dévote, Einführung in das geistliche Leben, und veröffentlichte diese Anleitung für Laien aus der Taufgnade heraus das ganze Leben zu gestalten. Es folgt sein Traité de l’Amour de Dieu, Abhandlung über die Liebe Gottes, als Frucht seiner reichen Erfahrung als Beichtvater und Seelenführer. Mit der Baronin Jeanne Henriette Frémiot de Chantal (13. Dezember 1641 / 9 und 12. August/1), einer Witwe und Mutter von vier Kindern, begann er 1610 die Gründung des Ordens der Heimsuchung, Ordre de la Visitation, Visintandines, Salesianerinnen. Die vielen Feiern zu Weihnachten 1622 in Lyon erwiesen sich als zu viele für den überfleißigen François und er erlitt am 3. Weihnachtstag einen Schlaganfall, an dessen Folgen er am folgenden Tag starb. Schon 1665 wurde er heiliggesprochen und 1877 zum Kirchenlehrer erhoben.

2. † am Freitag, dem 24. Januar 251, entschlief in Foligno in Umbrien, der heilige Bischof Felicianus von Foligno, der nach einer Überlieferung der erste, einer anderen der dritte Bischof von Foligno war.

3. † an einem 24. Januar im 3. Jahrhundert wurde in Troyes bei Lyon der heilige Sabinianus, Savinien, dort zum Märtyrer.

4. † an einem 24. Januar um 250, wurde in Antiochia in Syrien zum Märtyrer, der heilige Bischof Babylas, der in der Verfolgung unter Decius, nachdem er mehrfach Folterungen ertragen und so Gott verherrlicht hatte, fiel ihm das Los zu, in feste Ketten eingeschmiedet zu werden, so dass er darin auch begraben zu werden wünschte. Mit ihm wurden zugrundegerichtet drei Knaben, namens Urbanus, Prilidanus und Epolonus, die er auch in der christlichen Lehre erzogen hatte.

5. † wohl an einem 24. Januar im 5. Jahrhundert entschlief in Cingoli im Piceno, der heilige Bischof Ex(s)uperantius von Cingoli.

6. † am Mittwoch, dem 24. Januar 1515, entschlief in Benasco bei Mailand, die selige Witwe Paula Gambara-Costa, Tertiarin des Franziskanerordens, die ihren gewalttätigen Ehemann geduldig ertragen und schließlich bekehrt hatte und immer in der Armenfürsorge sehr großzügig war.

7. † am Dienstag, dem 24. Januar 1679, wurde in Tyburn gehenkt, ausgewaidet und gevierteilt
• der selige Priester und Märtyrer William Ireland, Mitglied der Gesellschaft Jesu, und
• der selige Märtyrer John Grove, sein Helfer,
die unter König Charles II. fälschlicherweise des Hochverrats angeklagt, für Christus ihr Leben geopfert haben.
Siehe auch 1. August, 14/25

8. † am Freitag, dem 24. Januar 1744, entschlief im Dorf Sainville bei Chartres, die selige Jungfrau Marie Poussepin, die, um den Seelenhirten zu helfen und Mädchen zu erziehen, außerdem Armen und Kranken zu helfen, die Ordensgemeinschaft Congrégation Sœurs de Charité Dominicaines de la Présentation de Tours, Dominikanerinnen von der Caritas und von der Heimsuchung der Allerseligsten Jungfrau Maria, gegründet hat.

9. † am Samstag, dem 24. Januar 1874, wurden vor ihrer Pfarrkirche in Pratulin, Podlasie, Eparchie Chelm, damals in Russland, heute in Polen, erschossen, der selige Wincenty Lewoniuk und zwölf Gefährten, Mitglieder der mit Rom unierten ukrainischen Kirche, die weder durch Drohungen noch durch Schmeicheleien aus der katholischen Kirche auszutreten bereit waren, die Kirchenschlüssel auszuliefern ablehnten und darum, erschossen oder an Schusswunden gestorben, zu Märtyrern wurden.
• 1.- der selige Märtyrer Wincenty Lewoniuk, 25 J., Familienvater aus Woroblin, wurde als erster tödlich getroffen;
• 2.- der selige Märtyrer Daniel Karmasz, 48 J., Familienvater aus Legi, einem Nachbardorf, trug ein Kreuz in der Hand; es wird noch heute in der Pfarrkirche Pratulin aufbewahrt;
• 3.- der selige Märtyrer Lukasz Bojko, 22 J., unverheiratet aus Legi, läutete während des Angriffs die Kirchenglocken;
• 4.- der selige Märtyrer Bartlomiej Osypiuk, 30 J., Familienvater aus Bohukaly, einem Nachbardorf, wurde schwer verwundet noch nach Hause getragen, aber starb an den Schusswunden; er hat seinen Mördern vergeben;
• 5.- der selige Märtyrer Onufry Wasyluk, 21 J., Ehemann aus Zaczopki;
• 6.- der selige Märtyrer Filip Geryluk, 44 J., Familienvater aus Zaczopki, ermunterte andere nicht wegzulaufen;
• 7.- der selige Märtyrer Konstanty Bojko, 49 J., Familienvater, Bauer aus Zaczopki, einem Nachbardorf;
• 8.- der selige Märtyrer Anicet Hryciuk, 19 J., unverheiratet, aus Zaczopki, sagte Vielleicht bin ich würdig für den Glauben zu sterben;
• 9.- der selige Märtyrer Ignacy Franczuk, 50 J., Familienvater aus Derlo, Vater von sieben Kindern, übernahm von Daniel (2) nach dessen Tod das Kreuz und hielt es hoch, bis auch er fiel;
• 10.- der selige Märtyrer Jan Andrzejuk, 26 J., Familienvater aus Derlo, Kantor der Kirche, wurde verwundet nach Hause getragen, wo er starb;
• 11.- der selige Märtyrer Konstanty Lukaszuk, 45 J., Familienvater aus Zaczopki, einem Nachbardorf, wurde schwer verletzt und starb am nächsten Tag; er hinterließ seine Frau und sieben Kinder;
• 12.- der selige Märtyrer Maksym Hawryluk, 34 J., Familienvater aus Derlo, wurde schwer verletzt nach Hause getragen, wo er am nächsten Tag starb;
• 13.- der selige Märtyrer Mikal Wawryszuk, 21 J., unverheiratet, aus Derlo, wurde schwer verletzt und starb am nächsten Tag.
Die Union von Brest-Litowsk 1596 vereinigte die in Polen lebenden Orthodoxen mit der römisch-katholischen Kirche; sie behielten ihren slawischen Ritus der Liturgie, ihre verheirateten Priester und andere Traditionen bei. Als Polen aufgeteilt und ein Teil von Russland annektiert wurde, versuchten die Zaren die Union rückgängig zu machen und diese Christen wieder der russisch-orthodoxen Kirche anzugliedern. 1874 ließ Zar Alexander II. unierte Bischöfe und Priester verhaften und deportieren. An jenem Sonntag wurde der Kirchplatz in Pratulin von russischen Soldaten besetzt, die die Kirche den Unierten abnehmen und den Orthodoxen übergeben sollten. Die Kirchgänger wurden nach der Liturgie aufgefordert, die Kirchenschlüssel zu übergeben, damit diese den Orthodoxen übergeben werden könnten. Als die Unierten sich weigerten, eröffneten die Soldaten auf sie das Feuer. Anstatt zu fliehen, drängten die Gläubigen sich zusammen vor der Kirche, knieten nieder, begannen Kirchenlieder zu singen und fingen die Kugeln mit ihren Leibern auf. Die Toten wurden von den Soldaten in einem Massengrab anonym vergraben, es durften keine Angehörigen dabei sein. Der Zar hob 1875 die unierte Eparchie Chelm auf, erließ aber 1905 das Dekret der Religionsfreiheit. Die Christen in Pratulin haben 1918, als das Gebiet wieder zu Polen kam, die Märtyrer ausgegraben und in der Pfarrkirche beigesetzt. Papst Johannes-Paul II. hat sie am 6. Oktober 1996 seliggesprochen.

10. † am Samstag, dem 24. Januar 1948, entschlief in Rom, der selige Priester Timoteo, Giuseppe Giaccardo, 52 J., der beste Freund des Gründers der Società San Paolo, Gesellschaft des Apostels Paulus, des seligen Giacomo Alberione (26. November 1971/14), der 1914 diese Apostolatsgemeinschaft in Alba, Cuno, gegründet hat. ihn seinen, wie des Paulus, Timotheus nannte. Er war der erste Priester und erste Generalvikar des Gründers, vor allem aber sei bester Mitarbeiter im modernen Presse-Apostolat, das sich inzwischen auf alle neuen Medien ausweitet. Papst Johannes-Paul II. hat ihn am 22. Oktober 1989 seliggesprochen, Dom Alberione erst am 27. April 2003.

Fribourg, Genf, Lausanne: Hochfest heiliger Franz von Sales, Patron von Stadt und Kanton Genf, Patron der Diözese Genf-Lausanne-Fribourg: 1


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln





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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 17.01.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.