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Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

8. Februar

1. † Am Donnerstag, dem 8. Februar 1537, wurde in Somasca, in der Lombardei, von der Pest dahingerafft, der heilige Hieronymus Aemilianai, Geronimo, Gerolamo, der nach einem wüsten Soldatenleben, in deutscher Gefangenschaft zur Besinnung gekommen, sich bekehrte und mit einigen Freunden die Gemeinschaft der Regularkleriker von Somaska, zur Hilfe für Waisen und Kranke, gründete; bei der Pflege von Pestkranken steckte er sich an.

2. † am Samstag, dem 8. Februar 1947, entschlief in Schio bei Vicenza, die heilige Jungfrau Josephine, Giuseppina Bakhita, 78 J., geboren in der Provinz Darfur im Sudan, aus dem nubischen Volksstamm der Dagiù. 8-jährig wurde sie von arabischen Sklavenhändlern geraubt und auf dem Sklavenmärkten von El Obeid und Khartum verkauft; ihren Namen hatte sie vergessen, sie kannte nur ihren arabischen Namen Bakhita. Der türkische General, der sie gekauft hatte, verließ das Land und verkaufte vorher alle seine Sklaven. Sie wurde auf dem Sklavenmarkt in Khartum vom italienischen Konsul Calisto Legnani erworben und war überrascht, dass sie nicht mehr angeschrieen und geschlagen wurde. 1885 musste der Konsul den Sudan verlassen, wegen des Mahdistenaufstands, und sie darf mitfahren. Auf dem Schiff fährt auch eine Familie Michieli mit. In Genua übernahm sie Bakhita und so kam sie nach Ziagino bei Mirato Veneto. Für neun Monate kehrte sie noch einmal zurück in den Sudan, weil ihre Herrin ein großes Hotel in Suakin am Roten Meer erworben hatte. Zurück in Italien durfte sie, mit der Tochter des Hauses, zur Schule gehen ins Katechetische Institut von Venedig, das von den Canossa-Schwestern geleitet wurde. Dort durfte sie bleiben und lernte auch Christus kennen. Am 9. Januar 1890 empfing sie die Taufe, die Firmung und die Heilige Kommunion, ihr Taufname war Giuseppina, ihr bisheriger Rufname wurde quasi ihr Zuname. Drei Jahre später wurde sie aufgenommen, 1896 legte sie ihre ersten Gelübde ab als Schwester bei den Canossa-Schwestern, die 1808 in Verona von der seligen Maddalena di Canossa (10. April 1855/10) gegründet worden war. 1902 wurde sie nach Schio versetzt, wo sie nun 45 Jahre leben sollte, im Dienst in Haus, Küche, Wäscherei, egal wo sie gebraucht wurde. 1927 wurde sie zu den Ewigen Gelübden zugelassen. Sie war, immer fröhlich, außerordentlich beliebt, als Madre Moretta, Mutter Mohrin. Unter den Leiden des Alterns litt sie geduldig und immer fröhlich. Papst Johannes-Paul II. hat sie am 17. Mai 1992 selig- und am 1. Oktober 2000 heiliggesprochen.

3. † am Donnerstag, dem 8. Februar 249, wurde in Alexandria in Ägypten die heilige Märtyrin Cointha, Quinta , zur Blutzeugin, als sie, aufgegriffen und gezwungen zum Götzenopfer, standhaft Widerstand leistete und daraufhin an ihren Fußfesseln durch die Straßen der Stadt zu Tode geschleift wurde.

4. † wohl an einem 8. Februar im 1. Jahrhundert entschlief in Pavia, der heilige Bischof Juventius, der erste Bischof von Pavia, der durch seine Verkündigung des Evangeliums dort die Kirche gegründet und gefestigt hat.

5. † am Freitag, dem 8. Februar 485, wurden in Konstantinopel die Mönche des Akoimeten-Klosters des heiligen Dios (19. Juli um 410/4) zu Märtyrern, weil sie den katholischen Glauben verteidigten, wie er ihnen im Brief des heiligen Papstes Felix III. (1. März 492/1) gegen Akakios vorlag; sie wurden grausam ermordet.

6. † wohl an einem 8. Februar im 6. Jahrhundert entschlief in dem von ihm gegründeten Kloster Saint-Jacut-de-la-Mer in der Bretagne, der heilige Abt Jacutus. Er war Sohn des heiligen Ehepaares Fragan und Blanca, Gwenn (5. Juli), Zwillingsbruder des heiligen Ghuéténoc (5. November 6. Jahrhundert/5), Bruder des heiligen Winwaloeus, Guénolé (3. März 533/5), des Abtes von Landoac, deren Schwester die heilige Einsiedlerin Clervie (3. Oktober Ende 5. Jahrhundert) war; die ganze Familie flüchtete aus England vor den Sachseneinfällen in die Bretagne, mit ihnen auch der Söhne Lehrmeister, der heilige Abt Budocus (8. Dezember im 7. Jahrhundert, vgl. 3. März/5) der Abt von Yonghal gewesen und nach Dol in der Bretagne geflüchtet war, wo er die Nachfolge des heiligen Äbte Samson (28. Juli um 565/7) und Magloire (24. Oktober um 605/8) antrat, die beide auch Bischöfe von Dol waren.

7. † am Mittwoch, dem 8. Februar 568, entschlief in Mailand, der heilige Bischof Honoratus, der den Ansturm der Langobarden erlebte und den Großteil der Bevölkerung von Mailand rettete, indem er sie nach Genua flüchtete.

8. † am Sonntag, dem 8. Februar 610, entschlief in Besançon, der heilige Bischof Nicetius.

9. † am Sonntag, dem 8. Februar 649, entschlief in Verdun, der heilige Bischof Paul, der, ein Mönch, zum Bischof von Verdun gewählt und geweiht wurde und die Feier des Gottesdienstes durch geordnete Liturgie disziplinierter Kanoniker förderte.

10. † am Donnerstag, dem 8. Februar 1089, entschlief in Albana im Lazio, der selige Pietro di Vallumbrosa, auch Igneus, Feuer, genannt, weil er einmal unverletzt durchs Feuer gegangen war. Er entstammte der Familie Aldobrandini und wurde Benediktinermönch. Aus seinem Kloster Vallumbrosa heraus wurde er von Papst Gregor VII: (25. Mai 1085/2) auf den Bischofsstuhl von Albana ernannt und, zum Kardinal erhoben, mit der Bekämpfung der Simonie (Apg 8, 18 - 20) beauftragt wurde.

11. † am Freitag, dem 8. Februar 1124, entschlief in Muret, im Wald von Limoges, der heilige Stephan, Etienne de Muret. Er war der Sohn des Vicecomte von Thiers in der Auvergne, wurde 12-jährig dem Dekan des Stiftskapitels in Paris anvertraut, ging mit diesem nach dessen Bischofsernennung nach Benevent und kehrte nach dessen Tod 1078 nach Thiers zurück. Er verzichtete auf all seinen Besitz und zog sich als Einsiedler in die Wälder von Muret zurück. Allmählich sammelte sich um ihn eine Gruppe Gleichgesinnter, die nach der Benediktusregel als Eremiten lebten. Sie ließen sich nieder in Grandmont im Limousin. Der Ordenszweig nannte sich Grandmont. Die KlerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien.mönche hielten sich ganz frei für die Gottesdienste und die Meditation, und die Laienmönche übernahmen alle erforderlichen zeitliche Angelegenheiten.

12. † am Donnerstag, dem 8. Februar 1906, entschlief in Savigliano, südlich der Alpen, die selige Jungfrau Josephine Gabriela Bonino, die im Licht der Heiligen Familie von Nazareth die Congregazione delle Suore della Sacra Famiglia di Savigliano, gründete, um Waisen zu erziehen und kranke Arme unterstützen zu können.


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 01.08.2016
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
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