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Ökumenisches Heiligenlexikon

Hinweise zu Stadlers »Heiligen-Lexikon« Abkürzungen

Barbatus


S. Barbatus, Ep. (19. Febr.) Vom Lat. barbatus = bärtig etc. - Der hl. Barbatus, Bischof von Benevent in Italien, wurde von rechtschaffenen Eltern aus einem Dorfe in der Grafschaft Cerreto im Gebiete von Benevent im Anfange des 7. Jahrh. geboren und von der frühesten Jugend an zu Benevent erzogen. Kaum hatte er das kanonische Alter erreicht, als er in den geistlichen Stand aufgenommen wurde, in dem er sich durch seine Kenntnisse, durch seinen Eifer und die Reinheit seiner Sitten auszeichnete. Da er mit seltenem Rednertalente begabt war, beauftragte ihn sein Bischof, dem Volke die Lehren des Heils zu verkünden und ernannte ihn einige Zeit nachher zum Pfarrer in der kleinen Stadt Mercone unweit Benevent, wo er von der Sittenlosigkeit des Volkes Vieles zu erdulden hatte, bis er nach Benevent zurückberufen wurde. Die Kirche von Benevent seufzte damals unter der Last veralteter Mißbräuche, welche durch die Longobarden dahin gebracht worden waren. Diese hatten sich zwar zum Christenthum bekehrt, aber hingen theilweise immer noch dem Götzendienst an, und übten ihn auch öffentlich. Unser Heiliger bot in Predigten Alles auf, um die Bethörten auf bessere Gesinnung zu bringen; aber vergeblich. Um endlich die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer zu wecken, verkündigte er ihnen die Drangsale einer Belagerung, welche sie vom Kaiser Constans II auszustehen haben würden. Dieser Fürst kam wirklich nach Italien, belagerte Benevent und stürzte die Bewohner in die äußerste Noth. Der Heilige benützte die glückliche Aenderung, die dadurch hervorgebracht wurde, belebte mit neuer Kraft durch Worte des Trostes die niedergeschlagenen Gemüther, und verhieß ihnen Befreiung von der Belagerung, wenn sie ihren Irrthümern entsagen würden. Was er vorhergesagt hatte, geschah; der Kaiser hob die Belagerung auf und zog von dannen. Während der Belagerung war der Bischof Hildebrand gestorben, und nach erhaltenem Frieden war es die erste Sorge, den hl. Barbatus als seinen Nachfolger zu erwählen. Der neue Bischof, der am 10. März 663 geweiht wurde, verdoppelte in Ausrottung des Aberglaubens seinen Eifer, wohnte im J. 680 einem Concil zu Rom bei und im folgenden dem siebenten allgemeinen zu Konstantinopel, das wider die Monotheleten gehalten wurde, und starb am 19. Febr. 682 in einem Alter von ungefähr 70 Jahren. Seinen Namen findet man am 19. Febr. auch im Mart. Rom., und die Kirche von Benevent verehrt ihn als einen ihrer ersten Schutzheiligen. Wenn es im Mart. Rom. heißt, er habe die Longobarden und ihren Fürsten (Dux) zum Christenthum bekehrt, so ist darunter nichts Anderes zu verstehen, als daß er eben die Longobarden und ihren Fürsten, welche zu Benevent sich aufhielten, von heidnischen Gebräuchen, denen sie auch nach der Bekehrung noch theilweise anhingen, völlig abgebracht habe.




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zuletzt aktualisiert am 00.00.2014
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