Ökumenisches Heiligenlexikon

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Berthold von Regensburg


B. Bertholdus, (14. al. 13. Dec.), Franciscaner und bekannt unter dem Namen »Bruder Berthold von Regensburg«, stammte von sehr christlichen Eltern in dieser Stadt (nach Pierer soll er aus der Familie Lech in oder bei Augsburg geboren seyn) und trat frühzeitig in den damals neu erstandenen Orden des hl. Franciscus. Er war ein Schüler des sel. David von Augsburg und einer der seltensten Prediger, mit hinreißender Beredsamkeit begabt, so daß seine Worte wie die eines andern Elias die Herzen der Zuhörer gleich einem zweischneidigen Schwerte durchdrangen und die verstocktesten Sünder zur Buße bewegten. Oft hatte er mehr als 60,000 Zuhörer um sich versammelt, weßhalb er sich genöthigt sah, meistens unter freiem Himmel zu predigen. Daher wird auch noch heutzutage ein großer Platz in Böhmen, wo der sel. Bertholdus zu predigen pflegte, das Bertholdenfeld genannt (Huber, triplex Chronica I. p. 73). Auch mit dem Geiste der Weissagung war Bertholdus begabt und sagte viele zukünftige Dinge voraus, welche pünktlich eintrafen. Als im J. 1271 David von Augsburg gestorben war, wurde ihm dieß während der Predigt geoffenbart, und er empfahl ihn sogleich dem Gebete seiner Zuhörer. Endlich starb er zu Regensburg i. J. 1271 am Feste der hl. Lucia (13. Dec.) und wurde in der Kirche der »mindern Brüder«, an der linken Seitenmauer gegen die Ostgasse zu, begraben. Von seinen Predigten haben sich einige erhalten und wurden nach einer Heidelberger Handschrift vom J. 1370 herausgegeben von Kling. (El., Rad.)




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zuletzt aktualisiert am 00.00.2014
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