Achard von Avranches
auch: von Saint-Victor
Gedenktag katholisch: 29. April
nicht gebotener Gedenktag im Orden der Augustiner-Chorherren / -frauen:: 27. April
Name bedeutet: der starke Schwertkämpfer (althochdt.)
Achard, Sohn einer sehr angesehenen Familie, wurde wohl in England ausgebildet, wo es damals ausgezeichnete Schulen gab, und
trat nach seiner Rückkehr nach Frankreich unter Abt Gilduin ins damalige
Kloster Saint-Victor - heute das Institut für
Geophysik der Sorbonne und die Place Jussieu - der Augustiner-Chorherren in
Paris ein, in dem er nach dessen Tod 1155 selbst Abt wurde. 1157 wurde er zum Bischof von
Séez - dem heutigen Sées - in der Normandie gewählt,
aber König Heinrich II. Plantagenet
von England, der auch Herzog der Normandie war, versagte die Anerkennung der Wahl
und setzte einen seiner Gefolgsleute in das Amt ein. Achard pflegte dennoch gute Beziehungen zum Hof von Heinrich und Achard
konnte 1161 Bischof von Avranches werden - Kathedrale war damals die
Kirche Saint-André. In diesem Amt nahm er
Stellung zugunsten von Thomas Becket. 1164 unterstützte er die Gründung
der Abtei Sainte-Trinité de La Lucerne der
Prämonstratenser in La Lucerne-d'Outremer bei Avranches.
Achard wurde im Kloster Sainte-Trinité in La Lucerne-d'Outremer bestattet.
In der Französischen Revolution wurde das Bistum Avranches 1801 aufgelöst und mit dem Bistum Coutances vereinigt. Auch das Kloster Sainte-Trinité in La Lucerne-d'Outremer wurde in der Französischen Revolution 1790 geschlossen, die Gebäude wurden verkauft. Seit 1959 wird an seiner Wiederherstellung gearbeitet, heute ist es ein Geistliches und Kulturelles Zentrum.
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 01.11.2026
Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 1. Band: A-D. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler und Franz Joseph
Heim, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung, Augsburg, 1858
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Achard_de_Saint-Victor - abgerufen am 01.11.2026
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Abbaye_de_La_Lucerne#R%C3%A9volution_fran%C3%A7aise - abgerufen am 01.11.2026
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der
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https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.