Ökumenisches Heiligenlexikon

Andreas von Montereale

italienischer Name: Andrea

1 Gedenktag katholisch: 18. April

Name bedeutet: der Mannhafte (griech.)

Ordensmann, Priester
* 1397 in Mascioni, Ortsteil von Campotosto bei L'Aquila in Italien
18. April 1479 in Montereale bei L'Aquila in Italien


Kapelle in Andreas' Geburtshaus in Montereale
Kapelle in Andreas' Geburtshaus in Montereale

Andreas hütete in seiner Jugend Schafe. Im Alter von 14 Jahren trat er den Augustiner-Eremiten bei und wurde 1421 zum Priester geweiht. 1430 wurde er in Siena zum Magister der Theologie promoviert, 1444 wurde er beim Ordenskapitel in Rieti zum Provinzial für Umbrien ernannt. Er predigte 50 Jahre lang in Italien und Frankreich und zeichnete sich aus durch überaus strenge Lebensweise: auf bloßem Leibe trug er beständig ein Habit aus Pferdehaaren und einen eisernen Ring, zudem geißelte er sich oft und brachte oft ganze Nächte im Gebet in der Kirche zu. Er war Prior und Regent der Universität in Siena und reformierte mehrere Klöster seines Ordens. Er starb im damaligen Kloster in Montereale. Erzählt wird, dass dabei Engel himmlische Lieder sangen und die Glocken 24 Stunden lang ohne menschliches Zutun läuteten.

An Andreas' Grab in einem silbernen Sarg in der Krypta der - heute ihm geweihten - Kirche des ehemaligen Klosters in Montereale ereigneten sich viele Wunder, sein Leichnam wurde noch mehrere hundert Jahre später unverwest gefunden.

Kanonisation: Papst Clemens XIII. billigte am 11. Mai 1764 Andreas' Verehrung.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 13.07.2026

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 1. Band: A-D. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler und Franz Joseph Heim, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung, Augsburg, 1858
• https://it.wikipedia.org/wiki/Andrea_da_Montereale - abgerufen am 12.07.2026
• https://it.wikipedia.org/wiki/Montereale#Architetture_religiose - abgerufen am 12.07.2026

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.