Gradulf von Fontanelle
französische Namen: Gradulphe, Groult
Gedenktag katholisch: 6. März
Name bedeutet: der (hoch) Eingestufte (latein.)
Gradulf wurde 1029 Abt im Kloster Saint-Wandrille. Er wurde zum Koadjutor des Erzbischofs von Rouen gewählt, wo er 1030 das damalige - heute völlig abgegangene - Kloster Sainte-Trinité auf dem Mont Sainte Cathérine gegründet hatte.
Gradulfs Reliquien wurden um 1567 durch Calvinisten verstreut, einen Teil konnte man aber retten.
Das Kloster Fontenelle, das dann nach seinem Gründer und ersten Abt Wandregisil Saint-Wandrille genannt wurde, wurde 862 von den Wikinger zerstört, die Mönche flohen. Ab 960 wurde die Abtei wieder aufgebaut. 1562 wurde sie von Hugenotten geschändet und 1566 teilweise zerstört, dann verkauft, aber bald schon von Mönchen aus dem damaligen Kloster Jumièges wieder belebt. In der Französischen Revolution wurde die Abtei 1790 aufgelöst, die Mönche wurden vertrieben, die Gebäude verkauft. 1893 sorgte der Erzbischof von Rouen für den Erwerb des Geländes und der verbliebenen Gebäude, die 1894 wieder von Benediktinern bezogen wurden. 1969 wurde eine historische Zehntscheune auf das Klostergelände verlegt und zur neuen Abteikirche als Ersatz für die in Ruinen liegende historische Kirche.
Die Ruinen und die heutige Abteikirche im
Kloster Saint-Wandrille in Saint-Wandrille-Rançon
sind täglich von 5.15 Uhr bis 13 Uhr und von 14 Uhr bis 21 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Die Abteigebäude können nur im
Rahmen einer Führung besucht werden diese findet vom 21 März bis Ende Juni und im September täglich um 15.30 Uhr, im Juli und
August um 11.30 Uhr, 15 Uhr und 16 Uhr statt, die Gebühr beträgt 5 €. (2026)
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 06.07.2026
Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 2. Band: E-H. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche
Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1861
• François Farin: Histoire de la ville de Rouen, 2. Bd. Rouen 1731, S. 112f
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Abbaye_Saint-Wandrille_de_Fontenelle - abgerufen am 18.06.2026
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der
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https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.