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Adolph Kolping wuchs als Kind eines armen Schäfers auf, lernte das
Schusterhandwerk und kam als 18-jähriger Geselle nach Köln.
Entsetzt über die menschenunwürdigen Lebensbedingungen in der Stadt, beschloss
er Priester, zu werden und zu helfen. Deshalb ging er als mit 23 Jahren noch auf
ein Gymnasium, studierte dann Theologie in München
und Bonn,
wurde 1845 zum Priester geweiht und zum Kaplan und Religionslehrer in Elberfeld
- heute ein Stadtteil von Wuppertal - eingesetzt. Hier begann er sein Werk als
Gesellenvater
, 1847 wurde er Präses des von dem Lehrer Johann Gregor Breuer in
Elberfeld gegründeten Vereins für junge Gesellen.
1849, gerade als Vikar an den Dom in Köln
versetzt, gründete Kolping den Kölner Gesellenverein, eine
Selbsthilfeorganisation, die durch soziale Unterstützung sowie mit Freizeit- und
Bildungsangeboten verhindern sollte, dass unselbständige Handwerker ins
Proletariat abrutschen und sich dem Christentum entfremden. Die Gesellenvereine
sollten wandernden Handwerkern eine Art Familienersatz bieten; die
Wandergesellen sollten menschliche Zuwendung erfahren und zu tüchtigen Christen
und Geschäftsleuten
erzogen werden. Schon bald hatte der Verein 230 Mitglieder;
es folgten weitere Vereine dieser Art im Rheinland und in Westfalen. 1853 wurde
in Köln das erste Gesellenhaus eröffnet, um den wandernden Arbeitern eine
ordentliche Unterkunft zu bieten und um Weiterbildung als Akademie im Volkston
anzubieten.
1854 gründete Kolping mit den Rheinischen Volksblättern
seine eigene
Wochenzeitung, die schnell zu einem der erfolgreichsten katholischen
Presseorgane jener Zeit wurde. Mit einem erfolgreichen Volkskalender
und
seinen Geschichten wurde er zu einem der bedeutendsten katholischen
Volksschriftstellern des 19. Jahrhunderts. 1862 wurde Kolping Rektor der
Minoritenkirche in Köln
und noch im selben Jahr zum päpstlichen Geheimkämmerer
ernannt.
Bei Adolph Kolpings Tod gab es fast 200 Ortsvereine mit 25.000 Mitgliedern, im Jahr 1879 zählten die Gesellenvereine bereits 70.000 Mitglieder; schließlich entstand das Kolpingwerk, das heute weltweit in 30 Ländern vertreten ist und über 350.000 Mitglieder hat. Nach der Unterdrückung des Verbandes im Nationalsozialismus war der Wiederaufbau des deutschen Kolpingswerkes schwierig, erst in den letzten Jahren gab es wieder einen Mitgliederzuwachs für den Sozialverband, der in den Bereichen Gesellschafts-, Sozial- und Familienpolitik Schwerpunkte seines politischen Wirkens sieht.
Kanonisation:
Adolph Kolping wurde 1991 von Papst Johannes
Paul II. selig gesprochen.
Ausführliche
und übersichtlich dargebotene Informationen über das Leben und Wirken von Adolph
Kolping und Wissenswertes über das Kolpingswerk heute und über seine Geschichte
bietet die Homepage
Kolping.de
Martyrologium Romanum Flori-Legium
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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