Gedenktag evangelisch: 17. April |
Name bedeutet: berühmter Krieger (althochdt.) |
Märtyrer
* zwischen 1485 und 1490 in Vieux-Berquin
im Artois in Frankreich
† 17. April 1529 in Paris
in Frankreich |
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Louis de Berquin studierte in Paris
und wurde durch die Schriften von Erasmus von Rotterdam und das Bibelstudium zu
einem Kritiker der Kirche. Er sammelte Gleichgesinnte um sich, zu diesem Kreis
gehörte auch == Margareta von Alençon, die Schwester des französischen
Königs Franz I.; der König holte Berquin an seinen Hof. Obwohl diese durch die
Pariser Universität Sorbonne verdammt worden waren, übersetzte Berquin mehrere
Schriften von Martin Luther. Er
wurde deshalb im Sommer 1523 verhaftet und als Ketzer ins Gefängnis geworfen.
Der König verschaffte ihm zwar die Freiheit, seine Schriften wurden aber
verbrannt.
Berquin verkündete weiter reformatorische Lehren, wurde wieder verhaftet und
nach elf Monaten - König Franz I. war infolge seiner Niederlage gegen Kaiser
Karl V. in spanische Gefangenschaft geraten - auf Franz' Befehl durch einen
Offizier der königlichen Garde befreit. Freunde drängten ihn zur Flucht, aber
Berquin verfasste stattdessen eine Streitschrift gegen die Professoren der
Sorbonne und bat den König, diese dem Parlament vorzulegen. 1529 wurde Berquin
nun wegen dieser Schrift verhaftet und zu lebenslänglichem Gefängnis verurteilt.
Berquin wandte sich wieder an den König, aber Franz I. wagte nicht mehr, sich
für ihn einzusetzen. Deshalb wurde er zum Tod verurteilt, unter schwerer
Bewachung zum Richtplatz gebracht und verbrannt.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
Quellen:
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