
Hinweise zu Stadlers Heiligen-Lexikon
Abkürzungen
S. Martinus, Conf. Ep. (20. März al. 22. Oct.) Dieser Heilige, welchem
Spanien viel verdankt,
wie Baron. (ad a. 583) bemerkt, kam der Sage zufolge aus
den östlichen Gegenden (ex Orientis partibus), welche Einige näher Pannonien
heißen *, in das heutige spanische Königreich Galicien, und
erbaute mehrere Gotteshäuser, namentlich aber das Kloster Duma. Dieß wurde (seit
d.J. 560) der Mittelpunct seiner zunächst zur Ausrottung der noch übrigen Reste
des Arianismus wirkenden Missionsthätigkeit. Er war so glücklich, bald noch
andere Klöster erbauen zu können und die Einheit des Glaubens vollends zu
begründen. Der von ihm bekehrte König Theodemir war sein beständiger Gönner. Im
J. 561 wohnte er noch als Abt der damals zu Braga gehaltenen ersten SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten.
In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet.
bei,
im J. 568 aber erscheint er zugleich auch als Bischof. **
Als solcher wirkte er durch Wort und Schrift zur Ehre Gottes und zur Beförderung
und Erneuerung christlicher Zucht und Ordnung, namentlich bei Gelegenheit der
zweiten SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten.
In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet.
von Braga im J. 572 (Flor. l. c. V. 441). Er sammelte (ib. III.
86) die Canonen der Orientalischen Concilien, die er dem Erzbischof Ritigius von
Lugo dedicirte (l. c. IV. 145). Zwar ist bezweifelt worden, ob alle ihm
zugeschriebenen Werke *** von ihm wirklich verfaßt sind,
aber merkwürdig ist jedenfalls, daß Gregor von
Tours ihm bezeugt, er habe alle Gelehrten seiner Zeit an Gelehrsamkeit
überragt. Der Dichter Fortunatus setzt
hinzu, er habe den Namen und die Verdienste des hl. Martinus
von Tours geerbt (Butler, IV. 143). Die neuern Boll. versichern wiederholt,
er habe über die Osterfeier (de Paschate) geschrieben. Er starb um d.J. 580 im
Kloster zu Duma und wurde von da (im J. 1606) nach Braga in Portugal übertragen.
Diese Translation wird am 22. October gefeiert. (Oct. IX. 429.) Dennoch war
seine Verehrung sogar noch in der neuern Zeit nicht weit über die Grenzen
Galiciens und die angrenzenden Theile Portugals verbreitet. (III. 86-90).
* Ohne Zweifel ist diese Angabe aus dem Leben des hl. Martinus von Tours herübergenommen und hat keinen Anspruch auf historische Geltung. Das angeblich von ihm selbst herrührende Epitaphium ist unächt.
** So lesen wir namentlich auch bei Florez, Esp. sagr. III. 220.
*** Ein nicht ganz vollständiges Verzeichniß seiner Schriften findet sich bei Butler (IV. 144 u. 145). Der hl. Isidor (de viris ill. c. 35) sagt von ihm: cujus quidem ego ipse legi librum de differentiis quattuor virtutum et aliud volumen epistolarum, in quibus hortatur vitae emendationem et conversationem fidei; orationis instantiam et eleemosynarum distributionem.

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