
Hinweise zu Stadlers Heiligen-Lexikon
Abkürzungen
S. Suibertus, Ep. Conf. (1. al. 2. März). Dieser hl. Bischof in Friesland,
ein Angelsachse, war ein Schüler des heil. Egbertus1.
(Sein Name wird auch Suithbertus, Suidbertus, Swibertus, Suuibertus u.
Suuitbrecht geschrieben.) Durch seine apostolische, von zahlreichen Wundern (er
heilte Blinde, Lahme, Besessene, rief einen Ertrunkenen wieder zum Leben zurück
u. s. w.) begleitete Thätigkeit glänzte er in Wahrheit wie ein Gestirn, als
welches seine Mutter ihn schon vor seiner Geburt gesehen hatte, und erwarb sich
den Ehrentitel: Apostel der Friesen und Boructuarier
(die Bewohner der
vormaligen Grafschaft Berg). Der hl. Radbod schreibt
von ihm: In Allem, was er lehrte, gab er seinen Zuhörern schon vorher ein
Beispiel an ihm selbst.
Die bischöfliche Weihe ertheilte ihm um d. J. 693
Bischof Wilfrid von York, der
damals in Mercien als Verbannter lebte. Als die heidnischen Sachsen im J. 694
seine Mission zerstörten, mußte er sich auf eine von Pipin und Plectrudis
ihm geschenkte Rheininsel (in littore genannt) zurückziehen. Das hier von ihm
gegründete Kloster, wo er auch beigesetzt wurde, ist das jetzige Kaiserswörth,
und hieß damals schon auch Werda. Unter seinen zehn Genossen ist besonders der
selige Wicbertus (Victbercht) bekannt
geworden. Auch in der Provinz Geldern und zu Münster in Westphalen sollen sie
besonders segensreich gewirkt und viele Kirchen gegründet haben. Die Boll.
setzen sein Hinscheiden ins Jahr 713, Andere schon ins J. 694. Im Jahr 803
vollzog Papst Leo III. seine Heiligsprechung. In dem
Petristifte zu Kaiserswörth wird er (Kampschulte, S.
91) als Mitpatron verehrt. Bei Eröffnung seines Grabes im J. 1626 wurde ein
Fieberkranker durch die Berührung seines heil. Hauptes gesund. Auf Bildnissen
sieht man entweder das obenerwähnte Gesicht seiner Mutter, oder er erscheint als
Bischof, wie er einen Todten erweckt, oder als Erlöser der Gefangenen. Oefter
trägt er den Stern auf der Brust oder in der Hand, manchmal auf seinem
Hirtenstabe. (I. 67-86.)

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