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Ökumenisches Heiligenlexikon

Louis Brisson

deutscher Name: Ludwig

Gedenktag katholisch: 12. Oktober

Name bedeutet: der ganz Weise (latein. Form von Alwis, althochdt.)

Ordensgründer
* 23. Juni 1817 in Plancy, heute Plancy-l'Abbaye in Frankreich
2. Februar 1908 daselbst


Louis Brisson erhielt seine Ausbildung am Seminar in Troyes; noch vor seiner Priesterweihe im Jahr 1840 wurde er zum Professor der Naturwissenschaften ernannt. 1841 wurde er Professor und HauskaplanEin Kaplan (von lateinisch capellanus, „der einer Hofkapelle zugeordnete Kleriker”) ist im deutschen Sprachraum ein römisch-katholischer Priester in den ersten Jahren nach seiner Weihe, der in der Regel noch einem erfahrenen Pfarrer unterstellt ist. In manchen Bistümern wird er Vikar genannt - dies ist die Bezeichnung des kanonischen Kirchenrechts von 1983 - in anderen Kooperator. im Pensionat der Heimsuchung in Troyes, 1843 auch Beichtvater. In diesem Kloster lernte er die Spiritualität des Franz von Sales kennen. Als 1857 der Bischof von Troyes in seiner Diözese die Association catholique de St. Francois de Sales zur Verteidigung des Glaubens gründete, betraute er Louis Brisson mit deren Leitung; die Vereinigung richtete Werkstätten und Wohnheime für junge Arbeiterinnen ein, um den Mädchen Schutz vor den Gefahren der Großstadt zu bieten.

1866 übertrug Louis Brisson die Leitung der Arbeiterinnenwerke den zwei ehemaligen Schülerinnen Leonie Aviat und Lucie Canuet; damit erfolgte zugleich die Gründung der Kongregation der Oblatinnen des Heiligen Franz von Sales. 1869 bat der Bischof von Troyes Brisson, die Leitung des katholischen Kollegs der Stadt zu übernehmen; bei dieser schwierigen Aufgabe wurde er von einigen Priestern unterstützt, mit denen er 1875 die Priestergenossenschaft der Oblaten des Heiligen Franz von Sales gründete. Beide Kongregationen entfalteten sich sehr schnell: Schulen, Pensionate, Kollegs und Jugendheime enstanden, dazu Missionsstationen in Südafrika und später auch in anderen Ländern. 1897 wurde der Orden vom Papst bestätigt. Die Gründung des weiblichen Zweigs wurde 1911 päpstlich anerkannt.

Die Verfolgung der Kirche in Frankreich gegen Ende des 19. Jahrhunderts zerstörte zum Teil die Werke der Oblaten und Oblatinnen in Frankreich, Patres und Schwestern wurden vertrieben. Louis Brisson musste sich 1904 in sein Haus nach Plancy zurückziehen, wo er starb.

Kanonisation: Das Seligsprechungsverfahren für Louis Brisson wurde 1938 eingeleitet; am 22. September 2012 fand in der Kathedrale in Troyes durch Kardinal Angelo Amato die Seligsprechung statt.

  Über Leben und Werk, die Seligsprechung von Louis Brisson und über die Oblatinnen und die Oblaten des Heiligen Franz von Sales informiert die interessante und gut gestaltete Website Louis Brisson.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 29.07.2018

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• http://schwestern.oblatinnen.at/?man=spir&sub=bris

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.