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Ökumenisches Heiligenlexikon

Anastasius der Tuchwalker

Gedenktag katholisch: 26. August
7. September

Gedenktag orthodox: 7. September

Name bedeutet: der Auferstandene (griech.)

Märtyrer
* in Aquileia in Italien
304 oder 285 in Salona, heute Solin bei Split in Kroatien


Anastasius entstammte einer vornehmen Familie. Er wurde Christ und nahm sich Paulus' Ratschlag aus dem 1. Thessalonicherbrief (4, 11), mit den eigenen Händen zu arbeiten, zu Herzen; deshalb ging er nach Salona - dem heutige Solin - und versah das Handwerk eines Tuchwalkers 1. Als er sich offen zum Christentum bekannte und ein Kreuz an seinem Geschäft anbrachte, wurde er gefangen genommen und mit einem Stein um seinen Hals ertränkt.

Glaubensgenossen bargen Anastasius' Leichnam und bestatteten ihn. Über seinem Grab wurde eine Kirche errichtet. Als 614 die Stadt durch die Awaren zerstört wurde und die Bewohner auf die Inseln und nach Spalato - dem heutigen Split - flohen, wurden seine Reliquien ebenfalls in diese Stadt gebracht. In der dortigen Kathedrale befindet sich der 1448 von Juraj Dalmatinac geschaffene Altar des Heiligen.

Patron von Split

1 Da die Römer noch keine Seife kannten, benutzten sie tierischen und menschlichen Urin als Reinigungsstoff, da dessen Ammoniakgehalt selbst den speckigsten Schmutz beseitigt. In größeren Orten befanden sich teils unterirdisch angelegte, teils am Wegesrand verlaufende Kloakensammelstellen, an denen riesige Amphoren als Sammelbecken standen. In größeren Städten wurde die Sammlung, Verteilung und Entsorgung durch verpachtete Harnwerke von den Magistraten organisiert. Diese florierende Latrinenindustrie betrieben die Tuchwalker. Dies nutzte Kaiser Vespasian (9 - 79) aus und belegte dieses Gewerbe mit einer Harnsteuer. Er rechtfertigte seine Entscheidung mit den überlieferten Worten: pecunia non olet, Geld stinkt nicht.
In speziellen Waschzubern wurde die abgegebene wollene Oberbekleidung in dem eingesammelten Urin eingeweicht, anschließend mit den nackten Füßen der Tuchwalker durchgewalkt und geschmeidig gestrampelt. Eine anschließende Spülung mit klarem Wasser, meist aus einem nahe gelegenen Bach oder einem Aquädukt, schloss den Reinigungsprozess ab. Diese Art der Wäschereinigung war mancherorts noch bis ins 19. Jahrhundert üblich, aber nach der Erfindung des Waschbretts und der Seife geriet diese Methode in Vergessenheit.
aus: Wikipedia

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 29.07.2018

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 1. Band: A-D. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler und Franz Joseph Heim, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung, Augsburg, 1858
• http://saints.sqpn.com/saint-anastasius-the-fuller/

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.