Ökumenisches Heiligenlexikon

Andreas Karl Ferrari

italienischer Name: Andrea Carlo
Taufname: Jakon - Giacomo

1 Gedenktag katholisch: 2. Februar
gebotener Gedenktag im Erzbistum Mailand und im Ambrosianischen      Die Ambrosianische Liturgie entstand im 8. Jahrhundert unter orientalischem Einfluss, sie wird auf Ambrosius von Mailand zurückgeführt, von dem wohl die meisten Texte auch stammen. Sie wird v. a. in der Kirchenprovinz Mailand und im Bistum Lugano benutzt. Karl Borromäus förderte diese Sonderform, im Mittelalter wurde aus ihr auch die Gleichwertigkeit des Mailänder Erzbistums gegenüber Rom abgeleitet. Teil des Bistums Lugano: 1. Februar

Name bedeutet: der Mannhafte (griech.)

Erzbischof von Mailand, Kardinal
* 13. August 1850 in Lalatta, heute Lalatta del Cardinale, Ortsteil von Palanzano bei Parma in Italien
2. Februar 1921 in Mailand in Italien


Priesterseminar in Parma
Priesterseminar in Parma

Giacomo Ferrari wurde 1873 zum Priester geweiht. 1877 wurde er Rektor des Priesterseminars in Parma und Professor für dogmatische und Moraltheologie. 1890 wurde er zum Bischof von Guastalla bei Parma, 1891 zum Bischof von Como und 1894 zum Erzbischof von Mailand und zum Kardinal ernannt. 1906 gründete er die Unione dei Giovani cattolici Milanese, die Union der katholischen Jugend von Mailand.

Brunnen an Ferraris Geburtshaus in Lalatta
Brunnen an Ferraris Geburtshaus in Lalatta

Besonders wichtig war Ferrari die Betreuung der italienischen Arbeiter im Ausland und eine ausgiebige Volksbildung und Sozialfürsorge in seinem Bistum; hierfür wurden 1921 die Opera Cardinale Ferrari, die Werke des Kardinals Ferrari, gegründet, die sein Volksbildungskonzept auch nach seinem Ableben weiterführten. Nach langen Vorarbeiten gelang ihm auch 1921 die Gründung der katholischen Universität in Mailand.

Kanonisation: Andreas Karl Ferrari wurde 1987 seliggesprochen


Liegefigur im Dom in Mailand
Liegefigur im Dom in Mailand

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon

Der Dom in Mailand ist täglich von 9 Uhr bis 19 Uhr zur Besichtigung geöffnet, der Eintritt - Karten gibt es bis 18 Uhr im Ticket-Verkaufsbüro - beträgt 5 €, für zusätzlichen Besuch der Ausgrabungen und des Dom-Museums 10 €, für Dom, Ausgrabungen, Dom-Museum und Turmbesteigung 15 €, für letzteres per Lift 20 €. (2021)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 28.04.2024

Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 1. Herder, Freiburg im Breisgau 1993

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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