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Ökumenisches Heiligenlexikon

Anysia von Thessaloniki

Gedenktag katholisch: 30. Dezember

Gedenktag orthodox: 30. Dezember

Gedenktag syrisch-orthodox: 30. Dezember

Name bedeutet: die Vollendete (griech.)

Wohltäterin, Märtyrerin
* ? in Thessaloniki in Griechenland
304 daselbst


Anysias Martyrium, um 1000, aus dem Menologion von Basilius II., in der Vatikanischen Bibliothek in Rom
Anysias Martyrium, um 1000, aus dem Menologion von Basilius II., in der Vatikanischen Bibliothek in Rom

Anysia, Tochter von reichen und angesehenen Eltern, erhielt eine gute Ausbildung. Nach dem Tod ihrer Eltern verteilte sie ihr beträchtliches Vermögen unter den in den Verfolgungen unter Kaiser Diokletian Gefangenen, lebte zurückgezogen mit Fasten und Gebet und legte das Gelübde der Jungfrauschaft ab. Als sie in den Verfolgungen selbst von einem Soldaten auf dem Weg zur Kirche aufgehalten und aufgefordert wurde, am Fest zu Ehren der Sonne Opfer darzubringen, verweigerte sie dies; der Soldat versuchte, ihr den Schleier vom Kopf zu reißen und spuckte ihr ins Gesicht, sie aber legte unerschrocken ein Bekenntnis ihres Glaubens ab; im Zorn tötete der Soldat sie mit seinem Schwert.

Ikone in der Demetrios-Basilika in Thessaloniki
Ikone in der Demetrios-Basilika in Thessaloniki

Christen bestatteten Anysia am 30. November (!) etwa zwei Kilometer vor dem Stadttor der Erzengel in Thessaloniki, über Anysias Grab wurde eine Kapelle errichtet, aus der ein ihr geweihtes Kloster entstand. Am 4. Juli 1980 fand man bei Bauerbeiten ihre angeblichen Gebeine in dem dann bis 2009 archäologisch erschlossenen frühchristlichen Friedhof in Thessaloniki und brachte sie in die Demetrios-Basilika, wo nun viele Wunderheilungen an ihrem Sarg geschehen. 1

Die Nachrichten über Anysia stammen von Simeon Metaphrastes.

1 E. Marki bestreitet, dass die Kirche dieses frühchristlichen Friedhofs auf Anysia hinweist und meint, dass sie wohl auf Bischof Anysios von Thessaloniki zurückgeht. Tatsächlich lag dieser Friedhof nur 200 m, nicht 2 km vor der Stadtmauer.

Der frühchristliche Friedhof in Thessaloniki liegt im Gelände des Archäologischen Museums, er ist von außen einsehbar. Das Museum ist täglich von 8 Uhr bis 20 Uhr geöffnet, der Eintritt beträgt 8 €. (2019)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 26.06.2019

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 1. Band: A-D. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler und Franz Joseph Heim, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung, Augsburg, 1858
• https://oca.org/saints/lives/2019/12/30/103691-virginmartyr-anysia-at-thessalonica
• E. Marki: Das kreuzförmige Martyrion und die christlichen Gräber in Thessaloniki. In Cilliers Breytenbach, Ingrid Behrmann (Hg.): Frühchristliches Thessaloniki. Mohr - Siebeck, Tübingen 2007, S. 28f

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.