Ökumenisches Heiligenlexikon

Arnulf vom Chaumontois

auch: von Mouzon
französischer Name: Arnoul

Gedenktag katholisch: 3. Oktober

Name bedeutet: Adler und Wolf (althochdt.)

Märtyrer
* im Chaumontois, dem Landstrich um Toul in Frankreich
um 850im 9. Jahrhundert in Gruyères in den Ardennen in Frankreich


Arnulf, ein Sohn des Grafen Hugues von Chaumontois, war somit auch Nachfahre von Bischof Arnulf von Metz. Er war als Pilger unterwegs im Wald Froidmont zwischen Thin-le-Moutier und Gruyères in den Ardennen und wurde dort von Räubern angegriffen. Es gelang ihm, das Dorf Gruyères zu erreichen, aber dort erlag er seinen Verletzungen und wurde von den Einwohnern bestattet. Nach Jahrzehnten, als er schon vergessen wr, ereigneten sich an seinem Grab Wunder. Die Bewohner von Gruyères beschlossen deshalb, eine Kirche zu bauen und seine Gebeine in diese zu übertragen, aber der schwere Sarg ließ sich nicht bewegen und sie gaben ihr Vorhaben auf.

Ende der 960-er Jahre kaufte Graf Otto I. von Chiny die Gebeine, um sie in seine neu erbaute Burg in Warcq in den Ardennen zu bringen, wo sie als Schutzpatron dienen sollten. Als Erzbischof Adalbero von Reims die Burg belagerte und die Burgkapelle in Brand setzte, kam das Feuer plötzlich zum Stillstand, was die Angegriffenen dem Schutz von Arnulf zuschrieben. Adalbero erkannte das Wunder, fragte nach der Herkunft der Reliquien, wollte sie mitnehmen und legte sie in ein Boot; sofort nach ihrer Entfernung entfachte sich der Brand wieder an. Geleitet von einem Adler kam das steuerlose Boot bis ins Kloster nach Mouzon in den Ardennen, wo sie am 24. Juli 971 ankamen, woraufhin Adalbero dieses mit den Reformen von GorzeDie Reformen von Gorze gingen im 10. Jahrhundert aus vom Benediktinerkloster Gorze in Lothringen. Sie standen im Gegensatz zur den Reformen von Cluny; ihr Ziel war ein Mönchtum unter weltlicher Herrschaft, befreit von der Einflussnahme der örtlichen Bischöfe. Die Reformen von Gorze kamen v. a. in Lothringen zum Tragen; entsprechende Reformen in Deutschland gingen aus vom reformierten Kloster St. Maximin in Trier.; erneuerte.

Nach anderer Version der Legende wurde Arnulf von seiner Mutter Eva in der Kirche des seinem Vorfahren Arnulf von Metz geweihten Klosters in Metz begraben.

Arnulfs Gebeine liegen seit 971 unter dem Hochaltar in der Abteikirche in Mouzon.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 11.12.2020

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 1. Band: A-D. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler und Franz Joseph Heim, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung, Augsburg, 1858
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Arnoul_de_Mouzon

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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