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Ökumenisches Heiligenlexikon

Christian Gottlob Barth

Gedenktag evangelisch: 12. November

Name bedeutet: der Christ (griech. - latein.)

Pfarrer, Schriftsteller
* 31. Juli 1799 in Stuttgart in Baden-Württemberg
† 12. November 1862 in Calw in Baden-Württemberg


Christian Gottlob Barths Eltern stammten aus alteingesessenen Handwerkergeschlechtern, sie gehörten zu den Kreisen des Pietismus, die 1812 die Württembergische Bibelgesellschaft gegründet hatten. Er besuchte als ehrgeiziger Schüler das Gymnasium, daneben tat er sich als Kunstmaler hervor und verfasste romantische, erbauliche Schriften. 1817 - 1821 studierte er Theologie im Stift in Tübingen, anschließend führte ihn eine halbjährige Bildungsreise durch ganz Deutschland.

1824 wurde Barth Pfarrer in Möttlingen bei Calw im Schwarzwald, hunderte Gottesdienstbesucher kamen von weither zu seinen erwecklichen Predigten. Daneben war er unermüdlich publizistisch tätig, zunächst v. a. im Calwer Missionsblatt, das zur meistgelesenen Zeitschrift über das aktuelle Thema der Mission wurde. Er verfasste dutzende Erzählungen für Christenkinder und wurde damit einer der erfolgreichsten Kinderbuchautoren des 19. Jahrhunderts. Die für weite Verbreitung bestimmte Christliche Kirchengeschichte von 1835 erfuhr 30 Auflagen und Übersetzungen in 40 Sprachen, viel gelesen wurde auch seine Geschichte Württembergs von 1843. Insgesamt verfasste er mehr als 600 Schriften, gründete neun Zeitschriften und dichtete Kirchenlieder. Das Evangelische Gesangbuch enthält zwei Lieder mit seinen Texten, darunter sind Strophen des Liedes Sonne der Gerechtigkeit (EG 262/263), das auch im Gotteslob zu finden ist (GL 644).

erstes Haus der „Kinder-Rettungsanstalt”, der heutigen Sprachheilschule in Calw
erstes Haus der Kinder-Rettungsanstalt, der heutigen Sprachheilschule in Calw

1833 gründete Barth den Calwer Verlagsverein zur Publikation volksmissionarischer Schriften. Zusammen mit seinem Kollegen Gottlob Ludwig Hofstetter gab Barth in diesem Verlag Zweymal zwey und fünfzig biblische Geschichten heraus, die 483 Auflagen und 87 Übersetzungen erfuhren und nach Bibel und Koran das weltweit meistverbreitete Buch wurden. 1838 gab er sein Pfarramt auf und widmete sich ganz der Verlagsarbeit; er schlief in seinem Arbeitszimmer: er hasse die Ruhe.

Im In- und Ausland war Barth ein vielgefragter Missionsprediger; daneben machte er sich um den Aufbau diakonischer Einrichtungen verdient, 1826 gründete er in Calw die Kinder-Rettungsanstalt als Heimat für mehrere Hundert verwaiste und verwahrloste Minderjährige. Sein besonderes Interesse galt der Naturkunde, seine einzigartige Sammlung von Exponaten befindet sich heute in mehreren Museen; weltweit wurden ihm hierfür Ehrungen zuteil, in Grönland wurde eine Moosart nach ihm benannt.

Barth lebte in der Erwartung des nahen Weltendes, all sein Wirken sollte ein Beitrag sein, Gottes Reich herbeizuführen. Ausgezehrt starb er und wurde in Möttlingen begraben.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 03.09.2015
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:
• http://www.glaubenszeugen.de/kalender/b/kalb011.htm
• Amtsblatt der Landeshauptstadt Stuttgart, 33/1999