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Ökumenisches Heiligenlexikon

David von Euböa

Gedenktag orthodox: 1. November

Name bedeutet: der Geliebte (hebr.)

Mönch, Priester
* um 1475 in Gardinitsa, heute Kyparissi bei Lokri in Griechenland
1589/1601 im Davids-Kloster bei Rovis auf Euböa in Griechenland


griechische Ikone
griechische Ikone

David, Sohn des Priesters Christodoulos und der Theodora, verließ im Alter von 15 Jahren sein Dorf und folgte dem Priestermönch Akakios in sein Kloster; schon damals wurde er ob seiner Frömmigkeit und Weisheit mit dem Beinamen Gerontos, der Alte ausgezeichnet. Zusammen mit Akakios begab er sich auf Wanderschaft in verschiedene Klöster; im Kloster am Berg Ossa / Kissavos bei Larissa wurde David zum Diakon geweiht. Dann kamen sie auf den Athos in die Große Laura. Akakios wurde dann zum Metropoliten von Nafpaktos und Arta berufen, rief David in seine Diözese und weihte ihn zum Priester. Auf Akakios' Wunsch hin übernahm David das wegen unruhiger Mönche schwierige Amt des HegumenosEin Hegumenos (griech.„ἡγούμενος”, ”Führer / Leiter”) ist in den orthodoxen Kirchen der Vorsteher eines Klosters, entsprechend etwa dem westlichen Prior / Probst. Er steht hierarchisch unter dem Archimandriten. im Kloster Varnakova. Dort gründete er die erste griechische Schule, an der Priester vom Berg Athos unterrichteten und eine Geheimschule im Kloster, die durch die ganze Zeit der osmanischen Herrschaft in Betrieb war. Eine ihm angebotene Berufung als Bischof lehnte er ab. Wegen des Verhaltens einiger Mönche verließ David schließlich das Kloster und ging zusammen mit seinem Schüler Seraphim nach Steiri bei Livadia, wo sie als Einsiedler lebten. Von Einheimischen wurde er dann beschuldigt, an der Flucht einiger Sklaven eines Herrn aus Livadia verantwortlich zu sein, deshalb verhaftet, eingesperrt und gefoltert, schließlich aber frei gelassen. Nun reiste er auf die Insel Euböa; weil ein Fischer nicht bereit war, ihn überzusetzen, segelte er mit Hilfe seiner Mönchskutte und kam in Rovis an. Oberhalb des Ortes restaurierte er die der Verklärung Jesu geweihte Kapelle, wo sich ihm bald schon Gefährten in dieser Einsiedelei anschlossen.

Für diese Gemeinschaft wollte David nun ein richtiges Kloster bauen und reiste nach Russland, um Geld zu sammeln und erbaute damit dann unweit der Einsiedelei das heute nach ihm benannte Davids-Kloster, für das er wundersamer Weise eine Quelle entspringen ließ. Das Kloster wurde zu einem Lichtpunkt im Norden Euböas in der Zeit der osmanischen Unterdrückung und half armen und elenden Menschen, die an die Tür des Klosters kamen, deshalb wurde es bald schon das Kloster der Nächstenliebe genannt.

Auch das Geld aus Russland fand seinen Weg auf wundervolle Weise: um nicht bestohlen zu werden, nahm David das Geld nicht mit sich, sondern steckte es in Russland in einen ausgehölten Baumstamm, warf diesen dort in den Fluss und wartete, bis der Baumstamm in Euböa angeschwommen kam. Als David gebeten wurde, auf dem Peloponnes einen Streit zwischen den Bischöfen zu schlichten, erlitt er bei der Überfahrt Schiffbruch, kam aber neun Stunden später unbeschadet an.

Das Grab Davids in seinem Kloster auf Euböa wurde Ziel vieler Pilger, die an ihm Heilung erfuhren von körperlichen, psychischen und spirituellen Erkrankungen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 27.02.2019

Quellen:
• https://www.johnsanidopoulos.com/2018/11/life-of-saint-david-of-evia.html

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.