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Ökumenisches Heiligenlexikon

Didacus von Alcalá

auch: Didactus
spanischer Name: Diego

Gedenktag katholisch: 12. November
Fest in der Stadt Alcalá, gebotener Gedenktag im übrigen Bistum Alcalá
gebotener Gedenktag im Orden der Franziskaner-Observanten: 13. November
nicht gebotener Gedenktag in den Bistümern Madrid und Getafe und in der übrigen Franziskanischen Familie: 13. November
Gedenktag III. Klasse      Im alten Messbuch entspricht die III. Klasse einem gebotenen Gedenktag. Grundsätzlich werden offiziell alle Klassen als „Feste” bezeichnet, da der Rang ja nicht durch das Wort „Fest”, sondern durch die Klasse gekennzeichnet wird.
Die Feste III. Klasse sind außerhalb der geprägten Zeiten (Advent, Weihnachtsoktav, Fastenzeit, Osteroktav) immer zu feiern, wenn sie nicht von einem Fest I. oder II. Klasse verdrängt werden. Innerhalb der geprägten Zeiten können sie in der Regel nur kommemoriert, aber nicht gefeiert werden.
: 13. November, Todestag: 12. November
gebotener Gedenktag im Erzbistum Sevilla: 14. November

Name bedeutet: der Gelehrte (griech. - span.)

Laienbruder, Mystiker
* um 1400 in San Nicolás del Puerto in Andalusien in Spanien
† 12. November 1463 in Alcalá de Henares bei Madrid in Spanien


Didacus, Sohn einer armen Familie, führte schon in seiner Jugend ein Leben als Einsiedler nahe der Kirche S. Nicolás in seinem Heimatort. Dann trat er als Laienbruder ins Franziskanerkloster San Francisco de la Arruzafa in Córdoba ein. 1441 wurde er mit der Missionsarbeit bei den Guanchen auf den Kanarischen Inseln beauftragt; dort gründete er das Kloster Fortaventure - nach dem heute die Insel Fuerteventura benannt ist; ab 1446 war er Superior des Konvents. Er verteidigte die Einheimischen gegenüber der Raffgier der spanischen Conquistadores. 1449 kehrte er in seine Heimat zurück

ehemaliges Franziskanerkloster in Córdoba, erbaut auf den Ruinen eines maurischen Palastes, 1870 geschlossen und zum Gasthaus umgewandelt
ehemaliges Franziskanerkloster in Córdoba, erbaut auf den Ruinen eines maurischen Palastes, 1870 geschlossen und zum Gasthaus umgewandelt

1450 ging Didacus zum Heiligen Jahr - laut Zeitgenossen eine grandiose Feier - und der Kanonisation von Bernhardin von Siena nach Rom, wo er dann im Kloster an Santa Maria in Aracoeli in der Krankenpflege aufopferungsvoll wirkte. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er wieder in Spanien in verschiedenen Klöstern.

Vespasiano Strada: Didacus mit Kranken, um 1610, in der Kirche Santa Maria in Aracoeli in Rom
Vespasiano Strada: Didacus mit Kranken, um 1610, in der Kirche Santa Maria in Aracoeli in Rom

Didacus werden glühende Verehrung des Leidens Christi, fanatische Bußstrenge und große Hilfsbereitschaft zugeschrieben. Legenden berichten die Rettung eines Kindes aus einem Ofen, die Heilung eines blinden Knaben mit heiligem Öl und die Engelsküche, wo Engel für ihn das Kochen in der Klosterküche besorgten, während er in Ekstase betete.

Altar in Didacus' Geburtshaus in San Nicolás del Puerto
Altar in Didacus' Geburtshaus in San Nicolás del Puerto

In Didacus Geburtshaus in San Nicolás del Puerto ist eine kleine Gedenkstätte eingerichtet.

Kanonisation: Didacus' Heiligsprechung erfolgte am 2. Juni 1588 auf Betreiben von König Philipp II. von Spanien. Papst Sixtus V. errichtete 1588 die Heilige Kongregation für Riten, die - neben den Fragen der Liturgie der Gottesdienste - die Verhandlungen über die Angelegenheiten der Heiligen zur Aufgabe hatte.

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Catholic Encyclopedia

Die Kirche Santa Maria in Aracoeli in Rom ist täglich von 9 Uhr bis 17.30 Uhr, im Sommer bis 18.30 Uhr geöffnet. (2017)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 04.06.2017

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• Friedrich-Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 3. Herder, Freiburg im Breisgau 1995

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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