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Ökumenisches Heiligenlexikon

Franz von Caracciolo

italienischer Name: Francesco


Zu Franz' Lebzeiten gemaltes Bild, in der Kapelle im Palazzo Cellamare in Neapel
Zu Franz' Lebzeiten gemaltes Bild, in der Kapelle im Palazzo Cellamare in Neapel

Franz entstammte einer Adelsfamilie. Als er eine lebensbedrohende Hautkrankheit hatte und die Ärzte ohne Hoffnung waren, legte er das Gelübde ab, nach seiner Genesung ein gottgeweihtes Leben zu führen. Als er gesund war, verteilte er sein Vermögen, setzte sein Theologiestudium in Neapel fort und wurde 1587 zum Priester geweiht. Er schloss sich dann einer Bruderschaft an, die sich besonders der seelsorgerlichen Begleitung von Gefangenen, Galeerensträflingen und zum Tode Verurteilten widmete. 1588 gründete er gemeinsam mit den Priestern Giovanni Agostino Adorno und Fabrizio Caracciolo die Kongregation der Clerici regulares minores, der Minderen RegularklerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien., kurz Caraccioliner oder Marianer, die noch im selben Jahr von Papst Sixtus V. - und erneut 1605 von Papst Paul V. - anerkannt wurde und ihre Aufgabe in der Seelsorge, der Unterweisung der Jugend und dem Dienst an Kranken sah.

Mit Reisen nach Spanien wirkte Franz an der Ausbreitung des Ordens mit. Ab 1593 versah er selbst das Amt des Ordensgenerals. Der Prediger der Liebe führte einen Kreuzzug der Liebe gegen den sozialen Hass und das sittliche Elend, förderte die Verehrung der EucharistieDie Eucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23. und führte die Ewige Anbetung in seinem Orden ein.

Als er das Nachlassen seiner Kräfte verspürte, legte er sein Ordensamt nieder, unternahm eine Wallfahrt nach Loreto und zog sich ins Kloster in Agnone zurück.

Gemälde, 19. Jahrhundert (?), im Kloster Casamari
Gemälde, 19. Jahrhundert (?), im Kloster Casamari

Franz wurde in der Kirche Monteverginella in Neapel beigesetzt.

Franz' Orden umfasste zur Zeit seiner größten Ausdehnung 60 Klöster. Am Beginn des 19. Jahrhunderts war bis auf wenige Häuser geschmolzen. Papst Benedikt XV. förderte den Wiederaufbau, heute ist er in Italien, Deutschland, den USA, in Afrika und in Indien mit rund 60 Priestern und Brüdern tätig. Die deutsche Niederlassung ist in Münster in Westfalen.

Kanonisation: Am 4. Juni 1769 wurde Franz von Papst Clemens XIV. selig- und am 24. Mai 1807 durch Papst Pius VII. heiliggesprochen.
Patron von Neapel

Catholic Encyclopedia





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 05.09.2015

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Friedrich-Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 4. Herder, Freiburg im Breisgau 1995

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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